Das Beste kommt noch - Le meilleur reste à venir

Das Beste kommt noch - Le meilleur reste à venir

Durch ein Missverständniss sind Arthur und César überzeugt, dass der jeweils andere todkrank ist. So verbringen sie die vielleicht beste Zeit ihres Lebens.

Das Beste kommt noch
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Le Meilleur reste à venir
Frankreich 2018

Regie: Matthieu Delaporte, Alexandre De La Patellière
Mit: Fabrice Luchini, Patrick Bruel, Zineb Triki

117 Min. - ab 12 Jahren

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07.07.2020

Von Madeleine Wegner

Sie könnten unterschiedlicher kaum sein. Arthur hängt auch Jahre nach der Scheidung immer noch an seiner Ex-Frau, geht früh zu Bett und verfolgt ohne übertriebenen Ehrgeiz seine Karriere als Wissenschaftler. César hingegen ist pleite, vergnügt sich mit Frauen, so lange diese es eben mit ihm aushalten, und lebt jeden Tag so, als wäre es sein letzter.

Dass dieser Tag schneller kommen könnte als gedacht, erfährt sein Freund Arthur durch großen Zufall. Doch wie soll er César diese erschütternde Neuigkeit beibringen? Mehrere quälende Anläufe scheitern und so bleiben beide Freunde letztlich in dem Glauben, der andere habe nur noch wenige Monate zu leben. Es ist der Startschuss für eine gemeinsame großartige Zeit, in der beiden Jugendfreunde noch enger zusammenwachsen – trotz ihrer Unterschiede oder gerade an den vielen Reibungspunkten.

„Das Beste kommt noch“ erzählt vor allem wunderbare Geschichte einer erstaunlichen Freundschaft. Dem Regie- und Autoren-Duo Matthieu Delaporte und Alexandre de La Patellière – von ihnen stammt unter anderem das Theaterstück „Der Vorname“, das die Grundlage für zahlreiche Verfilmungen bildet – ist ein ebenso kluger wie witziger Film gelungen.

Natürlich wurde diese Geschichte von den letzten Wochen des Lebens, die noch einmal alles hergeben sollen, schon oft erzählt. Nicht nur vom Titel her erinnert die Tragikomödie etwa an Rob Reiners „Das Beste kommt zum Schluss“ (2007), in der Jack Nicholson und Morgan Freeman als ungleiches Duo in den letzten Wochen ihres Lebens gemeinsam ihre Bucketlists abarbeiten.

Fabrice Luchini (Arthur) und Patrick Bruel (César) überzeugen in ihren Rollen und geben Seite an Seite ein großartiges Duo ab. Ihre Geschichte setzt selten auf die naheliegendste Lösung. Dafür gibt es überraschende Wendungen, glaubwürdige Konflikte und erfrischende Dialoge – sowie eine der schönsten Grabreden, die das Kino zu bieten hat.

Die Geschichte einer wunderbaren Freundschaft, gespickt mit Humor und erfrischenden Dialogen.

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Erstellt:
7. Juli 2020, 10:36 Uhr
Aktualisiert:
7. Juli 2020, 10:36 Uhr
zuletzt aktualisiert: 7. Juli 2020, 10:36 Uhr

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