per eMail empfehlen


   

Alle Bands gewinnen

Die O.M.I. veranstaltet die Oberndorfer „Play Live“-Vorrunde

„Play Live“ heißt ein landesweiter Förderpreis für Bands, in dessen Rahmen im Oktober und November vier Vorrunden-Konzerte anstehen. Eines dieser Konzerte veranstaltet die Oberndorfer Musik-Initiative (O.M.I.) am Samstag, 30. Oktober, in der Wasserfallturnhalle in Oberndorf.

Anzeige


Volker Schmid

Oberndorf. Der Stadtjugendpflege und der Oberndorfer Musikinitiative ist es nun schon zum vierten Mal gelungen, den renommierten Bandwettbewerb nach Oberndorf zu holen. Und das hat laut Pierre Seidel, Projektleiter beim Stuttgarter Popbüro, einen guten Grund: „Die Entscheidung für Oberndorf war eindeutig. Es macht einfach wahnsinnig viel Spaß, mit der O.M.I. und der Stadt Oberndorf zusammen zu arbeiten.“

Sie organisieren die Oberndorfer „Play Live“-Vorrunde, die am Samstag, 30. Oktober, über die ... Sie organisieren die Oberndorfer „Play Live“-Vorrunde, die am Samstag, 30. Oktober, über die Bühne der Wasserfallturnhalle gehen wird: Kevin Rentschler, Pierre Seidel, Heidi Kuhring, Holger Gaus, Nicole Saile und Matthias Merkt (von links). Bild: vov

Zwar ist in diesem Jahr bei der Oberndorfer Vorrunde keine lokale Band am Start, dafür dreht sich in der Wasserfallturnhalle wieder alles um harten Rock und Metal. „Entomb The Machine“ aus dem Raum Stuttgart fabrizieren einen brachialen Sound, der durch aktuelle amerikanische Core- und Death-Größen beeinflusst ist.

Die Backnanger Metaller von „Blinded Halo“ servieren brettharte, aber auch melodische Metalcore-Riffs, donnernden Rhythmen und aggressiven Gesangslinien, die immer mal wieder durch brachiale Shouts ergänzt werden.

„Stroker Ace“ aus der Region um Ellwangen kredenzen klassischen Hardrock und rotzigen Rock’n’Roll mit AC/DC-Attitüde. Die vier Karlsruher von „Bender“ rühren laut Band-Info „ein Gemisch an, das explosiver als TNT und berauschender als LSD ist.“ Ihren Sound nennen sie schlicht Rock‘n‘Roll.

Feedback, Fairness und Transparenz sind laut Pierre Seidel die Grundsätze des Bandwettbewerbs, der inzwischen zum Förderpreis ernannt wurde: „Den Wettbewerb haben wir komplett rausgestrichen“, sagt Seidel. Denn bei „Play Live“ ist der Weg das Ziel: Die Bands werden ein Jahr lang betreut, bekommen Feedback und Tipps von Experten, werden in Sachen Show beraten und sogar mit einem Budget in Höhe von 500 Euro für Live-Seminare und Workshops ausgestattet. So haben alle Bands der vier Vorrunden bereits gewonnen, vor allem an Erfahrung.

Die „Play Live“-Teilnahme kann sich aber auch in finanzieller Hinsicht lohnen: Geld- und Sachpreise im Gesamtwert von über 18 000 Euro gibt es zu gewinnen. Wer eine der vier Vorrunden in Oberndorf, Neckarsulm, Stuttgart und Ulm für sich entscheidet, landet im Finale und bekommt einen Merchandise-Gutschein im Wert von 200 Euro. Für den zweiten Platz gibt es 200 Euro und einen Sachpreis. Die dritt- und die viertplatzierte Band bekommt jeweils 100 Euro und einen Sachpreis.

Rund 200 Bands aus ganz Baden-Württemberg haben sich für „Play Live“ beworben. Davon qualifizierten sich rund 100 Kapellen für das Demo-Hearing, wovon nun wiederum 16 Bands bei den Vorrunden um einen Platz im Finale buhlen. Die Vorentscheide sind zwecks besserer Vergleichbarkeit in Musikstile aufgeteilt. „Es macht keinen Sinn, eine Hip-Hop-Band gegen eine Heavy Metal-Band antreten zu lassen“, erklärt Seidel.

„Wir wollen den Nachwuchs mehr integrieren“, sagt O.M.I.-Chef Holger Gaus. Deshalb ist die „Play Live“-Vorrunde in Oberndorf auch eine Art Feuertaufe für zwei jüngere „O.M.I.“-Macher: Matthias Merkt und Kevin Rentschler planen den Abend zusammen mit Heidi Kuhring und Nicole Saile von der Stadtjugendpflege.

Die Reihenfolge, in der die Bands am Samstag, 30. Oktober, die Bühne der Wasserfallturnhalle entern werden, wird vor dem Konzert ausgelost. Dafür stehen bereits zwei Jury-Mitglieder des Abends fest: Thomas Hertler, A & R-Manager der Abstatter Plattenfirma „Massacre“-Records, und der schwäbische Metal-Held Mat Sinner, bekannt von Bands wie „Primal Fear“ und „Sinner“. Los geht‘s um 20.30 Uhr. Einlass ist von 19.30 Uhr an. Der Eintritt kostet an der Abendkasse fünf Euro. Tickets im Vorverkauf gibt es für vier Euro im Büro der Stadtjugendpflege.

15.10.2010 - 08:30 Uhr

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln.

Anzeige

(c) Alle Artikel, Bilder und sonstigen Inhalte der Website www.tagblatt.de sind urheberrechtlich geschützt. Eine Weiterverbreitung ist nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Verlags Schwäbisches Tagblatt gestattet.

Anzeige


Neckar-Chronik als E-Paper
Die ganze Zeitung auf Ihrem Desktop - Abonnieren Sie die Südwest Presse als E-Paper und blättern Sie am Bildschirm weltweit in Ihrer Heimatzeitung.