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Ihlingen rockt! Keßler sei Dank!

Informationveranstaltung zum Mini-Rock-Festival überzeugte skeptische Bürger

Ein kleines Dorf wie Ihlingen hat natürlich Angst, vom Mini-Rock-Festival überrollt zu werden. Bei der Informationsveranstaltung am Mittwochabend in der Ihlinger Mühle ließen sich aber über 30 anfangs kritische Ihlinger von den Organisatoren beruhigen und durchaus überzeugen.

25.06.2010
  • Volker Schmid

Horb. Vor allem einer scheint sich inzwischen mit der Idee eines renommierten Rockfestivals in Ihlingen mehr als nur angefreundet zu haben: Ortsvorsteher Franz Keßler berichtete zwar von schwierigen Verhandlungen im Ortschaftsrat, inzwischen sitzt er jedoch mit Leib und Seele im Mini-Rock-Boot.

Um den Ihlingern die Abholung ihrer Zufahrts- und Parkgenehmigungen zu erleichtern, macht er nicht nur Überstunden, sondern hat sogar seinen Urlaub verschoben. Dafür gab‘s ein dickes Lob vom Mini-Rock-Vorsitzenden Stefan Lazar: „Herr Keßler, ohne Sie wären wir echt aufgeschmissen!“

„Die große Anzahl Bürger zeigt, wie groß das Interesse am Mini-Rock-Festival ist“, so begrüßte der Ortsvorsteher die über 30 Gäste im Mühlesaal. Stefan Lazar gab danach einen Überblick über den zeitlichen Ablauf des Mini-Rock-Festival, das von 5. bis 7. August auf den Ihlinger Neckarwiesen über die Bühne gehen wird: Die Aufbauarbeiten werden sich von Montag, 2. August, bis Donnerstag, 5. August, hinziehen. Täglich wird von 7 bis 20 Uhr auf dem Festivalgelände geschuftet werden.

Am Donnerstag öffnet der Campingplatz um 18 Uhr. Von 21 Uhr an wird es eine Warm-Up-Party mit Live-Musik im Festzelt geben. „Ab 2 Uhr ist dann praktisch Ruhe“, versprach Lazar und ergänzte: „Es wir eh nicht so laut, weil die Veranstaltung ja im Zelt ist.“ Die Konzerte am Freitag und Samstag gehen bis 24 Uhr. Bis 1 Uhr wird das Konzertgelände geräumt sein.

Bei den After-Show-Partys am Freitag und Samstag im Zelt wird jeweils bis 3 Uhr gefeiert. Das fand zumindest ein Ihlinger nicht gut: „Seid ihr verrückt?“, fragte er. Am Sonntag sollte der Campingplatz bis 12 Uhr mittags geräumt sein. „Dann beginnt der Abbau“, so Lazar. Die aufwändigen Aufräumarbeiten sollten bis Mittwoch, 11. August, abgeschlossen sein. Deshalb wird täglich von 8 Uhr morgens bis 4 Uhr nachts gearbeitet.

„Die Bühne spielt talabwärts“, beruhigte Lazar die Ihlinger und betonte gleich noch: „Wir sind sehr, sehr froh, das Festival hier machen zu können.“ An der B14 wird im Festivalbereich eine Geschwindigkeitsbeschränkung von 30 Stundenkilometer gelten, zudem herrscht dort Überholverbot und absolutes Halteverbot. Aber auch zwischen Ihlingen und Rexingen, in der Ulrich-Faißt-Straße und in der kompletten Ortschaft darf nicht geparkt werden.

Alle Anwohner bekommen Zufahrts- und Parkausweise. Diese können sie am Mittwoch, 28. Juli, von 9 bis 12 Uhr und von 14 bis 17 Uhr und am Mittwoch, 4. August, von 8.30 bis 11.30 und von 14 bis 17 Uhr bei der Ihlinger Ortschaftsverwaltung abholen. Ortsvorsteher Franz Keßler hat sich am Mittwoch in der Mühle zudem spontan dazu bereiterklärt, an diesen beiden Tagen auch noch von 18 bis 20 Uhr für die Ausweisausgabe Überstunden zu machen. Für das Festival hat der Ortsvorsteher sowieso schon seinen Urlaub verschoben.

Die Festivalbesucher werden mit ihren Fahrzeugen auf einen Parkplatz für bis zu 1500 Autos am Rexinger Maislabyrinth geleitet und von dort aus mit drei Shuttlebussen zum Festival gekarrt. Die Sicherheit beim Festival wird großgeschrieben: Neben rund 30 Security-Mitarbeitern werden auch 20 Bereitschaftspolizisten im Einsatz sein. Insgesamt werden pro Tag 5000 bis 6000 Besucher erwartet.

„Und wir hoffen auch, dass Sie kommen werden“, so lud Lazar alle Ihlinger bei freiem Eintritt zum Festival-Genuss. An den Festivaltagen kann sich jeder Ihlinger mit gültigem Ausweis einen kostenlosen Festival-Bändel abholen. Diese Bändel ermöglichen den Zugang zum Festivalgelände, zum Partyzelt und zum Campingplatz. „Zu den Duschen auch?“, wollte ein schwäbisch veranlagter Ihlinger wissen.

Nicht zuletzt durch den Umzug vom Horber Festplatz auf die Ihlinger Neckarwiesen haben sich die Kosten für das Mini-Rock-Festival auf rund 300 000 Euro beinahe verdoppelt. Trotzdem rechnet Lazar mit einem Gewinn: „Wir sind zuversichtlich!“ Falls es 2010 keine größeren Komplikationen geben wird, haben die Mini-Rocker die Option, auch 2011 ihr Rock-Festival in Ihlingen zu veranstalten. Und Stefan Lazar gab sich zum Schluss regelrecht lokalpatriotisch: „Wir wollen dem Neckartal und der Stadt Horb treu bleiben.“

Informationveranstaltung zum Mini-Rock-Festival überzeugte skeptische Bürger
Über 30 Ihlinger ließen sich am Mittwoch von Mini-Rock-Chef Stefan Lazar (links) in der Mühle übers Mini-Rock-Festival informieren. Bild: vov

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25.06.2010, 12:00 Uhr

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