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Bilder aus der Tiefe der Zeit

Vernissage der Ausstellung von Moritz Baumgartl und Hildegard Moritz im Kloster

Es war eine bemerkenswerte Vernissage im Horber Kloster in der Galerie des Kunstvereins Oberer Neckar, dessen stellvertretender Vorsitzender Benno Müller vor ansehnlicher Kulisse eröffnete.

24.09.2014
  • von Willy Bernhardt

Horb. Die insgesamt 73 Bilder des Künstler-Ehepaars Moritz Baumgartl und Hildegard Moritz, die in ihrem Jahrzehnte langen Schaffen das zweite Mal überhaupt erst gemeinsam ausstellen, ziehen (noch bis 19. Oktober) die Betrachter in ihren Bann. Benno Müller sprach davon, dass sich mit dieser Ausstellung „ein Kreis schließt“, denn 2014 stellten in den Räumen des Kunstvereins nur Künstlerinnen und Künstler aus Baden-Württemberg aus.

Einen Glücksgriff landeten die Ausstellungs-Macher auch mit dem Engagement des Bildhauers und Malers Reiner Schlecker, Anfang der 1980er-Jahre Schüler von Moritz Baumgartl an der Stuttgarter Kunstakademie. Schlecker führte mit einfühlsamen und persönlichen Worten in die Ausstellung ein.

Gleich eingangs verwies der Laudator darauf, dass er nicht viele Worte über Motive, Strukturen, über Holz und über die vier Elemente Feuer, Wasser, Luft und Erde verlieren möchte. Auch nicht über die Gegend, aus denen das Ehepaar kommt, also Stuttgart und das Refugium an der Donau. „Denn das Zuhause der Baumgartls ist gerade das Gegenteil eines Worteverlierens.“

Tritt man bei ihnen ein, so sei man zuerst umgeben von vielen Büchern. „Wohin man blickt: Bücher, Bücher, Bücher.“ Er, Schlecker, das Greenhorn, habe auf der Kunstakademie von Moritz Baumgartl nicht nur das Akt- und Porträtzeichnen sowie das Radieren gelernt, sondern viele Weisheiten über die Kunst also solche. Wobei gerade Letzteres in diversen Stuttgarter Kneipen, unter anderem im „Schmutzigen Löffel“ enorm vertieft worden sei.

Die Baumgartls, seit 1962 verheiratet, haben sich nie als „malendes Ehepaar“ verstanden, sagte Reiner Schlecker. Moritz Baumgartl sieht es so: „Mit gemeinsamem Atelier, gemeinsamen Ausstellungen, gemeinsamen Farben und Pinseln, gemeinsamem Terpentin, gemeinsamen Tusche-Gläschen, gemeinsamen Mallappen. Wir hatten niemals gemeinsame Mallappen, das möchten wir betonen. Und außerdem ist es erst das zweite Mal, dass wir gemeinsam miteinander ausstellen. Und dazu mussten wir auch noch überredet werden.“ So ging jeder für sich seinen eigenen künstlerischen Weg: Moritz Baumgartl sei ein „Bildmagier und es sind Bilder aus der Tiefe der Zeit“. Hildegard Moritz indessen sei eine „Linienstifterin und Bild-Erzählerin“.

Vernissage der Ausstellung von Moritz Baumgartl und Hildegard Moritz im Kloster
Vertieft im „Schmutzigen Löffel“: Laudator Reiner Schlecker führte in die Ausstellung ein.Bild: wib

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24.09.2014, 12:00 Uhr
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