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Dialog über Glaube und Gesellschaft
Manfred Lucha (Grüne) lädt zum interreligiösen Dialog ein. Foto: dpa
Treffen

Dialog über Glaube und Gesellschaft

Das Land lädt die großen Religionsgruppen zu einem Gespräch ein. Das Format ersetzt den „Runden Tisch Islam“.

04.04.2017
  • FABIAN ZIEHE

Stuttgart. Neue Koalition, neues Format: Am 24. Mai wird in Stuttgart zum ersten Mal der „Runde Tisch der Religionen“ zusammenkommen. Das bestätigte das Sozialministerium gegenüber der SÜDWEST PRESSE. Die Gesprächsrunde, zu dem Minister Manne Lucha (Grüne) einlädt, ist eine Weiterentwicklung des Arbeitskreises „Runder Tisch Islam“, zu dem seit November 2011 die frühere Integrationsministerin Bilkay Öney (SPD) eingeladen hatte. Dessen neunte und letzte Sitzung fand im Januar 2016 noch vor der Landtagswahl statt.

Lucha, der nach der Auflösung des Integrationsministeriums unter Grün-Schwarz das Aufgabenfeld betreut, hatte Anfang Oktober ein Folge-Format angekündigt. Schließlich werde die „Gesellschaft als Ganzes profitieren, wenn die Religionen in einen lebendigen Austausch treten“. Ziel sei, ein Forum zu schaffen für alle im Land vertretenen Religionen.

Der neue Runde Tisch soll einmal pro Jahr tagen und Themen wie staatliche Neutralität, Toleranz oder interreligiöser Dialog diskutieren. Themen könnten auch der Wertediskurs, die Wohlfahrtspflege und die Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen sein. Bei der konstituierenden Sitzung in Stuttgart soll es zunächst um die Themen und die Zielsetzung des neuen Gremiums gehen.

„Mit dem Runden Tisch der Religionen wollen wir unser gutes Verhältnis mit den Kirchen, Religionsgemeinschaften und Glaubensgemeinschaften weiter vertiefen“, sagt Lucha. Eingeladen sind neben den Landeskirchen und den Israelitischen Religionsgemeinschaften alle islamischen Glaubensgemeinschaften, die schon beim Runden Tisch Islam dabei waren. Auch die beiden Landesverbände von Ditib (Islamische Union der Anstalt für Religion) sind eingeladen. Gegen den Verband ermittelt derzeit die Bundesanwaltschaft, da einzelne Imame Anhänger der Gülen-Bewegung an den türkischen Staat gemeldet haben sollen.

Anders als beim Runden Tisch Islam werden nur noch wenige Islamwissenschaftler vertreten sein. Der Kreis solle nicht zu groß werden, sagte ein Ministeriumssprecher. Denn auch Jesiden, Buddhisten, Hindus, Sikhs und Bahai sind eingeladen. Generell seien Gemeinschaften willkommen, die landesweit organisiert sind. Auch säkulare Vertreter und Religionswissenschaftler sind eingeladen. Fabian Ziehe

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04.04.2017, 06:00 Uhr

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