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Wasser, Sand, Musik, Austausch
Die „Kleine italienische Nacht“ am Donnerstagabend konnte wegen des Regens nicht am Neckarstrand stattfinden. Birgit Stiehle, die die Veranstaltungsreihe als ausgebildete Bürgermentorin initiiert hat, feierte daher kurzerhand mit Familie und Freunden zu Hause – mit passender grün-weiß-roter Deko.Bild: Priotto
Engagement

Wasser, Sand, Musik, Austausch

Birgit Stiehle möchte als Bürgermentorin mit der Veranstaltungsreihe am Neckarstrand den Sulzern etwas bieten und den Wöhrd beleben.

12.08.2017
  • Cristina Priotto

Als Birgit Stiehle vor zwei Jahren bei einer Zukunftswerkstatt von „Sulz engagiert“ den Vorschlag zum Neckarstrand für Jung und Alt äußerte, wurde die Initiatorin von vielen Seiten belächelt.

Wenn die abendliche Veranstaltungsreihe am heutigen Samstag bereits das zweite Mal zu Ende geht, kann die Initiatorin indes zufrieden auf ein erfolgreiches Konzept zurückblicken: „Es war wieder für alle Generationen und viele Musikgeschmäcker etwas dabei“, stellt Stiehle fest. Alle Vereine aus dem Vorjahr beteiligten sich erneut – mit Ausnahme von „Global“, die bei zwei „Marchés nocturnes“ in Montendre waren. Zusätzlich war erstmals der Arbeitskreis Flucht und Asyl dabei. „Es war toll, in so lockerer Atmosphäre mit den Leuten ins Gespräch zu kommen“, schwärmt Birgit Stiehle, die bis auf eine bei allen Veranstaltungen war.

Das Konzept für den Neckarstrand hat die Haupt-Organisatorin weitgehend aus dem Vorjahr übernommen, einige Dinge wurden allerdings verfeinert: „Ein Teil der Ausstattung vom Neckar- und Kinderfest blieb stehen, die Vereine untereinander haben Material weitergegeben, und das Format der Flyer wurde verbessert“, zählt Stiehle einige Punkte auf.

Nur für die Planung des Neckarstrands hätte die zweite Vorsitzende des Sulzer Handels- und Gewerbevereins (HGV) den Bürgermentoren-Kurs nicht machen müssen. „Aber es hat sich interessant angehört, um Kontakte zu knüpfen“, beschreibt die Absolventin des Kurses ihre Motivation. „Außerdem wollte ich mich für Bürgerschaftliches Engagement weiterentwickeln“, begründet Birgit Stiehle die Teilnahme an dem 40-stündigen Seminar des Paritätischen Wohlfahrtsverbands. Sehr praktisch fand die Bürgermentorin, dass der Kurs in Sulz stattfand – und machte vor allem aus Neugier mit. Die wichtigste Erkenntnis für Stiehle: „Es gibt viele engagierte Menschen in Sulz, und die Leute haben echt tolle Ideen.“, staunt die Sulzerin, die dabei auch einige neue Bürger kennenlernte.

Der Kurs ist zwar schon ein halbes Jahr her, doch die ersten neun Bürgermentoren unterstützen sich seither gegenseitig.

Den Neckarstrand erkor dessen Erfinderin auch deshalb zum Projekt für den Kurs, „weil man ja nicht ständig das Rad neu erfinden muss und ich nicht noch zusätzlich etwas aus dem Boden stampfen wollte“, wie Birgit Stiehle erklärt. Dank des im Bürgermentoren-Seminar Gelernten hat die Teilnehmerin geübt, anders auf Leute zuzugehen und besser mit anderen ins Gespräch zu kommen. „Viele Leute haben Ideen, trauen sich aber nicht oder wissen nicht, wo sie sich einbringen können“, hat Stiehle beobachtet.

Bei einer relativ aufwendigen Veranstaltungsreihe wie dem Neckarstrand sei vielen auch gar nicht bewusst, „was da alles dranhängt“. Dabei sei Bürgerschaftliches Engagement letztlich „Politik im Kleinen“, denn man müsse zwar etwas tun, könne dadurch aber auch etwas positiv bewegen.

Aktivität ist „Politik im Kleinen“

Das Freiluftspektakel im Wöhrd-Stadtpark bindet mehrere Vereine ein – Volkstanzgruppe, TV, Akkordeonorchester, AK Flucht und Asyl, „Fun for Kids“ aus Vöhringen und den Sulzer Jugendclub –, die sich durch die zeitlich unmittelbar aufeinanderfolgenden Termine besser kennenlernen und austauschen können. Gut funktioniert nach Einschätzung der stellvertretenden HGV-Vorsitzenden auch die Zusammenarbeit mit der Sulzer Stadtverwaltung.

Der einzige Punkt, den die Organisatoren nicht beeinflussen, ist das Wetter, das den Beteiligten 2017 zweimal einen Strich durch die Rechnung machte, zudem sagte der Jugendclub kurzfristig ab.

Ansonsten macht sich Birgit Stiehle aber schon jetzt Gedanken über Optimierungsmöglichkeiten: „Manches ist ausbaufähig“, sagt die Perfektionistin. Dem seit Jahren von vielen Seiten vorgetragenen Wunsch, den Neckar besser zugänglich zu machen, ist das Neckarstrand-Konzept aber schon sehr nahe gekommen. Deshalb steht für die Initiatorin bereits fest, dass es auch 2018 wieder einen Neckarstrand geben wird.

Serie „Bürgermentoren“

Neun engagierte Bürger aus Sulz und einigen Teilorten haben sich zu Bürgermentoren ausbilden lassen.

Die Projekte sind sehr vielfältig und reichen von Angeboten für Kinder über Naturschutz und Geschichte bis zu Kreativität und Ortsentwicklung.

Die SÜDWEST PRESSE stellt die Ideen und die Menschen dahinter in einer Sommer-Serie vor.

Bislang erschienen ist das Portrait über Siegfried Dölker aus Dürrenmettstetten (5. August).

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12.08.2017, 01:00 Uhr

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