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Forschungsteam muss noch viel Material auswerten

Die „Geisterjagd“ im Hotel Waldlust endete in „Totenstille“

„Totenstill“, „unheimlich still“ sogar – die Geisterjäger des Team TPF Baden, die am vergangenen Samstag/Sonntag dem alten Hotel Waldlust in Freudenstadt auflauerten, registrierten eher Friedhofsruhe denn rege Spukaktivitäten. Obwohl die 15 praxiserprobten Erforscher des Paranormalen mit viel technischen Requisiten die „Waldlust“-Gänge, -Flure, -Treppen und Saalfluchten ausstaffierten, fündig sind sie dabei nicht geworden. Bis jetzt noch nicht, wohlgemerkt.

18.05.2011
  • von Siegfried Schmidt

Freudenstadt. Denn das vielstündige Filmmaterial, das die Video- und Infrarotkameras nächtens aufgezeichnet haben, die elektromagnetischen Messungen, die zahllosen Digitalaufnahmen müssen ja erst noch zuhause ausgewertet werden. Vielleicht werden ja dann irgendwelche Spuren einer ominösen „weißen Frau“ sichtbar. Oder werden dann gar die molekular-kinetischen Ausblühungen eines Mordfalls vergangener Zeiten, wie das SWR-Fernsehteam nur allzu gern gemutmaßt hätte, materiell nachweisbar.

Weder für das eine noch für das andere gibt es Belege oder auch nur einen überlieferten Legendenschatz. Für die „Landesschau“-Reporter war das Thema allerdings eine hübsche, flott inszenierte und mit Spannungsmusik Gruselgefühle wachrufende Filmreportage wert. Am Montag Abend war sie im SWR zu sehen. Wie die „Waldlust“ dabei in ein magisches Halbdunkel getaucht war, wie das per Kameraauge eingefangene Inventar-Stillleben dem Hotel-Denkmal eine Reverenz erwies, das hat dem Denkmalverein ziemlich gut gefallen. Aber es ist ja bekannt, dass das alte Grandhotel fotomotivisch eine wahre Fundgrube darstellt.

Auf den Fotos oben wird gezeigt, wie – links außen – zwei TPF-Teamfrauen eine Kamera in Position bringen. Oben rechts kann auf einem Monitor mit Vier-Felder-Screen das Geschehen im Hause verfolgt werden. In der Mitte oben platziert Manuela Mikic gerade eine ganz besonders originelle Versuchsanordnung: Sie legt Gegenstände mit Bezug zur Blütezeit des Hotels in den 20-er-Jahren des 20. Jahrhunderts aus: Dollarnoten, eine Zigarre mit Streichhölzern sowie ein Branntweinfläschchen nebst eines Schnapgläschens. Eine doch recht eigenwillige Auswahl. Diese Gegenstände wurden feingestrichelt umrandet und mit zwei Kameralinsen angepeilt. Wenn eins der Lock-Sachen auch nur leicht bewegt worden sein sollte, es wäre TPF nicht verborgen geblieben. Auf den Beweis paranormaler Vorkommnisse hat die Gesellschaft zur Untersuchung von Parawissenschaften übrigens eine Million Dollar ausgesetzt. Ein Vertreter dieser „Skeptiker“-Vereinigung, der Diplom-Ingenieur Bernd Cunow aus Göttingen, war eigens zur Waldlust-Geisterjagd mit angereist. Um mitzuverfolgen, wie die Para-Forscher vorgehen, was sie alles anstellen, um Geisterscheinungen auf die Spur zu kommen. Die „Jäger“ und der „Jagd“beobachter halten übrigens respektvolle Stücke aufeinander. Bernd Cunow über die TPF-Aktivisten: „Die haben bis jetzt ja keine Behauptung aufgestellt, dass es Geister überhaupt gibt!“

Die „Geisterjagd“ im Hotel Waldlust endete in „Totenstille“

Die „Geisterjagd“ im Hotel Waldlust endete in „Totenstille“

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18.05.2011, 12:00 Uhr

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