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Kommentar zum Ausgang der Horber OB-Wahl

Guter Vertrauensvorschuss, und doch ein Schuss vor den Bug

Das Ergebnis der gestrigen OB-Wahl entspricht in etwa dem, was man im Vorfeld hatte erwarten können. Verwaltungs-Fachwissen zählt eben doch beim Wähler, das haben die 71,03 Prozent derer, die Peter Rosenberger ihre Stimme gegeben haben, untermauert. Jetzt hat der 45-jährige Amtsinhaber acht Jahre Zeit, zusammen mit dem am 1. August ebenfalls seinen Dienst antretenden Ralph Zimmermann, seinem Verwaltungs-Team und dem Gemeinderat die Stadt weiter voran zu bringen.

16.07.2017
  • Gerd Braun

Andererseits: Fast 30 Prozent an Wählern, die dem alten und neuen OB ihre Stimme verweigert haben, sind für den Verwaltungsfachwirt auch ein deutlicher Schuss vor den Bug. Peter Rosenbergers Mannheim-Rendezvous vor zwei Jahren haben ihm bis auf den gestrigen Tag zahlreiche Horber übel genommen. Mit dem Ausgang dieser Wahl sollte nun aber damit auch Schluss sein, sollte sich der Blick nach vorn richten.

Am wenigsten Zustimmung erhielt Peter Rosenberger in Rexingen. Dort wählten ihn „nur“ 61,94 Prozent. Hierfür dürfte das Thema Windkraft im Alten Hau den Ausschlag gegeben haben.

Insgesamt hat Peter Rosenberger – auch zusammen mit Jan Zeitler – vieles gut gemacht. Er hat in den acht Jahren im Amt vieles auf den Weg gebracht und einige Erfolge verbucht. Als Beispiele könnte man die Entwicklung des Kasernenareals anführen oder die Stärkung des DHBW-Standortes neben dem Feuerwehrhaus. Aktuell ist die Hochbrücke ihrer Realisierung einen weiteren Schritt näher gekommen.

Vieles aber ist ihm auch nicht so gelungen, wie es sich die Horber gewünscht hätten. Nach wie vor schauen viele Horber mit großer Skepsis auf das im Bau befindliche Einkaufszentrum und dessen Erfolgsaussichten. Bei der ärztlichen Versorgung sind längst noch nicht alle Hausaufgaben erledigt. Das Thema Verkehr ist bekanntlich ein Dauerbrenner, und in den Horber Stadtteilen liegen auch einige Listen an zu lösenden Herausforderungen.

Horb befindet sich, mit Abstichen in einigen Bereichen, dennoch auf einem guten Weg. Dass Peter Rosenberger nun angestoßene Projekte seiner ersten Amtszeit mit dem Rückhalt einer Mehrheit von über 70 Prozent weiter entwickeln und verwirklichen kann, ist ein guter Vorschuss. Die Bürger und ihre gewählten politischen Vertreter sollten ihn diesen Rückhalt auch spüren lassen.

Zusammenarbeiten ist hier ein Gebot. Natürlich ist auch weiterhin eine kritische Auseinandersetzung angebracht; aber ein reines Dagegen steht vielen möglichen Erfolgen auch quer im Weg.

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16.07.2017, 22:00 Uhr

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