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Kein alltägliches Jubiläum

Der TSV Freudenstadt feierte am Dienstag sein 150-jähriges Bestehen

Am 22. Mai 1862 wurde der TSV Freudenstadt von 20 jungen Männern und dem damaligen Realschullehrer Munz gegründet. Am Dienstag wurde dieses Jubiläum mit einem kurzweiligen Festakt im Kienbergsaal gefeiert. Mitglieder, Ehrengäste, Gratulanten und Grußwortredner waren dabei.

24.05.2012
  • von MONIKA SCHWARZ

Freudenstadt. Aus den 20 Gründungsmitgliedern hat sich inzwischen der mitgliederstärkste Verein in Freudenstadt entwickelt. Mehr als 1500 sportbegeisterte Menschen haben dort ihre sportliche Heimat gefunden.

Der Vorsitzende Harald Türk nutzte die Gelegenheit, noch einmal an die Vereinsgründung und die damalige Zeit zu erinnern. Im Internet- und Facebookzeitalter stelle er sich schon manchmal die Frage, wie der Verein damals alles organisiert habe, so Türk. „Ich denke aber, sie haben sich einfach getroffen und geredet.“

Oberbürgermeister Julian Osswald hob bei seinem Grußwort die Bedeutung der rund 90 000 Sportvereine im Land hervor. Er lobte die sozialverträglichen Mitgliedsbeiträge, die auch weniger gut betuchten Sportlern die Möglichkeit eröffneten, aktiv dabei zu sein. Der TSV bewege die Stadt seit 150 Jahren sowohl sportlich als auch im gesellschaftlichen Bereich.

Sport selbst wirke sich erwiesenermaßen nicht nur positiv auf die Gesundheitsentwicklung aus. Ebenso auf die ganze Persönlichkeitsentwicklung und die Ausbildung sozialer Fähigkeiten. Er fördere darüber hinaus die Ausdauer, Konzentrationsfähigkeit, den Teamgeist, die Fairness und Nationen-übergreifende Freundschaften. Mit einem Scheck über 1500 Euro bedankte sich der OB beim Verein für das gezeigte Engagement.

Eine 150-jährige Vereinsgeschichte sei auch im Kreis Freudenstadt kein alltägliches Ereignis, sagte Landrat Dr. Klaus Michael Rückert. Jeden Monat, jede Woche und jeden Tag würden positive Impulse von diesem Verein gesetzt. Rückert erwähnte, dass der Kreistag sein Zukunftsprogramm 2025 beschlossen hat. „Aber all das wäre nur Stückwerk wenn wir nicht Bürger wie sie hätten, die sich einbringen.“ Nicht nur um Sport zu treiben, sondern auch um Bürgerstolz auf dem Lande zu demonstrieren, habe man seinerzeit Sport- und Turnvereine gegründet, sagte der Präsident des Württembergischen Landessportbundes, Klaus Tappeser. Bei vielen Vereinen gehörten deshalb – und dies nicht etwa aus Deutschtümelei – die Farben schwarz, rot, gold dazu. Eine große Herausforderung der Vereine sieht Tappeser in der Zusammenarbeit mit den Schulen. „Wenn es den Sportvereinen nicht gelingt, den Einstieg in den Lebensraum Schule zu finden und den Paradigmenwechsel von der Halbtages- zur Ganztagesschule zu gestalten, haben wir verloren.“ Wichtig sei auch, sich um die Migranten – immerhin zwölf Prozent in Baden-Württemberg – zu kümmern. Auch als Sportverein könne man auf dieses Potenzial nicht dauerhaft verzichten. Doch man benötige „qualitätsvolle Angebote“. Christian Keipert vom Schwäbischen Turnerbund lobte nicht nur den TSV, sondern gleichermaßen die „bezaubernde“ Stadt Freudenstadt. Dieser eigne sich durchaus auch mal für eine größere Veranstaltung im sportlichen Bereich. Der Sport für sich genommen basiere auf dem Solidaritätsprinzip, und ohne die finanzielle Unterstützung der öffentlichen Hand wäre vieles nur sehr schwer zu stemmen. Immerhin 28 Millionen Mitglieder engagierten sich heute in rund 91 000 Turn- und Sportvereinen. Mit einem Friedrich-Ludwig Jahn-Schild bedankte sich Keipert beim Vorsitzenden für das Vereins- Engagement. Sportkreispräsident Alfred Schweizer überreichte Türk als Anerkennung und Würdigung für die Verdienste im Sport außer der Jubiläumsurkunde und einem Scheck auch den Sportkreis-Wimpel. Für die musikalische Umrahmung des Festakts sorgte die Big Band des Keplergymnasiums. Beate Thordsen-Fischer und Hartmut John bewiesen, dass ihre Talente nicht nur im sportlichen Bereich liegen. Als verkleidete „Moderatoren“ führten sie durchs Programm.

Der TSV Freudenstadt feierte am Dienstag sein 150-jähriges Bestehen
TSV-Vorsitzender Harald Türk (links außen) mit den neu ernannten Ehrenmitgliedern Walter Fischer, Werner Klumpp und Kurt Fischer.

Der TSV Freudenstadt feierte am Dienstag sein 150-jähriges Bestehen

Gemeinsam mit dem WLSB- Präsidenten Klaus Tappeser ehrte Sportkreispräsident Alfred Schweizer folgende TSV-Mitglieder:
Den bronzenen Ehrungspin der Württembergischen Sportjugend im WLSB erhielten: Michael Hamm und Monika Rack. Silber gab es für Michaela Armbruster, Attila Harasko und Alexander Heinrich. Den goldenen WSJ-Ehrungspin erhielt Helmut Mast. Die bronzene WLSB-Ehrungsnadel bekamen Klaudia Giannakidis, Matthias Haug und Tanja Kaupp. Silber gab es für Ursula Mast, Edeltraud Pölling, Ursula Schertlin, Beate Thordsen-Fischer, Thomas Trautmann, Uwe Wörner und Tilo Zinser.
Die goldene Ehrungsnadel des WLSB erhielt Kurt Fischer.
Zu neuen Ehrenmitgliedern im Verein wurden Dieter Ziegler, Kurt Fischer, Walter Fischer, Werner Klumpp und Ulrich Schertlin ernannt.

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24.05.2012, 12:00 Uhr

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