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Die Känguru-Chroniken

Die Känguru-Chroniken

In der Verfilmung des gleichnamigen Buchs lernt ein Berliner Kleinkünstler ein kommunistisches Känguru nur allzu gut kennen.

Die Känguru-Chroniken

Deutschland 2019

Regie: Dani Levy
Mit: Dimitrij Schaad, Rosalie Thomass, Volker Zack, Adnan Maral, Tim Seyfi, Oskar Strohecker, Carmen-Maja Antoni, Henry Hübchen, Bettina Lamprecht, Daniel Zillmann, Marc-Uwe Kling

92 Min. - ab 0 Jahren

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03.03.2020

Von Madeleine Wegner

Bei Kling klingelt‘s. Es ist der neue Nachbar. Bittet um Eier, will Eierkuchen backen. Der neue Nachbar ist ein Känguru – ein kommunistisches Känguru, das sich bestens aufs Schnorren versteht. Im Handumdrehen wird aus ein paar Eiern sein Einzug. Es ist der Beginn einer ungewöhnlichen Freundschaft im Berliner Szene-Viertel, wo der unterambitionierte Kleinkünstler Marc-Uwe („mit Migränehintergrund“) vor sich hin gammelt. Mit dem Einzug des wortgewandten Beuteltiers ändert sich Marc-Uwes Leben schlagartig.

Mit „Die Känguru-Chroniken“ hat Dani Levy filmisch die Bestseller von Marc-Uwe Kling umgesetzt, zu denen mittlerweile vier Bände zählen. In lockerem Tonfall und lose aneinandergereihten Episoden erzählen sie von Marc-Uwes WG-Alltag mit dem eigenwilligen Beuteltier. Sie philosophieren am Küchentisch, saufen auf dem Sofa, der Kleinkünstler schleppt sich träge durch die Tage, das mindestens ebenso faule Känguru kommandiert ihn herum.

Für seinen Film und Klings Figuren hat Levy eine Rahmenhandlung konstruiert: Henry Hübchen, der die Hauptrolle in Levys erfolgreichem „Alles auf Zucker!“ (2005) gespielt hatte, will als rechtspopulistischer Investor Jörg Dwigs einen riesigen Tower in Marc-Uwes Nachbarschaft errichten. Das will das Känguru verhindern.

Das Känguru spricht Autor Marc-Uwe Kling selbst, während Kleinkünstler Marc-Uwe von Dimitrij Schaad gespielt wird. Sowohl technisch (etwa was die Bewegungen des animierten Kängurus betrifft) als auch inhaltlich ist die Verfilmung enttäuschend: zu wenig mutig, zu wenig kreativ, dafür allzu bemüht und zu angestrengt. Letztlich ist die Geschichte wenig einfallsreich und der Humor oft allzu platt.

Lieber noch mal die Bücher oder die von Marc-Uwe Kling selbst gesprochenen Hörbücher zur Hand nehmen.

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Erstellt:
3. März 2020, 23:12 Uhr
Aktualisiert:
3. März 2020, 23:12 Uhr
zuletzt aktualisiert: 3. März 2020, 23:12 Uhr

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