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THE ASSASSINATION OF JESSE JAMES BY THE COWARD ROB
USA

Regie: Andrew Dominik
Mit: Brad Pitt, Casey Affleck, Sam Shepard, Mary-Louise Parker

- ab 12 Jahren

Tagblatt-Wertung

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Film bewerten
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24.11.2015

Von bz

Der lange Titel sagt viel, aber alles sagt er nicht. Hätte der neuseeländische Regisseur Andrew Dominik ein Kriminalstück vorlegen wollen, in dem der Mord am legendären Verbrecher Jesse James aufgeklärt wird, hätte er einen anderen Titel gewählt. „Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford? aber, mit dem Andrew den Roman von Ron Hansen verfilmt, ist ein einziger langer Akt des Verrats.

Er dauert 160 Minuten und spielt vor bekannter Western-Kulisse: Weites Land, wogende Weizenfelder, knarzende Schaukelstühle, Eintopf aus Blechnäpfen. Im Jahr 1881 ist der Ganove Jesse James 34 und eine Berühmtheit. Aus dem Geschäft hat er sich zurückgezogen, will ein bürgerliches Leben führen. Für einen letzten Coup heuern die James-Brüder ein paar Strauchdiebe an. Auch der junge Bob Ford (Casey Affleck), der den Star verehrt und Groschenheft über dessen Heldentaten sammelt, will dazugehören.

Jesse findet Gefallen an dem unreifen Kerl, duldet ihn in seiner Nähe. Für eine Freundschaft aber ist Bob zu ehrfürchtig, Jesse zu dominant. Das Leben in Zurückgezogenheit macht ihn krank, die Angst vor Verrat frisst ihn auf. In einem Akt der Selbstzerstörung schenkt er Bob seinen Revolver. Der Feigling, zermürbt von ständiger Ablehnung, ergreift die Chance. Eine verräterische Tat, mit er nicht glücklich wird. Er ist kein Held.

Pitt, der den Film mit produziert hat, gibt mit apathischer Miene den nervösen Star, der von sich selbst getrieben ist. Aus der minimalistischen Fassade platzt mal künstliches Lachen hervor, mal wütende Drohung. Damit nimmt Pitt den Helden auseinander, hinterfragt ihn und spielt gegen den Mythos eines Stars an, wie er ihn doch selbst verkörpert. Dafür gab es in Venedig den Darstellerpreis. Casey Affleck, Ben Afflecks kleiner Bruder, brilliert mit monotoner Stimme und wirrem Blick als unsympathischer Feigling.

Regisseur Dominik lässt sich viel Zeit. In lakonischer Erzählweise lenkt er einen distanzierten Blick auf das Geschehen. Begleitet wird es von der getragenen Musik von Nick Cave und der starken Präsenz der Hauptdarsteller. Der ist so bildgewaltig, dass jeder Griff zur Pistole, jedes Staubkörnchen in der Luft monumental erscheint

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Erstellt:
24. November 2015, 12:00 Uhr
Aktualisiert:
7. August 2009, 12:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 7. August 2009, 12:00 Uhr

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error 404 08.11.200712:00 Uhr

langweilig und langatmig.

hhuhu 08.11.200712:00 Uhr

gutgut

Chris 05.11.200712:00 Uhr

Demontage einer Legende - gute Idee, schlechte Umsetzung. Der Film quält sich regelrecht über seine 2 1/2 Stunden und ist dabei einfach nur langweilig. Etwas Handlung wäre da doch hilfreich gewesen. So aber fragt man sich bei den zunehmend unscharfen und verschwommen Bildern, ob man sich nicht vielleicht selber mal die Augen wischen sollte. Hilft aber nichts.

C. Paul 01.11.200712:00 Uhr

gut gespielt aber unglaublich langatmig. Leider pendeln die Dialoge zwischen Plattheiten und Pathos.

jack@kruscht.de 29.10.200712:00 Uhr

super

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