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SAGAN
Frankreich

Regie: Diane Kurys
Mit: Sylvie Testud, Pierre Palmade, Lionel Abelanski

- ab 12 Jahren

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23.11.2015

Von ust

Wer kennt sie heute noch? Françoise Sagan war die Charlotte Roche, die Skandalautorin, der verklemmten Fünfziger. Ihr erster, rasant hingeworfener Roman „Bonjour Tristesse? erschien 1954, als allein das Wort Sex schon anrüchig war. Die Autorin war da gerade mal 18 Jahre alt und avancierte zum Star der Pariser Szene, die man damals noch Bohème nannte. Einen Hofstaat aus schmarotzenden Verehrern und avantgardistischen Intellektuellen führte sie von da an stets mit sich. Denn sie mühte sich nach Kräften, der Empfehlung ihres Vaters zu folgen und ihr Geld mindestens so schnell auszugeben, wie sie es eingenommen hatte.

Vermögen verspielen sich am besten mit Roulette, schnellen Autos und Drogen. Und selbst Radfahrer und Bausparer müssen zugeben, dass es Charme hat, sein Geld und sein Glück so großzügig zu verschenken.

Regisseurin Diane Kurys hat aus diesem Leben in vollen Zügen, das die Autorin selber in Buchform hinterließ, einen Film gemacht. Dass er ihr nicht völlig entgleitet, verdankt sie vor allem der Hauptdarstellerin Sylvie Testud. Sie ist Sagan von A bis Z ? nicht nur als junger Hüpfer, sondern auch noch überzeugend als zum Drogenskelett abgemagerte und verstoßene Alte. Und sie ist es nicht nur der guten Maske wegen, denn sie versieht schon die junge Frau mit den Schrullen und der Verletzlichkeit der alten. Dennoch tun sich in der Erzählweise Brüche auf, die der Zuschauer nicht richtig zusammenkriegt und irgendwann nur noch achselzuckend hinnimmt.

Auch wer die Biografie Sagans nicht kennt, ahnt schon in den ersten Bildern, dass es ein tragisches Ende nehmen muss mit ihr. Die nach Liebe gierende Frau stirbt arm, abhängig und einsam ? aber sie hinterlässt ein umfangreiches Werk: das heute auch nicht mehr so richtig prickelt

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Erstellt:
23. November 2015, 12:00 Uhr
Aktualisiert:
21. Juli 2009, 12:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 21. Juli 2009, 12:00 Uhr

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