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Die Schwarzwaldmarie ohne Bollenhut

Die „Dorfrocker“ haben das Wiesenstetter Publikum mit ihren Liedern verzückt / 1300 Gäste begeistert

Der bayerische Tag beim Wiesenstetter Musikfest war zwar erst am gestrigen 1. Mai, doch schon am Montag kam im Festzelt mächtig Oktoberfeststimmung auf.

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Emil Henger

Wiesenstetten. Der Tanz in den Mai bescherte dem Musikverein ein proppenvolles Festzelt mit rund 1300 Gästen. Fesche Dirndlträgerinnen, Mannsbilder in Lederhosen und natürlich die „Dorfrocker“ aus dem unterfränkischen Kirchaich waren die Zutaten für ein Oktoberfest Marke Wiesenstetten, das es in sich hatte.

Artikelbild: Die „Dorfrocker“ haben das Wiesenstetter Publikum mit ihren Liedern verzückt / 1300 Gäste begeistert

Das Brüder-Trio Philipp, Tobias und Markus Thomann und die drei Musiker im Hintergrund brachten mit ihrer Stimmungsmusik das Zelt zum Kochen, die Fans rückten ihnen bedrohlich nahe. Schon nach wenigen Minuten stiegen sie auf die Bänke, um die Stars auf der Bühne besser im Blickfeld zu haben.

Artikelbild: Die „Dorfrocker“ haben das Wiesenstetter Publikum mit ihren Liedern verzückt / 1300 Gäste begeistert

Kein Wunder bei solch einem Start. Mit dem Song „Mir san mir“ grüßte Sänger Tobias die vielen angereisten unterfränkischen Fans, wobei er seine Herkunft mit dem rollenden „rrrrrr“ nicht verhehlen konnte. Dann legten die Dorfrocker los mit „Bei uns gibt´s remmi demmi die ganze Nacht“, um dann mit ihrem Hit „Und ab geht die Lutzzzi“ einen drauf zu setzen. Es folgen weitere Hits aus den eigenen Alben wie „Vogelbeerbaum“, „Auf der Alm“, „Sie findet Lederhosen sexy“ und der neueste Song „Miss September“, das wollten die laut mitsingenden Fans hören.

Auch die ganz kleinen Fans klatschten bei den Songs der „Dorfrocker“ kräftig mit. Auch die ganz kleinen Fans klatschten bei den Songs der „Dorfrocker“ kräftig mit.

Auch bei einigen wenigen gecoverten Songs von Jürgen Drews oder dem Alpenbarden Hubert von Goisern vereinten sich die Dorfocker und das immer besser aufgelegte Publikum zu einem großen Chor. Und natürlich die ultimative „Schwarzwaldmarie“. Der alte Schmachtfetzen „Liebe kleine Schwarzwaldmarie“ kommt wieder zu neuen Ehren – da fehlten nur noch die Bollenhüte. Bei der Ballade „Vertrau mir“ kamen die Wunderkerzen und Feuerzeuge zum Einsatz.

Aus dem unterfränkischen Steigerwald stammen die Dorfrocker, deren Heimatort Kirchaich hat knapp 1000 Einwohner. Das Dorf dürfte mittlerweile weltbekannt sein, denn die Brüder Markus (33), Tobias (29) und Philipp (24) waren schon in zahlreichen TV-Musikshows zu Gast, tourten im In- und Ausland und spielten auf einigen Open Airs – einmal als Vorband der „Schürzenjäger“ vor immerhin 60 000 Leuten. Ein vierter Platz beim Grand Prix der Volksmusik und eine Tournee mit Florian Silbereisen trugen zur Erfolgsserie bei.

2005 hatten sie ihre ersten eigenen Lieder an eine Plattenfirma versandt – die Erfolgsstory begann. Rund 130 Auftritte und zehn Gastspiele im TV meistern die Dorfrocker im Jahr. Da bleibt für das Privatleben und den Beruf (Songschreiber und Sänger Tobias: „Wir haben alle was g´scheites g´lernt“) wenig Zeit. Trotz ihres Erfolges haben alle Drei einen gestandenen Beruf erlernt.

Markus ist Steuerberater, Philipp Steuerfachgehilfe und Tobias Grundschullehrer. Dass sie dem Publikum was schuldig sind, zeigen sie auf der Bühne mit Krachledernen und bunten Turnschuhen. Die Jungs sind Profis. Beim Wiesenstetter Festpublikum kam der Mix aus Volksmusik und einem Schuss Rock´n Roll bestens an.

02.05.2012 - 08:30 Uhr

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