Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen
Der Sportschützenverein Eutingen feierte sein Jubiläum mit einem Festakt am Samstagabend
Die Sportschützeninstitution Kurt Tress beim unterhaltsamen historischen Rückblick auf 100 Jahre.
100 Jahre mit ruhiger Hand bewältigt

Der Sportschützenverein Eutingen feierte sein Jubiläum mit einem Festakt am Samstagabend

Hundert Jahre Schießsport in Eutingen – ein Anlass zum Feiern. Der Sportschützenverein tat dies auf zweierlei Weise: Am Freitag spielt die heimische Band „Gerstensaft-Quintett“ auf dem Festplatz „Brühl“ ein Ständchen und am Samstag blickte man beim Festakt in der Festhalle traditionsbewusst auf eine hundertjährige Erfolgsgeschichte zurück.

23.05.2011
  • Rainer Sattler

Eutingen. Gute 150 geladene Festgäste wohnten dem Festakt bei, bekamen ein angemessenes Maß an Festreden geboten, gestraffte Ehrungsdurchgänge und ein auflockerndes Begleitprogramm.

Erster Hingucker beim Eintritt in die Halle war die sowohl informative als auch plakative Präsentation von hundert Jahren Schützengeschichte in Schrift und Bild. Ronald Wehrstein und sein Team hatten mit Unterstützung von Willi Schaupp tief in verschiedenen Archiven gegraben und teils überraschende Funde entdeckt. Alte Schützenscheiben, Trophäen aus vergangenen Zeiten, vergilbte Festbändel und weitere Schützenrelikte gab es zu sehen, aber auch eine moderne Ausstellung von Schützenausrüstungen und der Sportgeräte der Schützen.

Oberschützenmeister Eberhard Gsell betonte ausdrücklich das gute und harmonische Miteinander in der Vereinsgemeinschaft. Der Jubiläumsabend sei vor allem den Mitgliedern gewidmet, so Gsell, welche über die hundert Jahre den Verein getragen, viele Höhen aber auch Tiefen erlebt und überstanden haben, dazu beitrugen, dass sich der Sportschützenverein stetig weiter entwickeln konnte mit den drei Säulen: Sport, Kameradschaft und Jugendarbeit.

Nach dem Vorsitzenden kam die Stunde seines Vorgängers, der Schützenvereinsinstitution in der Person des Ehrenvorsitzenden Kurt Tress, langjähriger Oberschützenmeister, Chronist, Bauherr, Förderer und Sponsor und das nun schon seit zwanzig Jahren. Anscheinend kam man in Eutingen auch schon früher nicht um die Fasnet rum, wie sonst hätten sich die 17 Gründungsväter ausgerechnet am 1. 11. 1911 an so ein ernsthaftes Projekt wie die Gründung eines Schützenvereins gewagt. Ebenso informativ wie unterhaltsam war der Report von Kurt Tress, gespickt mit allerlei Anekdoten und geschichtlichen Besonderheiten.

Bürgermeister Armin Jöchle konstatierte, dass der Sportschützenverein sich trotz seines biblischen Alters als außerordentlich aktive Truppe in die Gemeinde einbringe. Besonders lobenswert das stete Bemühen, vor allem der Jugend den verantwortungsvollen Umgang mit der Sportwaffe zu vermitteln. Mit der stetigen Anpassung der Schießanlage und der optimierten Wegesitutation im Schützenweg seien beste Voraussetzungen für die Zukunft geschaffen. Jöchle hob auch die sportlichen Erfolge der Schützen hervor, gratulierte zum Aufstieg der Luftgewehrschützen in die Landeliga. Der Schultes sah Parallelen zwischen den Schützen und der Kommunalpolitik: „Es gelingt alles besser, wenn wir es mit ruhiger Hand angehen.“

Der Bezirksoberschützenmeister Heiner Öhme legte Wert auf die Feststellung, dass die Gewehre der Schützen als Sportgeräte anzusehen sind und nicht als Waffe. Öhme lobte die hervorragende Jugendarbeit der Eutinger Sportkameraden und nannte als Beleg die Berufung des Jungschützen Lukas Brobeil in den Landeskader. Kreisoberschützenmeister Karl Heinz Hoffmeister freute sich besonders über das Engagement von Eutinger Funktionären im Kreisverband. Alfred Schweizer, Präsident des Sportkreises Freudenstadt, hatte neben seinen Glückwünschen in Anerkennung der kontinuierlichen Arbeit im Sportschützenverein Gratulationsgaben sowohl des Sportkreises als auch des WLSB im Gepäck und ehrte damit stellvertretend den Oberschützenmeister Eberhard Gsell.

