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Bauer: Unis sollen bei der Integration helfen
Wissenschaftsministerin Theresia Bauer (Grüne) sieht die Unis bei der Integration in der Pflicht. Foto: dpa
Ministerium unterstützt mit fünf Millionen Euro

Bauer: Unis sollen bei der Integration helfen

Von wegen Wissenschaft im Elfenbeinturm: Ministerin Bauer schreibt den Hochschulen eine wichtige Rolle bei der Integration von Flüchtlingen zu.

22.02.2016
  • von DPA

Stuttgart. Die Hochschulen im Land sind nach Ansicht von Wissenschaftsministerin Theresia Bauer (Grüne) für die Integration von Flüchtlingen unverzichtbar. "Von der Entwicklung von Sprachtrainings über die Traumaforschung bis hin zu sozial- und religionswissenschaftlichen Fragen können sie ihren Beitrag leisten", sagte Bauer. Die Hochschulen seien motiviert: "Sie bitten mich um Gespräche, gleichen Aufgaben ab und überlegen, welche Voraussetzungen noch geschaffen werden müssen."

Bauers Ministerium gibt im Jahr fünf Millionen Euro für Integration aus. So soll ein eigenes Programm den Mangel an Lehrern für Deutsch als Fremdsprache bekämpfen. "Wir brauchen innerhalb kürzester Zeit mehr Menschen mit dieser Expertise, um den enorm gestiegenen Bedarf an Schulen und bei freien Trägern decken zu können."

Das Land zahlt vor allem den Pädagogischen Hochschulen und den Unis Heidelberg und Mannheim pro Absolvent 1000 Euro für die knapp einsemestrige Ausbildung. Voraussetzung dafür sind Bachelor-Abschluss oder Staatsexamen. Zunächst können 500 Menschen das Angebot nutzen, das Voraussetzung dafür ist, dass das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge ihre Leistungen vergütet.

Um eine Art von Hilfenetzwerk zu schaffen, gibt es Ansprechpartner an jeder Hochschule für Flüchtlingsthemen sowie in jedem Regierungspräsidium eine Stelle, die diesen Kontaktpersonen zuarbeitet. Zudem unterstützt das Land ehrenamtliches Engagement von Studenten für Studenten, etwa mit einem 5000-Euro-Sonderpreis.

Wie 2015 wird es in diesem Semester erneut ein Stipendienprogramm für 50 Flüchtlinge aus den Bürgerkriegsgebieten in Syrien und im Irak geben. Bauer zeigte sich erfreut, dass in der ersten Runde mehr als die Hälfte der Stipendiaten naturwissenschaftlich-mathematische Fächer wählten.

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22.02.2016, 08:30 Uhr

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