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10 400 Euro gegen den Hunger

Landwirte aus der Region haben Getreide für bedürftige Menschen in Afrika gespendet

Engagement lohnt sich: Gestern haben sich Landwirte aus Bergfelden, Renfrizhausen und Mühlheim auf der Mühlbachebene an der Halle von Martin Schneckenburger getroffen, um notdürftigen Kindern in Afrika zu helfen. Alle Agrarwirte hatten einen Anhänger voll mit Getreide dabei. Später zog der Convoy dann nach Heiligenzimmern, wo das Getreide gewogen worden ist. 10 400 Euro gehen als Spende nach Afrika.

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Sascha Eggebrecht

Bergfelden. Als Organisator Roland Frommer am Montagabend zum Telefonhörer griff und einige Landwirte angerufen hatte, und sie fragte, ob sie nicht Lust hätten, sich an der Hilfsaktion mit einem Anhänger voll Getreide zu beteiligen, hatte er mit drei, vier Landwirten gerechnet. Doch es kam anders: „Mich haut es fast um“, hat Frommer dann gestern ins Megafon gesprochen, als er die ganzen Traktoren in Reih und Glied gesehen hatte. Dafür waren sich die Landwirte auch nicht zu schade, sich die Nacht um die Ohren zu hauen. „Einige haben bis morgens um 5 Uhr das Getreide eingefahren“, sagte Roland Frommer, der selbst bis Mitternacht auf dem Feld gewesen ist.

Einen Anhänger voll Getreide: Landwirte aus Bergfelden, Renfrizhausen und Mühlheim haben für ... Einen Anhänger voll Getreide: Landwirte aus Bergfelden, Renfrizhausen und Mühlheim haben für Afrika Getreide gespendet. Bild: sag

„Uns geht es darum, den Menschen zu helfen“, sagte Frommer. Auch Waltraud Walz, Vorsitzende des Vereins humedica, betonte, dass es der Organisation auch nur darum ginge, den Menschen zu helfen. „Wir fragen nicht, ob sich das lohnt, wir freuen uns auf jede Unterstützung!“, sagte sie. Gerade wurden 30 000 Tonnen Hilfsgüter nach Somalia geschickt. „Vor allem die medizinische Versorgung ist in Afrika noch sehr schlecht, die muss auf jeden Fall besser werden“, sagte Waltraud Walz. Später setzte sich dann der Traktor-Convoy in Richtung Heiligenzimmern in Bewegung. Ziel: die Mühle Lohrmann. Dort wurde jede Ladung gewogen und in bares Geld umgesetzt. Als dann auch der letzte Anhänger gewogen worden ist, kam eine stattliche Summe zusammen: 10 400 Euro. „Mit diesem Geldbetrag haben wir nie und nimmer gerechnet“, sagte Dieter Grabs, Initiative Pro Mühlbachebene.

Das Geld soll nun so schnell wie möglich an den Verein humedica überwiesen werden. Und Waltraud Walz versicherte den Landwirten auch, dass das Geld auch da ankommt, wo es ankommen soll. „Die Spende wird effektiv eingesetzt, da wir keine Lohnkosten haben“, sagte sie. Denn alle Ärzte seien ehrenamtlich tätig. „Im Herbst sollten wir uns dann nochmal wieder zusammensetzen, um uns einen Vortrag anzuhören, wofür das Geld in Afrika eingesetzt worden ist“, sagte Roland Frommer.

25.08.2011 - 08:30 Uhr

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