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In der (Gast-) Freundschaft geschwelgt

Eine 60-köpfige Freudenstädter Partnerschaftsdelegation genoss drei Tage in Courbevoie

Ein Festprogramm, wie es vielseitiger kaum hätte sein können, viele herzliche Begegnungen, wunderbare visuelle und musikalische Eindrücke, und nicht zuletzt die herausragende französische Küche haben bei der 60-köpfigen Freudenstädter Partnerschaftsdelegation in Courbevoie am Wochenende für Begeisterung gesorgt.

13.09.2011
  • Monika Schwarz

Courbevoie. Drei Tage lang genossen die Stadträte, Stadtverwaltungs- und Vereinsvertreter sowie die Mitglieder der Stadtkapelle die französische Gastfreundschaft in vollen Zügen. Die bei den Jubiläumsfeierlichkeiten in Freudenstadt vor wenigen Monaten von Bürgermeister Jaques Kossowskui geäußerten Befürchtungen, bei der Programmgestaltung des Gegenbesuches in Courbevoie nicht mithalten zu können, haben sich als völlig unbegründet erwiesen. Nicht nur Oberbürgermeister Julian Osswald und Bürgermeister Gerhard Link, sondern die ganze bunt gemischte Besuchsdelegation war am Ende der Reise voll des Lobes über das, was in Courbevoie und Paris geboten worden war.

Nach einer mehr oder weniger langen Fahrt im Bus oder Zug am Freitag trafen die beiden getrennt angereisten Reisegruppen so rechtzeitig im Hotel ein, dass die Zeit noch gut für einen ersten Bummel oder ein kühles Bier im benachbarten Bistro reichte – bei herrlichsten Temperaturen und Sonnenschein, der sich erst am letzten Nachmittag kurz vor der Rückreise in Regen verwandelte. Gestärkt und ausgeruht führte der Weg anschließend noch einmal kurz ins Hotel, um sich für den anschließenden Empfang im Rathaus umzukleiden.

Dort fiel die Begrüßung durch Bürgermeister Jaques Kossowski und die französische Delegation aufgrund der teilweise seit vielen Jahren bestehenden Freundschaften ausgesprochen herzlich aus. Viele freudige Umarmungen zeugten von der innigen Verbindung derjenigen, die sich seit vielen Jahren kennen und mögen. Kossowski erinnerte bei dieser Gelegenheit noch einmal an den Besuch in Freudenstadt Ende Mai, den er persönlich in sehr guter Erinnerung habe: „Sie haben die Latte sehr hoch gehängt“.

OB Julian Osswald bedankte sich insbesondere für die Plakatierung und die Beflaggung in der ganzen Stadt, die die deutsche Reisedelegation weithin sichtbar willkommen geheißen und während des Aufenthalts begleitet hat. Nach dem gemeinsamen Champagnerumtrunk ging es anschließend erst einmal zur Fuß zur benachbarten Saint-Pierre-Saint-Paul-Kirche, um die dortige neue Orgel mit einem phänomenalen Konzert einzuweihen. Das rund 700 000 Euro teure Instrument stellte den Orgelbauer Bertrand Cattiaux unter anderem aufgrund der architektonischen Form des Domes vor gewisse Herausforderungen. 38 Register, verteilt auf drei Manuale mit je 58 Tasten und einer vollständig mechanischen Pedalklaviatur mit 32 Tasten zählt die Orgel, die zu großen Teilen (68,5 Prozent) von der Gemeinde Courbevoie finanziert wurde. Mit der Organistin Joanna Kaja von der Saint-Pierre-Saint-Paul-Kirche und insbesondere dem weltberühmten Organisten Olivier Latry von der Kathedrale Notre-Dame-de-Paris hatte man zwei herausragende Musiker für das Einweihungskonzert gewinnen können. Werke von Bach, Mozart, Schumann oder Gaston Litaize, Jean Langlais und Jehan Alain sowie eine umfassende Einführung in die Funktionsweise eines so komplexen Instruments lockten auch hunderte von französischen Besuchern zum Konzert – einige davon mussten aus Platzgründen vor der Kirchenpforte den wunderbaren Klängen lauschen. Entspannt ging es danach zurück ins Rathaus, wo ein schmackhaftes ländliches Buffet, verschiedene Weine und Champagner für das leibliche Wohl an den deutsch-französisch gemischten Tischen sorgten und den Abend gemütlich ausklingen ließen.

Der Besuch des Außenministeriums, bei dem ausnahmsweise sogar das Büro des Ministers besichtigt werden konnte, setzte am nächsten Morgen einen weiteren Höhepunkt. Gut zwei Stunden lang genoss es die Freudenstädter Delegation sichtlich, durch die prunkvollen Räumlichkeiten, die herrlichen Sitzungs- und Speisesäle zu wandern und sich dabei vorzustellen, wer hier schon alles sein „Stell-Dich-ein“ gegeben hat. Herrliche Ausblicke auf Paris und wunderbare Parkanlagen hinter dem Gebäude sorgten zudem für große Begeisterung bei den Gästen.

Gegessen wurde anschließend mitten auf der Champs-Elysées im stilvoll mit vielen witzigen Details – etwa Löffel an den Lampen oder Pfannen als künstlerischer Blickfang an der Wand – ausgestatteten Restaurant „Chez Clément“. Wer bleiben wollte und nicht zu müde war, konnte sich direkt von dort aus auf einen Bummel quer durch das Herz der französischen Metropole aufmachen, ein ganzer Teil der Gruppe zog es aber vor, nach den vorausgegangenen Anstrengungen zurückzufahren und in Courbevoie das beindruckende Hochhausviertel „La Défense“ zu besichtigen oder zu ruhen – schließlich stand ein langer Abend bevor.

Mit New-Orleans-Jazz und einem Champagner-Aperitif – ein fast schon alltägliches Getränk in diesen Tagen – wurde am Abend das Programm mit einer Kreuzfahrt fortgesetzt. Nicht nur der Eiffelturm im glänzenden Farbenspiel, sondern die Kathedrale Notre-Dame, die Bastille, der Louvre, Place de la Concorde und Staatsbibliothek waren beeindruckende Stationen, die während der mehrstündigen Schiffsfahrt passiert wurden und für unvergessliche, auch sehr berührende Momente und allerbeste Stimmung sorgten. Ein erlesenes Menü mit Entenleberpastete, geschmortem Kalbssfilet und erlesenen Weinen sorgte unter Deck am späten Abend auch für kulinarische Höhepunkte, bevor sich die Gruppe deutlich nach Mitternacht schließlich ins Hotel zurückkehrte, um abschließend am Sonntag die offiziellen Feierlichkeiten zu begehen.

Eine 60-köpfige Freudenstädter Partnerschaftsdelegation genoss drei Tage in Courbevoie
Die gesamte Reisegruppe im Außenministerium (vorne von links): Natascha Foucoult (Lebensgefährtin von Bürgermeister Jacques Kossowski, neben ihr), Kristina und Julian Osswald sowie Bürgermeister Gerhard Link.Bilder: mos

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13.09.2011, 12:00 Uhr

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