Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen
DEAR FRANKIE
GB

Regie: Shona Auerbach
Mit: Emily Mortimer,Jack McElhone,Mary Riggans

- ab 0 Jahren

Tagblatt-Wertung

Leser-Wertung

rating rating rating rating rating
Film bewerten
rating rating rating rating rating
24.11.2015

Lügen, darf man das? Wenn allen damit gedient ist ? warum nicht? Es geht um Briefe, die der taubstumme Frankie alle paar Wochen von seinem Vater, einem Seemann, bekommt. Doch den alten Herrn gibt es gar nicht wirklich, dahinter steckt Frankies Mutter, die, wie sie einmal gesteht, in den Antwortschreiben des Buben „seine Stimme hört?. Frankie wiederum lässt sich von dem regen Briefverkehr seine Fantasie beflügeln und das Selbstbewusstsein stärken. Somit wären alle zufrieden, bis eines Tages Vatis angebliches Schiff im Hafen anlegt und das Lügengebäude einzustürzen droht.

Es ist schon ein recht abenteuerliches Konstrukt, das Shona Auerbach in ihrem Debütfilm auftischt, und sie macht darüber hinaus auch wenig Anstalten, das Ganze mit Lebensnähe zu erden. Die Charaktere sind durchweg glatt geschmirgelt und das Milieu einer schottischen Hafenstadt ist bis zur Unkenntlichkeit verniedlicht.

Mit dem Schmelz des Märchenhaften schottet die Regisseurin ihre Geschichte von der Wirklichkeit ab und zielt auf ein zeitlos unwirkliches Refugium des kleinen, von außen bedrohten Glücks (das, muss man anerkennen, nicht die klassische Kleinfamilie ist). Neben dem Auftritt eines Märchenprinzen gibt es sogar ein richtiges Wunder, wenn am Ende Wahrheit und Lüge im selben zauberhaften Glanz erstrahlen

Zum Artikel

Erstellt:
24. November 2015, 12:00 Uhr
Aktualisiert:
7. August 2009, 12:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 7. August 2009, 12:00 Uhr

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Lizenzierung.
Bernd Masanek 04.10.200512:00 Uhr

Ich bin total begeistert von "Lieber Frankie". Die SchauspielerInnen dürfen ihre ganze Klasse zeigen, weil der Film von der Sorte "langsam" ist.
Es werden sogar Momente der Sprachlosigkeit durchgehalten und spürt dabei die gedachten Worte.
Die Charaktere empfinde ich in keinster Weise glattgebügelt, sondern hin- und hergerissen zwischen verschiedensten Gefühlswelten.
Ich irgendwie muss ich einen anderen Film gesehen haben, als der/die AutorIn der Filmkritik.
Für mich ist "Lieber Frankie" ein kleines Juwel in der Filmlandschaft.