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HOTEL VERY WELCOME
Deutschland

Regie: Sonja Heiss
Mit: Chris O'Dowd, Garreth Llewelyn, Richy Champ, Eva Löbau, Svenja Steinfelder,

- ab 0 Jahren

Tagblatt-Wertung

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Film bewerten
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24.11.2015

Von che

40 Jahre nach den Hippies fallen nun auch deren Kinder massenhaft in Asien ein. Dank Billigfliegern suchen sie auf den vom „Lonely Planet? gelegten Fährten nicht gerade Erleuchtung, aber doch Erlösung vom öden Alltag und den Beschwernissen der westlichen Zivilisation.

Diesem Phänomen widmet sich die junge Regisseurin Sonja Heiss in ihrem schon mit einigen Preisen bedachten Abschlussfilm an der Münchner Filmhochschule. Mehrere Monate lang reiste sie mit ihren Schauspielern an verschiedene Schauplätze in Indien und Thailand, um in der Grauzone zwischen Spiel- und Dokumentarfilm vier typische Backpacker-Geschichten zu erarbeiten.

Die einfachste spielt in einem Hotelzimmer und handelt von den absurden Versuchen einer englisch radebrechenden Deutschen, am Telefon ihren Weiterflug zu organisieren. Landsfrau Marion (Eva Löbau) will in einem Luxus-Ashram ihr Bewusstsein verbreitern, hat aber eigentlich nur ihren daheim gebliebenen Freund im Kopf. Zwei einfältige Engländer gehen sich zwischen Bier und Beach-Party bloß noch auf den Geist, und ein Ire, der daheim ein Mädchen geschwängert und im Stich gelassen hat, will sich auf einem Wüstentrip vom einheimischen Reiseführer Absolution holen.

Für sie alle ist die Reise eine ? vergebliche ? Flucht vor sich selbst und vor der Verantwortung im wirklichen Leben. Auf eine Generalabrechnung mit der Lonely-Planet-Generation lässt es der Film aber dann doch nicht ankommen. Denn so unsympathisch die Protagonisten im Grunde sind, wachsen sie einem mit ihren situationskomisch aufpolierten Missgeschicken doch auch ans Herz ? zumal viele der kleinen Beobachtungen über Einsamkeit in der Fremde, interkulturelle Missverständnisse und stundenlanges Suchen nach der Bushaltestelle jedem Globetrotter recht vertraut vorkommen dürften.

Die Witzchen über deppert meditierende Westler in Pune haben aber einen mindestens so langen Bart wie früher der Bhagwan.

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Erstellt:
24. November 2015, 12:00 Uhr
Aktualisiert:
7. August 2009, 12:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 7. August 2009, 12:00 Uhr

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Christina Feldmann 25.03.200812:00 Uhr

Geiler Streifen

Astrid Huber 26.02.200812:00 Uhr

Super Film. Witzig, tiefgründig, traurig.

Michael Mayer 15.01.200812:00 Uhr

Haha, fast so lustig wie die Simpsons... nur leider nicht so lang ;)

paolo pinkel 08.01.200812:00 Uhr

Teilweise absurd-komische Konversationen und Situationen. Man könnte meinen, den ein oder anderen im Film hätte man schon mal in Tübingen gesehen...
Zum Schluß etwas langatmig, trotzdem empfehlenswert!