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DEEP BLUE
GB

Regie: Alastair Fothergill, Andy Byatt, Martha Holmes


- ab 6 Jahren

Tagblatt-Wertung

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24.11.2015

Von che

Eine Ansichtskarte aus Fernost. Aus Ho-Chi-Minh-Stadt, dem früheren Saigon. Mit den exotischen Motiven darauf, natürlich. Man sieht Lotusblumen-Pflückerinnen auf dem Teich und die Heerschar der Rikscha-Fahrer im Großstadttreiben. Hintendrauf ist die Botschaft an daheim gekritzelt. Nicht mehr als die üblichen paar Zeilen: "Es ist heiß hier, kaum auszuhalten. Aber mächtig was los, tolle Stadt."

Regisseur Tony Bui durfte seinen Film in Vietnam drehen. Der Exil-Vietnamese aus den USA, der aufmerksam durch die Straßen der Stadt geht und hier seine Short Cuts findet. Er schärft seinen Blick an Alltäglichkeiten. Da passiert nicht viel. Selbst wenn die Paarungen genug an Konfliktpotenzial haben: der Rikscha-Fahrer, der sich in eine Prostituierte verguckt, das Straßenkind, das seinem geklauten Bauchladenunternehmen hinterher jagen muss und dabei eine Begleitung findet. Und Harvey Keitel als ehemaliger GI, der als Versöhnungsgeste seine vietnamesische Tochter sucht.

Bui beschaut sich das alles mit zurückhaltender Zärtlichkeit und wendet dann im entscheidenden Moment seinen Blick ab, wenn etwa der GI-Vater und die Tochter sich zur Aussprache treffen. Denn das ist zu privat, das geht uns nichts an, das muss nicht ausgetreten werden. Es reicht, sich die Zeit zu nehmen und die Geschichten sich ganz langsam entwickeln zu sehen.

Bui gönnt ihnen auch ein versöhnliches Ende und lässt dafür Lotusblüten durchs Wasser treiben. Blüten regnen von den Bäumen. Das Glück in seiner aufblitzenden Vergänglichkeit. Mit gemessenem Schritt geht man darauf zu. Alles ganz ruhig. Keine Action. Manche werden dazu langweilig sagen. Lässt man sich aber auf das bedächtige Tempo ein, wird man Entspannung finden.

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Erstellt:
24. November 2015, 12:00 Uhr
Aktualisiert:
7. August 2009, 12:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 7. August 2009, 12:00 Uhr

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Christina 26.03.200412:00 Uhr

Die Aufnahmen sind wirklich klasse, die Musik ist nett, aber doch einschläfernd, wenn z.B. die Quallen ihre Bahnen ziehen. Mir ist der Film ausserdem zu wenig dokumentiert,

05.03.200412:00 Uhr

wollte ihn mir erst nicht anschauen, bin aber froh, dass ich ihn mir doch angeschaut habe. Es lohnt sich auf jeden Fall... Super Bilder!!

01.03.200412:00 Uhr

nervige musik - viel zu unwissenschaftlich was auch zur folge hat das der sprecher extrem nervt - aber nette bilder

Peter S. 29.02.200412:00 Uhr

Positiv: Tolle Bilder, teilweise kaum vorstellbar, wie sie zustande kamen.
Negativ: Der Informationswert tendiert aber gegen Null. Ein wenig mehr Text hätte den optischen Eindrücken nicht geschadet.

27.02.200412:00 Uhr

Super streifen...

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