Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen
Hilfsorganisationen präsentierten sich bei einer gemeinsamen Schauübung auf dem Marktplatz
In nur wenigen Minuten steht das Rettungszelt. Das DRK demonstrierte den Schnellaufbau. Bilder: mos
Rettung in schwindelnder Höhe

Hilfsorganisationen präsentierten sich bei einer gemeinsamen Schauübung auf dem Marktplatz

Männer in Tauchanzügen, Hunde auf Parcours, die sie ungeübt nie betreten würden, ein in Windeseile aufgebautes Rettungszelt oder auch Menschen, die sich furchtlos vom Rathausturm abseilen lassen – all dies waren Eindrücke der Schaudemonstration örtlicher Hilfsorganisationen auf dem Marktplatz.

28.07.2015
  • von Monika Schwarz

Freudenstadt. Die Schauübung am Sonntag setzte dann auch den offiziellen Schlusspunkt unter die ersten Freudenstädter Notfalltage (wir berichteten gestern), die von den Organisatoren der Gebrüder-Gründler-Stiftung und von Teilnehmern als Erfolg gewertet wurden. Sowohl die Resonanz als auch die Rückmeldungen hätten gezeigt, dass es richtig gewesen sei, das Thema Zusammenarbeit beim Rettungswesen in den Fokus der Notfalltage zu stellen. Auch die Tatsache, dass viele lokale Referenten auf die Gegebenheiten vor Ort eingegangen seien, habe sich bewährt, so das Fazit Dr. Christoph Gründler. Er und sein Bruder Markus samt Stiftungsteam wollen nun abwarten, bis sämtliche Fragebögen zur Veranstaltung ausgewertet sind und auf Grundlage dessen dann überlegen, wie das jetzt umgesetzte Konzept vielleicht weiterentwickelt und daran angeknüpft werden kann.

Eine Fortsetzung dieser Notfalltage ist also durchaus möglich und wahrscheinlich – „allerdings sicher nicht gleich im nächsten Jahr“, sagt Gründler schmunzelnd mit Blick zurück auf ein Wochenende, das aufgrund der Programmfülle und des Aufwands alles andere als unanstrengend gewesen ist.

Etwa 500 Teilnehmer haben aber gezeigt, dass es richtig war, diese Notfalltage durchzuführen. Richteten sich diese eher an ein bestimmtes Zielpublikum, so war es am Sonntag die breite Öffentlichkeit vom Kleinkind bis zur Großmutter, die sich für die Schauübung interessierte.

Sämtliche Hilfsorganisationen im Kreis hatten Vertreter geschickt, die Einsätze simulierten oder mit Infomaterial und entsprechendem Equipment zeigten, womit und wie sie arbeiten. Sechs Hunde und rund 15 Helfer der Malteser Hundestaffel demonstrierten beispielsweise das für Hunde eher untypische Laufen auf Leiter- und Rutschenparcours oder auch das Auffinden einer verunglückten Person durch den Hund – in der Fachsprache spricht man von „Verbell“.

Das Deutsche Rote Kreuz hatte ein Fahrzeug mit zwei Zelten samt Material dabei, das im Katastrophenfall bei der Erstversorgung der Verletzen zum Einsatz kommt. Insgesamt verfügt der Landkreis über zwei solcher Fahrzeuge, mit deren Hilfe man im Ernstfall bis zu 25 Menschen schnell versorgen kann. Helfer vom DRK demonstrierten den Zeltaufbau, der nur wenige Minuten in Anspruch nimmt. Beim Pfalzgraf-Brand war das Zelt im Einsatz. Dort diente es allerdings in erster Linie als Versorgungsstation für die Feuerwehrleute vor Ort.

Die Wasserretter der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) hatte Tauchwesten und Infomaterial samt Selfie-Foto-Box mitgebracht, die ein Erinnerungsfoto an die Veranstaltung ermöglichte. Das wurde dann per Email an den Empfänger verschickt.

Eine schwindelerregende Abseilaktion vom Rathausturm gab es von der Baiersbronner Feuerwehr zusammen mit der Bergwacht. Nicht schwindelfreien Zuschauern verursachte allein schon der Anblick gewisse Bauchschmerzen und ein gehöriges Magenkribbeln. Dasselbe passierte auch beim Anblick der ausgefahrenen Drehleiter direkt neben dem Rathausturm. Die Feuerwehrkollegen aus Waldachtal demonstrierten neun Mann hoch – das entspricht einer Löschgruppe – die technische Menschenrettung nach einem Autounfall.

Und das Technische Hilfswerk (THW) zeigte schließlich eine Spritzwasserpumpe, die bis zu 5000 Liter pro Minute pumpen kann. Gezeigt wurde auch das offizielle Rettungsfahrzeug der Gebrüder Gründler Stiftung, das seit wenigen Monaten im Einsatz ist. 170 Einsätze insgesamt hat es seit Dezember bis Ende Juni gegeben, die durchschnittliche Ausrückzeit betrug dabei zwei Minuten, die Anfahrtszeit im Schnitt zehn Minuten.

Hilfsorganisationen präsentierten sich bei einer gemeinsamen Schauübung auf dem Marktplatz

Hilfsorganisationen präsentierten sich bei einer gemeinsamen Schauübung auf dem Marktplatz
Seit wenigen Monaten ist der Rettungswagen der Gebrüder Gründler Stiftung im Einsatz.

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln.

28.07.2015, 12:00 Uhr

Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag zu erstellen.
Anmelden
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar zu verfassen.
Anmelden
Heute meistgelesenNeueste Artikel
Wirtschaft im Profil


In der aktuellen Ausgabe des Business-Magazins Wirtschaft im Profil : Warum in die Ferne schweifen ... Wirtschaftsfaktor Tourismus Baden-Württemberg
Bildergalerien
Videos
Sie haben Fragen zu unserem neuen Bezahlsystem? Wir haben die wichtigsten Fragen und Antworten für Sie zusammengestellt.
Single des Tages
date-click