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Real gnadenlos vorgeführt

0:4-Heimniederlage im Clásico - Madrider Fans feiern Barça-Star Iniesta

0:4 - Real Madrid ist beim spanischen Clásico vor eigenem Publikum vom FC Barcelona gedemütigt worden. Viele Fans fordern den Rücktritt von Trainer Rafael Benítez - und beklatschten das Traumtor von Andres Iniesta.

23.11.2015
  • DPA

Madrid Die einen fordern die Entlassung von Trainer Rafael Benítez, die anderen den Rücktritt des Vereinspräsidenten Florentino Pérez: Das 0:4-Debakel von Real Madrid im Clásico gegen den FC Barcelona hat die Fans der Königlichen in Aufruhr versetzt und den spanischen Fußballrekordmeister in eine schwere Krise gestürzt. "Das Urteil über Benítez ist gefällt", schreibt das Sportblatt "Marca", "die Frage ist nur, ob der Trainer jetzt bald oder erst zum Ende der Saison entlassen wird." Als möglicher Nachfolger ist der frühere Weltklassespieler Zinédine Zidane im Gespräch, der das B-Team von Real trainiert.

Die Zuschauer im Bernabéu-Stadion pfiffen die Real-Stars um Cristiano Ronaldo aus, aber bedachten Andrés Iniesta, den Kapitän des Gegners, mit Ovationen. Der Barça-Regisseur hatte nach einem Hackentrick von Neymar in der 53. Minute einen spektakulären Treffer zum 3:0 erzielt. "Iniesta gehört zum Weltkulturerbe", lobte Trainer Luis Enrique den Schützen. Zuletzt hatte es vor zehn Jahren im Bernabéu-Stadion Beifall für einen Spieler des Erzrivalen gegeben. Der Applaus galt damals dem Brasilianer Ronaldinho, der Barça zu einem 3:0-Sieg geführt hatte.

Die Real-Anhänger empfanden die 0:4-Blamage ihrer Elf als eine Demütigung. Ihre Wut richtete sich nicht nur gegen Trainer Benítez, sondern auch gegen den Clubchef. Mit Sprechchören "Florentino dimisión" verlangten sie den Rücktritt des Real-Präsidenten.

Die Königlichen wurden von Barça regelrecht vorgeführt und zeigten keine entschlossene Gegenwehr. Manche Zuschauer hatten den Eindruck, als spielten Ronaldo und Co. gegen ihren Trainer. "Auf dem Platz gingen sehr seltsame Dinge vor sich", konstatierte Ex-Coach Radomir Antic, der bei beiden Clubs unter Vertrag gestanden hatte.

Benítez, der zu Saisonbeginn den entlassenen Carlo Ancelotti abgelöst hatte, räumte Fehler ein, sah sich aber nicht als der Alleinschuldige. "Wir wollten Barça in der eigenen Hälfte unter Druck setzen, aber das haben die Spieler nicht immer getan." Dabei hatte der Trainer, dem bislang eine übertriebene Defensivtaktik vorgehalten worden war, im Clásico genau das getan, was von ihm verlangt wurde: Er bot in Ronaldo, Gareth Bale, Karim Benzema und James Rodríguez vier Angreifer auf, wurde aber für den "Verrat" am eigenen Konzept hart bestraft. Nach einer Bilderbuch-Kombination über 40 Stationen, an der alle Barça-Feldspieler beteiligt waren, brachte Luis Suárez die Katalanen schon nach zehn Minuten in Führung. Neymar (38.) erhöhte auf 2:0, Suárez (73.) setzte nach dem Iniesta-Tor mit seinem zweiten Treffer den Schlusspunkt.

0:4-Heimniederlage im Clásico - Madrider Fans feiern Barça-Star Iniesta
Selbst die Real-Fans quittierten diesen Treffer von Barça-Spieler Andres Iniesta mit Ovationen. Foto: dpa

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23.11.2015, 12:00 Uhr

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