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Heinz Hettler und seine „Aero“-Auto-Freunde

Der Nordstetter traf sich mit Mitgliedern der „Aero-Interessengemeinschaft International“ zum Schrauben und Staunen in Dettingen

Nordstetten/Dettingen. Wenn etwa Geologen oder Zahnärzte in ihrer Freizeit an alten Autos herum schrauben, dann muss es sich um ganz besondere Modelle handeln. Heinz Hettler (69), seit zwölf Jahren ein Nordstetter und zuvor in Böblingen fast ein Leben lang Busunternehmer, ist in der „Aero-Interessengemeinschaft International“ zusammen mit 159 weiteren Freunden von Fahrzeugen aus den Vorkriegsjahren, die von der Prager Flugzeugfabrik „Aero“ entwickelt und gebaut wurden. Insgesamt haben die europaweit zusammenarbeitenden Oldtimer-Fans rund 240 Fahrzeuge der verschiedensten Typenklassen, die selbstverständlich alle fahrbereit sind.

11.05.2013

In Dettingen trifft sich Heinz Hettler immer wieder mit seinen Freunden, um aus alten Fahrzeugen in liebevoller Detailarbeit wieder Modelle zu zaubern, die durchweg als Neuwagen durchgehen könnten. Seit 27 Jahren gibt es den Verein und einmal im Jahr treffen sich die „Aero“-Freunde irgendwo zwischen Kiel und dem Bayerischen Wald oder aber auch in Holland, der Schweiz und in Tschechien. „Wir erhalten, pflegen und bewegen Kulturgut“, heißt es in der Präambel des Vereins und ein Blick auf das Vereins-Portfolio unterstreicht dies in eindrucksvoller Art und Weise. So zwischen 10 000 und 15 000 Euro muss ein Kaufinteressent für einen top- und in Originalzustand hergerichteten „Aero“-Fahrzeugtyp hinblättern. Kein Wunder, wenn Heinz Hettler schelmisch anmerkt, „dass wir die armen Schrauber unter den Oldtimerfreunden insgesamt sind“. Doch damit können er und die Seinen gut leben. Produziert wurden die Fahrzeuge zwischen 1929 und 1946 in der Prager Flugzeugfabrik „Aero“, sozusagen als zweites Standbein des Unternehmens, wenn im Flugzeuggeschäft gerade Flaute herrschte. Die verschiedensten „Aero“-Modelle wurden zumeist in kleineren Stückzahlen produziert, wobei erstaunlicherweise im Jahre 1945 immer noch 500 Modelle hergestellt wurden. In den beiden Folgejahren freilich war dann Schluss. Die „Aero“-Fahrzeuge wurden in fünf Typenreihen gebaut. Sie waren mit Ein-, Zwei- und Vierzylinder-Zweitaktmotoren ausgerüstet. Die wassergekühlten Motoren hatten dabei eine Leistung von zehn bis 50 PS und einen Hubraum von einem halben bis zu zwei Litern. Bei ihrem Treffen in Dettingen nahmen „Aero“-Mitglieder unter anderem einen super hergerichteten „Aero 18“ mit 662 Kubikzentimetern und 18 PS kritisch unter die Lupe (der schicke weiße Wagen im Bild rechts). Und auch aus dem „Aero 30“ (links im Bild), wird mit vollem Einsatz und einer großen Portion Leidenschaft wieder ein herrlicher und schnittiger Oldtimer. wib / Bilder: Kuball

Der Nordstetter traf sich mit Mitgliedern der „Aero-Interessengemeinschaft International“ zum

Der Nordstetter traf sich mit Mitgliedern der „Aero-Interessengemeinschaft International“ zum

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11.05.2013, 12:00 Uhr

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