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Aufklärung sechs Jahre nach Leichenfund in der Nähe der Nidda - DNA-Reihentest 2010 ohne Ergebnis

Mutter gesteht Tötung ihres neugeborenen Mädchens

26.03.2016
  • von DPA

Frankfurt. Die Mutter eines getöteten Neugeborenen, das vor sechs Jahren in der Vetterau (Hessen) gefunden wurde, hat sich offenbart. Sie ist jetzt 22 Jahre alt. Das Kind hatte sie nach der Geburt ertränkt.

Nach dem gewaltsamen Tod des Säuglings im Jahr 2010 waren tausende Frauen zum Gentest gebeten worden - ohne Ergebnis. Erst jetzt hat der Zufall den Ermittlern geholfen. Die Mutter des Mädchens, das am 27. Mai 2010 tot am Ufer der Nidda in Bad Vilbel gefunden wurde, hat gestanden und sitzt in Untersuchungshaft.

Die heute 22-jährige Frau sei vor etwa zwei Wochen in Frankfurt als hilflose Person aufgegriffen worden, sagte die Leitende Oberstaatsanwältin Nadja Niesen. Dabei habe sie dann selbst über die Tat gesprochen.

Der Frau wird vorgeworfen, das später Magdalene genannte Kind im Alter von 16 Jahren zur Welt gebracht, es getötet, in eine blaue Mülltüte gesteckt und am Fluss Nidda abgelegt zu haben. Die Staatsanwaltschaft bestätigte auf Nachfrage die Information des Hessischen Rundfunks (hr), dass die Frau Baby in der Badewanne einer Wohnung bekam und es ertränkte. Ihr wird Totschlag zur Last gelegt.

Spaziergänger hatten den Sack mit der Babyleiche damals zwischen Brennnesseln entdeckt. Anhand der Plazenta konnte die DNA der Kindsmutter bestimmt werden. Danach wurde in einem Reihentest mit Hilfe einer Speichelprobe die DNA von tausenden Frauen untersucht.

Angeschrieben worden waren fast 3000 im Alter von 15 bis 35 Jahren in Bad Vilbel. Der größte Teil kam der Aufforderung nach. Nicht alle aus dem Ort in der Wetterau wollten jedoch eine Probe abgeben.

Die Polizei ging damals davon aus, dass die Gesuchte ortskundig war. Eine Ortsfremde hätte die Stelle am Ufer nicht gefunden. Trotz der aufwendigen Ermittlung wurde kein konkreter Hinweise auf die Täterin gefunden.

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26.03.2016, 08:30 Uhr

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