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Verbrauchertipp

Steuer-ID fürs Kindergeld

Die Steuer-Identifikationsnummer wird immer wichtiger: Ab 2016 ist sie auch für den Bezug von Kindergeld und für Freistellungsaufträge erforderlich.

25.11.2015
  • DIETER KELLER

Ab 1. Januar 2016 wird Kindergeld nur noch ausgezahlt, wenn der Familienkasse die Steuer-Identifikationsnummern der Eltern und des Kindes vorliegen. Diese Nachricht hat bei vielen Eltern die Besorgnis ausgelöst, dass sie nichts mehr bekommen. Aufgrund vieler Anrufe hat die Bundesagentur für Arbeit, bei der die Familienkassen angesiedelt sind, Entwarnung gegeben: Sie überweisen weiter. Es ist nicht nötig, die Steuer-ID mitzuteilen oder die Service-Nummern der Familienkasse anzurufen. In den meisten Fällen erhalten sie die Daten von "Altfällen" durch einen Abgleich mit den Einwohnermeldeämtern. Nur wenn das nicht klappt, schreiben sie die Kindergeldberechtigten im Lauf des nächsten Jahres an. Bei neuen Anträgen dagegen muss die Steuer-ID ab 2016 zwingend angegeben werden.

Die Steuer-ID haben alle Bundesbürger 2008 erhalten. Neugeborene bekommen sie automatisch. Die elfstellige Zahlenfolge begleitet sie von der Wiege bis zur Bahre und darüber hinaus. Die Behörden verkaufen sie als Erleichterung beim Erledigen steuerlicher Angelegenheiten. Sie dient aber auch dazu sicherzustellen, dass jeder Steuern zahlt und nicht zweimal Sozialleistungen wie Kindergeld bezieht. Im Lauf des Lebens bleibt sie immer gleich, auch bei Umzügen. Sie muss bei der gesetzlichen Rentenversicherung ebenso vorliegen wie bei privaten Lebensversicherern, damit das Finanzamt nachverfolgen kann, ob alle Bezüge korrekt in der Steuererklärung angegeben werden.

Ab 2016 müssen sie auch Banken haben, wenn ihnen ein Freistellungsauftrag erteilt wurde, um den Sparerfreibetrag von 801 EUR pro Person zu nutzen. Dieser kann auf mehrere Institute verteilt werden, die Summe darf aber 801 EUR nicht überschreiten. Vor 2011 mussten Steuerpflichtige ihre Steuer-ID nicht angeben. Diese Anträge verlieren ab 2016 automatisch ihre Gültigkeit. Daher sollten Sparer ihre Bank kontaktieren, ob sie einen neuen Antrag stellen müssen.

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25.11.2015, 08:30 Uhr | geändert: 25.11.2015, 06:01 Uhr

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