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Chamilo/Skopje

Flüchtlinge fliehen vor Elend in Griechenland

Die Lage in Griechenland verschlechtert sich zunehmend. Verzweifelte Lagerbewohner aus Idomeni marschieren zu Fuß Richtung Mazedonien.

15.03.2016
  • von DPA

Chamilo/Skopje. Angesichts der dramatischen Situation für Flüchtlinge in Nordgriechenland suchen immer mehr Menschen lebensgefährliche Schleichwege nach Mazedonien. Am Montag brachen hunderte Menschen vom Flüchtlingslager Idomeni an der mazedonischen Grenze auf. Sie durchquerten einen reißenden Fluss, während auf der anderen Seite die griechische Bereitschaftspolizei aufzog. Die Flüchtlinge stammen vorwiegend aus Syrien, dem Irak und Afghanistan.

Bei der Querung des Flusses halfen junge Männer schwächeren Flüchtlingen wie Frauen und Kindern durch die Strömung. Die griechische Bereitschaftspolizisten teilten den Menschen mit, ihr Vorhaben sei sinnlos: Auf mazedonischer Seite wurden die Flüchtlinge bereits erwartet. Am Montag stoppte die mazedonische Armee hunderte Flüchtlinge nahe der Stadt Gevgelija, die die Grenze unerlaubt überquert hatten. Sie wurden zurück nach Griechenland gebracht.

Nach neuem Dauerregen ist das Camp in Idomeni verschlammt. Zahlreiche Menschen, darunter viele Kinder, leiden unter Atemwegserkrankungen. Die Behörden riefen die Migranten abermals auf, das Camp zu verlassen und in andere, organisierte Lager im Landesinneren zu gehen. Bislang sollen nach Schätzungen griechischer Medien mehr als tausend Menschen Idomeni verlassen haben. Mehr als 10 000 Migranten harren dort weiter aus, um doch noch nach Österreich und vor allem nach Deutschland weiterzureisen.

Der Zustrom über die Ägäis ist weiter enorm: Am Wochenende setzten nach vorläufigen Behördenangaben fast 4000 Migranten von der Türkei nach Griechenland über. Insgesamt sollen sich fast 50 000 Migranten im Land befinden.

Beim geplanten EU-Flüchtlingspakt mit der Türkei in Brüssel wird nach teils harscher Kritik aus den Mitgliedstaaten nachgebessert. Mehrere Punkte würden bis zum Gipfel der EU-Staats- und Regierungschefs an diesem Donnerstag und Freitag geändert oder präzisiert, hieß es aus Brüssel. Dabei gehe es etwa um die geplante Umsiedelung von syrischen Flüchtlingen aus der Türkei in die EU.

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15.03.2016, 08:30 Uhr
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