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Verbrauchermarkt-Umbau

Neues Kunden-Konzept en vogue

Der Horber „Kaufland“ präsentiert sich seit gestern in einem neuen Verkaufs-Look - moderner, übersichtlicher und sympathischer.

18.05.2017
  • Siegfried Schmidt

Gerade auch die Schnellkunden, die vielleicht nur etwas Obst für den Sofortverzehr oder ein Sandwich fürs Büro mitnehmen wollen, haben jetzt im Horber Einkaufsmarkt gewissermaßen den Vortritt: Es gibt nun ein „To-Go-Sortiment“ mit kleinen Snacks, Salaten oder Smoothies für unterwegs. Gleich rechts nach den Einlassschranken. Auch die Backwarenabteilung befindet sich nun nicht mehr weit hinten im 7. oder 8. Quergang, sondern wurde zugunsten der Express-Shopper weit nach vorn verlagert. „Kurze Wege, gut für junge Leute und eilige Kunden“, sagt Marktleiter Jörg Schättle.

Zwei Tage, Montag und Dienstag diese Woche, hatte der Horber Kaufland wegen Modernisierungs-Umbau geschlossen. Allerdings lief das Neustyling-Programm schon seit vier Wochen. Am Tag vor der „Neueröffnung“ gestern gab es eigens einen Mitarbeiter-Tag, mit Workshops, Motivations-Runden, Gesprächen und Geselligkeit – die 98 Beschäftigten wurden eng vertraut gemacht mit ihrer neuen „zeitgemäßen Einkaufsstätte“.

Auch die Stadt Horb bekam gestern ein klares Bild vom größten Verbrauchermarkt in der Unterstadt und seinem neuen Einkaufsflair : OB Peter Rosenberger, Wirtschaftsförderer Axel Blochwitz, Citymanager Thomas Kreidler schlenderten mit Marktleiter Jörg Schättle und Verkaufsleiter Sebastian Oehler durch die Regalreihen. Und bekamen dabei detailliert erläutert, was die Kunden Neues entdecken können und vielleicht erst auf den zweiten Blick erkennen.

Die neue Offenheit

Dank der deutlich niedrigeren Regale mit einer Nennhöhe von 1,80 Meter wirkt die Kaufland-Filiale offener und übersichtlicher und sogar heller. Auch der Zutritt zum Markt verläuft „barrierefreier“: Theken und Steller sind weggefallen, die bislang auch gebrauchten Zwischenregale im Mittelgang sind entfallen. Lediglich dem Blumensortiment zuliebe wurde hier eine räumlich aber kompakt gehaltene Ausnahme gemacht.

Einkaufen mit mehr Übersicht

Durch breitere Gänge und den frei gewordenen Blick über die Verkaufsfläche genießen Kunden nicht nur mehr Komfort und Bewegungsfreiheit, sondern verschaffen sich so auch eine stark verbesserte Orientierung. Dazu verhilft auch ein neues, klareres Kundenleitsystem mit Piktogrammen (Symbolbildern) und Farbskalen, die verschiedenen Sortimenten zugeordnet sind.

Von der Decke abgehängte „Würfel“ weisen auf aktuelle Sonderaktionen oder Sonderangebote hin. Entscheidend verbessert wird das Einkaufen auch durch zwei weitere Durchgänge. Die ehemals fixen Laufweg-Routen an zahlreichen Warengruppen vorbei bleiben den Kunden nun erspart. Stattdessen kann zielvoll und zeitsparender eingekauft werden.

Eine hochwertige Optik

Freundliche Farben, kombiniert mit hellem Holz – der Info-Counter im „Kaufland“ hat ein runderneuertes, ansprechendes Aussehen erhalten. Aktuell wohl eher mit einer Hotel-Rezeption vergleichbar. Davor war die Infobox noch recht austauschbar und kunststofflich geartet. Modernität und zeitgemäßer Look begegnen einem auch beim Obst und Gemüse. Hier erfolgt die Preisauszeichnung neuerdings über elektronische Preisschilder.

Vielfältigeres Sortiment

Während das Nonfood-Sortiment etwas ausgedünnt wurde, ist der Warenkorb mit Markenartikeln, regionalen Produkten, Eigenmarken sowie Bio- und Fairtrade-Artikeln weiter angewachsen. Allein in der Weinabteilung sind zum Beispiel 200 neue Warenangebote präsent. Darunter auch ganz erlesene Tropfen, die Flasche knapp 50 Euro teuer.

Eine erweiterte „Sortimentstiefe“ (Schättle) hat auch die Drogerieabteilung erfahren. Marktleiter Schättle, der insgesamt sieben „Kaufland“-Märkte im Umkreis bis Metzingen managt, nimmt verstärkt Regionalerzeugnisse ins Programm. Solche Produkte, wie etwa von der „Walz-Mühle“ in Altheim, rangieren neuerdings noch vor den „Kaufland“-Eigenmarken, verkörpern sie doch attraktive Produktvielfalt.

Dass in Horb noch vor anderen „Kaufland“-Niederlassungen der neue Kunden-Komfort eingeführt ist, hat mit Horbs Status als „Test-Markt“, was Kundenansprache und Kundenzufriedenheit angeht, zu tun, erläutert Jörg Schättle. „Hier wurde schon alles ausprobiert!“, sagte er der SÜDWEST PRESSE, vieldeutig schmunzelnd. Offenbar erfolgreich, denn der Horber Markt-Standort habe sich „super entwickelt“.

Und seit Zug und Zug das neue Konzept umgesetzt wurde, habe sich die Frequenz um 130 Prozent erhöht. Das nötigte OB Rosenberger gestern ein hehres Kompliment ab: „Sie sind wahrhaftig der Markt der Glückseligkeit!“

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18.05.2017, 01:00 Uhr

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