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Schulbank mit Flügeln

Praktischer und theoretischer Fortbildungskurs auf dem Eutinger Flugplatz

Zum zweiten Mal in Folge fand in Eutingen auf dem Segelflugplatz eine praktische Fluglehrer-Fortbildung statt. Über 20 Segel- und Motorfluglehrer drückten eifrig die Schulbank.

15.10.2010
  • Lothar Schwark

Eutingen. Alle drei Jahre müssen Fluglehrer eine Anzahl von Schulungsflügen und Fortbildungslehrgang nachweisen, um die Lehrberechtigung regelmäßig ausüben zu können. Die zweitägige Fortbildung hatte Bezirksausbildungsleiter Michael Zistler (Region Westalb) organisiert. Als Gastgeber sorgte die Fluggemeinschaft Eutingen mit den Vereinen Rottenburg-Horb und Böblingen für ein ansprechendes Umfeld. Fluglehrer der Vereine Nagold, Freudenstadt, Herrenberg, Wächtersberg (Wildberg), Rottenburg-Horb, Böblingen und Sindelfingen nahmen teil.

In der Theorie wurden verschiedene Gesetzesänderungen und Formalien bei der Ausbildung besprochen. Auf großes Interesse stieß der Vortrag von Esther Schmalz, die über das menschliche Leistungsvermögen referierte. Im praktischen Teil standen einzelne Module im Kunstflug, Doppelschlepp von Segelflugzeugen, erfliegen neuer Flugzeugmuster und Prüfungsflüge an. Acht Teilnehmer absolvierten Sprachprüfungen im englischen Flugfunk.

So herrschte auf dem Eutinger Flugplatz am letzten Wochenende reger Luftverkehr. Während die Segelflieger unter anderem die Schlepplandung mit einem Motorflugzeug übten und verschiedene Varianten des Trudelns trainierten, befassten sich Motorsegler- und Motorfluglehrer mit den neuen Glascockpits. Außenlandeübungen und gezieltes Anfliegen von Navigationshilfen wurden durchgespielt. Die Prüfer Wolfgang Schmalz und Frank Kasparek waren dazu nahezu im Dauereinsatz.

Der Verbandsausbildungsleiter Frank-Peter Schmidt-Lademann schätzte bei seinem Besuch die Aktivitäten seiner Fluglehrerkollegen und dankte der Fluggemeinschaft Eutingen für ihren anerkennenswerten Einsatz. In 160 Vereinen des BWLV werden Flugschüler vom Alleinflug bis zum Flugschein ausgebildet. Fluglehrer sind überwiegend ehrenamtlich tätig. Zistler war mit dem „ Schleuderkurs für Fluglehrer“ sehr zufrieden: „Theorie verbunden mit der Praxis hat einen hohen Lehrwehrt“. Gerade der Doppelschlepp am kurzen und langen Seil hinter einem Motorflugzeug brachte neue Eindrücke für die Segelflieger. Der Selbststart mit der ASK-21 Mi (eigenstartfähiges Segelflugzeug) brachte ebenso neue Erfahrungen.

Für manchen Fluglehrer war der Kunstflug mit Zistler ein echtes Event. Denn als langjähriges Mitglied der Segelflug-Nationalmannschaft im Kunstflug konnte der in Nagold beheimatete Pilot seinen Kameraden die Welt mal ganz gemütlich aus dem Rückenflug präsentieren.

Praktischer und theoretischer Fortbildungskurs auf dem Eutinger Flugplatz
Fluglehrer-Lehrgang in Eutingen: Der Doppelschlepp wurde aus dem hinteren Segelflugzeug heraus fotografiert.Privatbild

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15.10.2010, 12:00 Uhr

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