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Günther Voß war einer der wichtigsten Männer bei Brueninghaus – morgen wird er 90
Wegbereiter der Industrie

Günther Voß war einer der wichtigsten Männer bei Brueninghaus – morgen wird er 90

Die Horber Niederlassung von Bosch Rexroth nennen vor allem die Horber im gesetzten Alter aufwärts heute noch das „Brueninghaus“ – angesiedelt 1957. Günther Voß, für die Firma ein Wegbereiter und langjähriger leitender Mitarbeiter, feiert morgen seinen 90. Geburtstag.

23.01.2016
  • von Gabriele Weber

Nordstetten. Er knüpfte Mitte der 1950er Jahre in Horb die Kontakte für die nordrheinwestfälische Firma für Axialkolbenmaschinen und führte die Gespräche wie mit Bürgermeister Karl Haegele. „Haegele hat für Horb Arbeitsplätze gesucht“, erklärt er. Und die Geschäftsführung überlegte wegen Fachpersonal eine erste Ansiedlung im Süddeutschen – dann in der Kernstadt.

Ab 1955 wohnte der vom Stammwerk in Werdohl Angereiste ein ganzes Jahr im Hotel „Raible“ am Neckar; heute Nebengebäude der Volksbank in der Schillerstraße. Dort lernte Voß Land und Leute und den Horber Schlag auch am Stammtisch der Honoratioren der Stadt kennen. „Man hat dort auch zusammen gekegelt.“ Gekommen war der gelernte Industriekaufmann eigentlich, um dann wieder zu gehen. „Ich wollte eigentlich nur kurz hierbleiben, um den Aufbau für die Produktion zu leiten – bis alles am Laufen ist. Aber es ist anders gekommen und ich habe mich hier eingelebt.“ Nach Vertragsabschlüssen 1956, wurde im Januar 1957 mit dem Bau begonnen und im Dezember 1957 mit zirka 80 Arbeitern in die Serienproduktion gegangen. Voß war der Leiter der allgemeinen Verwaltung, Personalchef und einer der Prokuristen der Horber Firma – bis zu seinem Ruhestand vor 25 Jahren. 1976 wurde „Brueninghaus Hydraulik GmbH“ von der „Mannesmann AG“ übernommen. Und seit 2001 heißt Brueninghaus „Bosch Rexroth“.

1958 zogen Gattin Gisela und die zwei Kinder nach; der dritte Sohn wurde dann hier im Schwäbischen geboren. Den Herzug habe er „nie bereut. Die Arbeit war interessant, hat mich erfüllt. Die Kinder fühlten sich hier auch gleich wohl“. Der Dialekt – „die Verständigung war sehr sehr schwierig“, sagt der in Schriftsprache Redende im Rückblick lächelnd.

Die Familie zog damals in eine Wohnung der Horber Baugesellschaft in der Hafnerstraße. Gut leben ist auch seit 1979 im schön gelegenen Neubau mit – dem ihn heute noch gerne beschäftigenden – Garten im Nordstetter Neubaugebiet. Vor fünf Jahren musste die Familie den Tod der Gattin und Mutter hinnehmen.

Günther Voß wurde bei einstigen Auszeichnungen als „Vorbild für die Allgemeinheit“ genannt. Er war ehrenamtlicher Arbeitsrichter, Lehrabschlussprüfer und wirkte auch in verschiedenen Gremien wie von IHK, AOK, Baugesellschaft, Arbeitsamt und Verband der Metallindustrie. Die höchsten Ehrungen für sein Ehrenamt sind die Ehrennadel des Landes sowie der IHK in Silber und der AOK in Gold.

Stand der Dinge heute: Günther Voß schätzt seine Rüstigkeit. Das Autofahren hat er aufgegeben. Darüber ist auch Sohn Jürgen froh: „Er hat eine gute Gesundheit, kann sich nicht beklagen. Wir hoffen, dass es so weitergeht.“ Und Voß ergänzt: „Für mich ist das Arbeitsleben zu Ende. Habe gerne gearbeitet und es hat mir gefallen. Bin zufrieden und fühle mich wohl. Ich habe ein erfülltes Leben und in meinem Leben viel Glück gehabt. Wenn es noch ein paar Jährchen so weitergeht.“ Geselligkeit pflegt er mit den Herren vom monatlichen kleinen Stammtisch ehemaliger Mitarbeiter in leitenden Positionen – Weggefährten. „Ich bin der Älteste. Bin hier unten zuhause. Habe meine Kontakte. Es kennen mich viele Horber.“

Über die heutige Arbeitswelt sagt die Führungspersönlichkeit: „Es war früher auch ein hartes Arbeiten. Aber mit weniger Hektik.“

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23.01.2016, 01:00 Uhr

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