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Scheint doch spielerisch leicht

Leandra Hagendorn und ihr Ballettinstitut boten im Kurtheater die erste Gala

„Tradition ist nicht die Anbetung der Asche, sondern die Weitergabe des Feuers“, erklärte einst Gustav Mahler. Leandra Hagendorn überschrieb mit diesem Zitat die erste Gala ihres Ballett-Instituts im ausverkauften Freudenstädter Kurtheater.

07.05.2013
  • von Regina Schwenk

Freudenstadt. Es wurde ein gelungenes Debüt, eine eindrucksvolle Demonstration dessen, was es heißt, für den Spitzentanz zu brennen. Tänzerinnen dürfen bekanntermaßen nicht zimperlich sein, und so ließ sich eine Elevin selbst durch eine Verletzung nicht von ihrem Auftritt abhalten.

Vor noch nicht einmal zwei Jahren eröffnete Hagendorn ihr Ballett-Institut. Für das Gros ihrer Eleven war die Eröffnung der Ballettschule gleichermaßen der Einstieg in die Welt des Tanzes. Doch trotz denkbar knapp bemessener Trainingszeit sah Leandra Hagendorn nun den rechten Moment gekommen, um den Schritt in die Öffentlichkeit zu wagen.

„Es hat sich gezeigt, dass die Entscheidung richtig war“, resümierte eine sichtlich mit der Leistung ihrer Schüler zufriedene Lehrerin am Ende der Gala. Zuvor hatten bereits die allerkleinsten Eleven des Vorstufen-Unterrichts das Publikum mit altersgerechten Etüden und Tänzen begeistert, sich in ihren Zwergen-, Elfen-, Blumen- oder auch Fliegenpilzkostümen wie selbstverständlich auf der Bühne getummelt. In diversen Gruppen- und Solodarbietungen präsentierten anschließend die fortgeschritteneren Ballett-Schülerinnen das Ergebnis ihres harten Trainings. Denn was für den Zuschauer spielerisch leicht wirkt, ist für den Tänzer eine physische Belastungsprobe. Daran ließ auch Leandra Hagendorn keinerlei Zweifel aufkommen.

Die gezeigten Solo-Variationen – unter anderem aus den Ballettstücken „Das bucklige Pferdchen“, „Die musikalische Spieldose“, „Don Quixote“ und „Coppélia“ – sind für Profitänzer konzipiert, nicht für Schüler, betonte Hagendorn. Und selbst Profitänzer sind nach den jeweils eine bis anderthalb Minuten langen Solo-Parts außer Atem. Eine echte Herausforderung also, die die Schülerinnen indessen mit Grandezza meisterten.

Zwar sind die Pflege und Bewahrung der klassischen Balletttradition die vornehmliche Aufgabe des Instituts, anderen Stilrichtungen verschließt sich die Freudenstädter Schule dennoch nicht. Und so war der zweite Teil des Abends dem Charakter- sowie dem Modern Dance gewidmet. Bei der ersten Stilrichtung versprühten die Tänzerinnen mit zwei russischen und einem spanischen Tanz ordentlich Feuer, der Modern Dance – nicht zu verwechseln mit dem Jazz Dance – kam in einer preisgekrönten Choreographie von Leandra Hagendorn dann mit in rotem Tuch gehüllten Akteurinnen erfrischend ungewohnt daher. Verdienter Lohn der Mühe: Minutenlange Standing Ovations.

Leandra Hagendorn und ihr Ballettinstitut boten im Kurtheater die erste Gala

Leandra Hagendorn und ihr Ballettinstitut boten im Kurtheater die erste Gala

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07.05.2013, 12:00 Uhr

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