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 Im Zweifel glücklich

Im Zweifel glücklich

US-Komödie und Drama mit Ben Stiller als ein Mann in der Midlife-Crisis, der sich fragt, was Erfolg und Glück bedeuten.

Im Zweifel glücklich

Brad's Status
USA 2017

Regie: Mike White
Mit: Ben Stiller, Ausin Abrams, Jenna Fisher

101 Min. - ab 0 Jahren

Tagblatt-Wertung

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Film bewerten

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26.03.2018
  • Dorothee Hermann

Brad (Ben Stiller) ist die aktuelle Ausgabe des amerikanischen Jedermann. Der Leiter einer Non-Profit-Organisation lebt glücklich verheiratet im eigenen Haus am Rand von Sacramento. Seine sympathische Frau Melanie (Jenna Fischer) arbeitet „für die Regierung“. Sohn Troy (Austin Abrams) hat so gute Noten, dass ihm die besten Universitäten offenstehen.

Nun kann Brad plötzlich nachts nicht mehr schlafen. Auf einmal macht ihm sein unauffälliges Leben zu schaffen, denn er hat das Pech, dass alle seine früheren Studienkollegen steile Karrieren hingelegt haben. Mit milder Ironie schildert US-Regisseur Mike White das vermeintliche Lebensdilemma, das der gut gepufferte Familienvater mit etlichen Generationsgenossen teilen dürfte.

Auf einer Reise an die Ostküste brechen Brads Selbstzweifel noch unkontrollierter hervor. Denn Sohn Troy könnte die Chance haben, bei der College-Auswahl eine Nummer höher einzusteigen als der Vater (im Original lautet der Filmtitel „Brad’s Status“). Seine fast zwanghaften Statusgrübeleien führen dazu, dass er kaum mehr richtig bei der Sache ist. Nur einen Typ wie ihn kann es überraschen, dass die vermeintlichen Überflieger aus seiner Studienzeit, ob Hedgefondsmanager, Starautor oder Luxusrentner-Lebemann, auch ihre Probleme haben. Mit der Wahrheit über sich selbst wird Brad schließlich aus einer völlig unerwarteten Ecke konfrontiert.

Dem Film fehlt die politische Note, weil er nur das Symptom herausstellt, nicht aber dessen gesellschaftliche Ursachen. Doch wie es sich auswirkt, wenn jemand es kaum mehr schafft, sich dem ständigen Sich-vergleichen-Müssen zu entziehen, dürfte nicht nur für Männer jenseits der 40 von Interesse sein.

Das Ende präsentiert unaufdringlich ein bewährtes Rezept gegen Abstiegsängste und Selbstzweifel und rundet den Film zur gelungenen Vater-Sohn-Komödie.

Hält dem US-Mittelschichtsmann

augenzwinkernd (aber mitunter etwas langatmig) den Spiegel vor.

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26.03.2018, 23:51 Uhr

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