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Auch mit Polizeieinsatz nicht mehr zu retten
Eventuell rührte der Bruch des Schwanes von einem Unfall mit einem Auto her. Nun ist er tot.Privatbild
Tierunglück

Auch mit Polizeieinsatz nicht mehr zu retten

Trotz toller Rettungsaktion musste ein Horber Schwanenküken gestern eingeschläfert werden. Ein Fußbruch machte das unumgänglich.

12.08.2017
  • Fabian Schäfer

Zu einem Einsatz der etwas anderen Art wurde Philipp Lörcher von der Horber Polizei am gestrigen Freitagmorgen gerufen: Eine Horberin, die sich laut Aussage der Polizei seit Jahren um Tiere aller Art in der Neckarstadt kümmert, hatte die Beamten informiert, dass ein Jungschwan in der Nähe des Horber Stauwehrs sitze und sich seit zwei Tagen nicht bewege. „Man hat dann auch gesehen, dass nicht nur irgendwas mit dem Flügel, sondern eben auch mit dem Fuß war“, erzählt Lörcher auf Anfrage der SÜDWEST PRESSE.

Die Anwohnerin habe das Tier vorsichtig aus dem Wasser gezogen und auf das Kiesbett gelegt. „Als wir ankamen, war das Tier ganz ruhig, genauso wie die Eltern. Seine Retterin hatte den Schwan in eine Decke gewickelt“, erzählt Lörcher.

Man habe daraufhin Kontakt mit den Dommelsberger Tierschützern aufgenommen, „um das Ganze abzusegnen“, und das verletzte Tier schließlich im Streifenwagen zur Auffangstation gefahren. Auf Nachfrage bestätigt Philipp Lörcher, dass Tierrettungen durchaus zu den Aufgaben der Polizei gehören. „Wir können beispielsweise an die zuständigen Anlaufstellen verweisen oder zum Wohl des Tieres dafür sorgen, dass es in die richtigen Hände gelangt“, erklärt der Beamte. Der Job als Polizist biete eben eine große Bandbreite, sagt Lörcher lächelnd. „Wenn aber natürlich ein großer Unfall mit Verletzten dazwischengekommen wäre, hätten wir abbrechen müssen“, sagt der Polizist.

Wie Tierschützerin Christina Ulrich aus Dommelsberg am gestrigen Nachmittag bestätigte, war die tolle Rettungsaktion leider umsonst: Der Fuß des Schwanes war tatsächlich gebrochen. Nachdem das Tier am gestrigen Freitagnachmittag von einem Tierarzt untersucht wurde, stellte sich heraus, dass es sich um einen offenen Bruch handelte. „Wir mussten das Tier daher leider einschläfern lassen. Es war ganz traurig“, sagt Ulrich, die hörbar betroffen war. Das Bein sei nicht mehr zu retten gewesen. „Und mit einem Bein wäre der Schwan ein leichtes Opfer in der Natur gewesen“, erklärt Ulrich, die sehr dankbar für die Hilfe der Polizei war.

Zwei Schwäne seien schon bei ihr in der Auffangstation gewesen. Einer sei von einem Bahngleis gerettet worden, der andere wurde in einem Vorgarten in der Stadt gefunden. Daher gehe ihr die Geschichte auch besonders nahe. „Wir hatten Hoffnung, dass wir ihn retten können, aber so war es jetzt die beste Entscheidung“, bekräftigt die Tierfreundin.

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12.08.2017, 01:00 Uhr

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