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Kernig und biologisch einwandfrei

Weitingens „Liederkranz“-Ehrenvorsitzender Albrecht Teufel feiert seinen 70. Geburtstag

Eigentlich ist Albrecht Teufel schon eine Woche lang 70 Jahre alt. Offiziell gefeiert werden kann der runde Geburtstag aber erst heute. Der Ehrenvorsitzende des „Liederkranz“ und einer der aktivsten Weitinger Mitbürger wurde erst aus der Reha-Klinik entlassen.

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Hermann Nesch

Weitingen. Weil der rechtzeitige Entlassungstermin zum Geburtstag nach einer schweren Operation und dem anschließendem Reha-Aufenthalt nicht sicher war, wurde das Fest vorsichtshalber um eine Woche verschoben. So wurde am Geburtstag selbst nur im engsten Familienkreis „fernab der Heimat“ in aller Ruhe gefeiert.

Albrecht Teufel Bild: hn Albrecht Teufel Bild: hn

Der gebürtige Obernauer erlernte nach der Mittleren Reife am Progymnasium Rottenburg den Beruf des Landwirts. Der Bundeswehrzeit in Neuburg/Donau, bei der er den (heute noch) „schnellen Schritt“ gelernt hatte, folgte das Studium an der Fachhochschule Nürtingen. Der graduierte Ingenieur für Landbau war bis zu seiner „regulären“ Versetzung 2007 in den (Un-)Ruhestand als Betriebsleiter für den gesamten landwirtschaftlichen Bereich der Justizvollzugsanstalt Rottenburg, einschließlich der Staatsdomäne Maßhalderbuch auf der Schwäbischen Alb, verantwortlich. Auf seine Initiative hin wurde der Betrieb erfolgreich auf den ökologischen Landbau umgestellt. Insgesamt 35 Jahre lange war er als Kommissionsmitglied bei Meisterprüfungen tätig. Er wurde für seine Verdienste um die staatliche Landwirtschaft im Herbst 2006 von Landwirtschaftsminister Peter Hauck mit der Staatsmedaille in Gold ausgezeichnet. Seinen Posten als landesweiter Öko-Kontrolleur für Bioland-Produkte behielt er bis vor kurzem aber bei. „Einige Jährle“ war er auch Vorsitzender des Fleckviehzuchtverbands Tübingen-Herrenberg.

Der Liebe wegen kam Albrecht Teufel vom Neckar ins Gäu und wurde 1972 „in den Schoß der Weitinger“ aufgenommen, als er seiner Elisabeth „von der Post“ das Ja-Wort gegeben hatte. Mit sechs Kindern und inzwischen neun, zwischen vier Monaten und 13 Jahre alten Enkeln ist die Ehe reich gesegnet.

Die kernige und aufrechte, gradlinige und dynamische Frohnatur erwies sich bald auch als Gewinn für seine Wahlheimat. Er ist aktives Mitglied mehrerer Vereine und hat das Dorfleben entscheidend mitgeprägt. Mit Ideenreichtum und bestem Beispiel ging und geht er dabei stets voran und hatte den Mut, wenn es sein musste, auch mal gegen den Strom zu schwimmen. Kaum ein Jahr nach seiner Hochzeit stieß er als aktiver Sänger zum „Liederkranz“ und hatte sich mit seinem organisatorisches Talent bald für die spätere Vereinsführung empfohlen. Insgesamt 27 Jahre stand er als „Vize“ und als Vorsitzender (19 Jahre) an der Vereinsspitze. Einer der Höhepunkte dabei war sicherlich das 100-jährige Jubiläum mit dem Gauchortag. Teufel war Mitinitiator bei der Gründung des Burschenchors, aus dem heraus dem Männerchor junge Sänger zugeführt werden konnten und aus dem sich auch die „Wild Voices“ entwickelten.

Teufel sang bis zu seiner Operation 29 Jahre in der Chorschola Sankt Martinus, ist Lektor und „Vizemesmer“, aktives Mitglied eines kirchlichen Familienkreises und gehört schon 17 Jahre dem Kirchengemeinderat an. Zehn Jahre war er auch Mitglied des Gemeinderats. Sechs Jahre gestaltete er als Elternbeiratsvorsitzender das Leben der Grund- und Hauptschule mit und war etliche Jahre „Vize“ der Vereinsgemeinschaft.

Ein weiteres „Standbein“ gilt der Heimatpflege und dem Förderkreis „Weitinger Hoamet“, bei dem er über 20 Jahre Kassenprüfer war und dem Ausschuss angehörte. Er hat sich dabei nicht nur als fachkundiger und äußerst humorvoller Führer bei den naturkundlichen Wanderungen erwiesen, sondern hat lange Jahre auch bei den Theateraufführungen und beim „Hoametfescht“ sein schauspielerisches Talent gezeigt. Teufel gehört mit zu den prägenden Programmgestaltern der Weitinger Heimattage.

Daneben sorgte die ehemalige Urnburghexe des Narrenvereins „Bettschoner“ lange Zeit zu den Stimmungskanonen der Kanoniersgruppe, ist außerdem förderndes Mitglied in den Musikvereinen Obernau und Weitingen und war Aufsichtsratsmitglied bei der Raiffeisenbank. Trotz seines außergewöhnlich vielseitigen Engagements gilt Albrecht Teufel als ausgeprägter Familienmensch.

Gefeiert wird im Begegnungshaus: Heute nach dem Ständchen des „Liederkranz“ mit den Vereinen und morgen nach dem Ständchen des Musikvereins mit der Verwandtschaft.

09.03.2012 - 08:30 Uhr

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