Ein guter Schluss ziert alles: Wolfgang Wagner als Sprecher der Eutinger Vereinsgemeinschaft hob die Mitwirkung der Schützen in der gut funktionierenden Vereinslandschaft trotz unterschiedlicher Zielsetzungen hervor. Das harmonische Miteinander zeitigt Erfolge, so Wagner. „Zählbarer“ Ausdruck des Gemeinschaftsgefühls war die Spende der Vereine.

Dass die Grußworte nicht zum Redenmarathon geriet, dafür sorgte die Prinzengarde der Narrenzunft mit dem getanzten orientalischen Traum sowie die Junggarde der Sweety’s mit ihrer flotten Tanzpartie, ebenso ein erneuter Ausdruck des Zusammenhaltes der Vereine wie die Tatsache, dass die Musikkapelle nicht aufspielte, sondern für die Schützen die Bewirtung der Festgäste übernommen hatte.

Der Sportschützenverein Eutingen feierte sein Jubiläum mit einem Festakt am Samstagabend
Hundert Jahre Verein und eine Fülle von treuen Mitgliedern ergibt dem Anlass angemessen jede Menge Dankesehrungen des Vereins. Zehn Jahre: Horst Akermann, Martina Eisenbrückner, Ralf Knura, Helmut Krespach, Patrick Raible, Martin Scherer, Jürgen Schmid, Wilfried Schneiderhan, Berthold Teufel, Kurt Tress, Alexandra Wehrstein, Andreas Woppert. 30 Jahre: Harald Beyerle, Ulrich Brobeil, Rosemarie Dekreon, Daniela Fischer, Eberhard Gsell, Rolf Klink, Alexander Kramer, Brunhilde Krespach, Franz Nesch, Lothar Platz, Jürgen Sedelmaier, Manfred Singer, Gerhard Wehrstein, Ronald Wehrstein, Adi Wettach, Herbert Woppert, Richard Zweig. 40 Jahre: Karl Kläger, Paul Kreidler, August Odermatt, Adolf Platz, Heribert Platz, Wilhelm Platz, Siegfried Raaf, Georg Raible, Bernhard Scherer, Klaus Schmollinger, Norbert Teufel. 50 Jahre: Stefan Krespach, Siegfried Sedelmaier, Manfred Vogt, Otmar Wehrstein, Franz Widmaier. 60 Jahre: Josef Brobeil und Rudolf Gsell, nach Lebensjahren und Vereinsjahren der absolute Senior bei den Schützen. Das Bild zeigt die Geehrten mit (Zweiter von links) Oberschützenmeister Eberhard Gsell. Bilder: rs

Der Sportschützenverein Eutingen feierte sein Jubiläum mit einem Festakt am Samstagabend
Verbandsehrungen gab es anlässlich der Hundertjahrfeier der Eutinger Sportschützen: Bezirksehrenzeichen in Silber für: Nadine Hörmann, Desireé Bühler, Lara Krauss, Pascal Beyer, in Gold für Matthias Rüth und Thomas Tronsberg, die Ehrennadel in Silber für Ulrich Brobeil. Das Verbandsehrenzeichen des WSV in Silber Ronald Wehrstein, in Gold für Rudolf Gsell, in Bronze für Josef Brobeil und Eberhard Gsell. Das Bild zeigt die Geehrten mit (von links) Sportkreispräsident Alfred Schweizer und Bürgermeister Armin Jöchle sowie (rechts) Kreisoberschützenmeister Karl Heinz Hoffmeister und Bezirksoberschützenmeister Heiner Öhme.

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln.

23.05.2011, 12:00 Uhr

Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag zu erstellen.
Anmelden
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar zu verfassen.
Anmelden
Video-News: Aus Land und Welt
Heute meistgelesenNeueste Artikel
Wirtschaft im Profil


In der aktuellen Ausgabe des Business-Magazins Wirtschaft im Profil : Kultur als regionaler Wirtschaftsfaktor
Bildergalerien
Videos
Single des Tages
date-click
Video-News: Fußball