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Nur noch für gemeinnützige Sammler

Ordnungsamt legt Konzept gegen illegale Altkleidercontainer vor / Hausschwamm beim DRK

Offiziell dürfen im Stadtgebiet nur gemeinnützige Träger Container für Altkleidersammlungen aufstellen. Tatsächlich sprießen jedoch überall illegale Sammelcontainer wie Pilze aus dem Boden. Mit einem rigorosen Konzept möchte die Stadt nun dagegen vorgehen und damit auch das DRK unterstützen, das die Einnahmen benötigt.

15.10.2014
  • von cristina priotto

Sulz. In jüngster Zeit sind im gesamten Stadtgebiet sehr viele illegale Container aufgestellt worden. Das Ordnungsamt versuche, die Aufsteller ausfindig zu machen, was jedoch oft an fehlenden Angaben auf den Containern scheitere, berichtete Ordnungsamtsleiterin Sabrina Glöckler am Montagabend im Verwaltungsausschuss.

Andere Kommunen im Landkreis Rottweil schreiben die Standorte aus und machen gewisse Vergabekriterien zur Voraussetzung. Gemäß dem neuen Konzept, das Glöckler vorstellte, sollen feste Standorte ausgewiesen und im städtischen Mitteilungsblatt veröffentlicht werden. Die illegalen Container wird das Ordnungsamt künftig mit Aufklebern markieren, damit die Bürger erkennen, dass es sich um illegale Sammler handelt.

Der Hauptaufsteller in Sulz ist das Deutsche Rote Kreuz (DRK), das die Kleider vor allem an die Firma FWS aus Bremen verkauft. Die DRK-Bereitschaft Sulz nehme derzeit an zehn Containern im Stadtgebiet insgesamt 20 Tonnen Altkleider im Jahr entgegen, teilte der stellvertretende Bereitschaftsleiter Helmut Woitas mit. Der Erlös von rund 6000 Euro im Jahr wird für Übungsgeräte für Erste-Hilfe-Kurse verwendet.

Große Sorge bereitet der Rot-Kreuz-Bereitschaft der Hausschwamm, der eine Garage in Mühlheim befallen hat: Dort steht ein Anhänger mit Ausrüstung im Wert von etwa 10 000 Euro. „Im ungünstigsten Fall müssen wir den Anhänger entsorgen“, informierte Helmut Woitas das Gremium.

Dem DRK, das gemeinnützige Zwecke verfolge, möchte die Stadt durch ein neues Konzept für Altkleidercontainer besser helfen. Daher sollen die Standorte nur noch an gemeinnützige Organisationen wie DRK, Malteser oder DLRG vergeben und andere Aufsteller rigoros bekämpft werden.

Der Glatter Ortsvorsteher Helmut Pfister (FWV) wollte wissen, ob man Sammel-Eimer nicht ebenfalls unterbinden könne. Durch den Wegfall des Sammlungsgesetzes habe das Ordnungsamt keine Handhabe mehr, zuständig sei das Landratsamt, beantwortete Glöckler die Frage.

Der Verwaltungsausschuss votierte einstimmig für das vorgestellte Konzept zur Aufstellung von Altkleidercontainern und das Vorgehen gegen illegale Sammler.

Ordnungsamt legt Konzept gegen illegale Altkleidercontainer vor / Hausschwamm beim DRK
Illegale Altkleider- und Schuhcontainer wie hier am Sonnenberg in Fischingen finden sich überall im Stadtgebiet. Das Ordnungsamt möchte sie in Zukunf rigoros bekämmpfen.Bild: cap

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15.10.2014, 12:00 Uhr

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