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2. Fußball-Bundesliga

0:5-Debakel zur Unzeit schockt den VfB

Der Aufwärtstrend der Stuttgarter nach dem Trainerwechsel wurde in Dresden jäh gestoppt.

17.10.2016
  • WSX

Dresden. Die Blamage bei Dynamo Dresden löste Enttäuschung, Entsetzen und Ratlosigkeit aus. „Es war ein grausamer Tag“, resümierte VfB-Trainer Hannes Wolf nach dem 0:5 (0:3) des Erstliga-Absteigers beim zuvor vier Spiele sieglosen Zweitliga-Neulings. Sportvorstand Jan Schindelmeiser konstatierte: „Wir haben schlecht gespielt. Da gibt es zu Recht Kritik.“ Kapitän Christian Gentner sagte: „Es gibt keine Ausreden: weder Aufstellung noch Länderspielreisen, noch ob jemand auf der falschen Position gespielt hat.“ Bitter: Der Japaner Hajime Hosogai fällt wegen eines Zehenbruchs mindestens zwei Wochen aus. Statt in Sachsen den Aufwärtstrend seit der Trennung von Trainer Jos Luhukay fortzusetzen, stellen sich nach diesem desaströsen Rückschlag wieder die alten Fragen: Fehlt es der Mannschaft an Selbstbewusstsein, hat sie die neue, schwierige Lage noch nicht realisiert, reicht die Qualität des nominell gut besetzten Kaders doch nicht für die direkte Rückkehr in die Bundesliga?

Nach den ersten 30, teilweise ansprechenden Minuten mit zwei guten Chancen durch Gentner (21.) Carlos Mané (33.) begann der Einbruch. „Wenn der VfB da in Führung geht, läuft die Partie anders“, urteilte Dresdens zweifacher Torschütze Akaki Gogia. Aber dann ging es Schlag auf Schlag: Innerhalb von nur sechs Minuten kippte Dynamo die Partie komplett und versetzte den Stuttgartern frühzeitig den krachenden K.o.

Schlimme Fehler

Stefan Kutschke (38.), Andreas Lambertz (42.) und Gogia (44.) sorgten bereits vor der Pause für die Entscheidung. Erneut Gogia (74.) und Pascal Testroet (77.) machten das VfB-Fiasko vor 29 900 Zuschauern perfekt. Mit eklatanten Fehlern hatte Stuttgarts Defensive das Debakel selbst ausgelöst. Aber auch Mittelfeld und Offensive blieben weit unter Normalform. „Wir haben den Dresdnern zu viele Räume gegeben, haben sie sich in einen Rausch spielen lassen“, fasste Gentner die Unzulänglichkeiten zusammen. Schindelmeister sah das genauso: „Wir haben insgesamt keine gute Leistung gezeigt.“ Der VfB habe weder präzise noch schnell gespielt und die Zweikämpfe nicht mit der nötigen Aggressivität bestritten.

Nun will der VfB im nächsten Heimspiel am Freitag (18.30 Uhr) gegen den TSV 1860 München Wiedergutmachung leisten. „Wir müssen das sachlich aufarbeiten und können das am Freitag wieder korrigieren, wenn wir eine vernünftige Leistung auf den Platz bringen“, sagte Gentner. Aber der Mittelfeldmann hatte zumindest unmittelbar nach dem 0:5 gewisse Bedenken, ob die Wende gegen die angeschlagenen Löwen gelingen wird: „Ich hoffe nicht, dass wir länger als bis zu diesem Spiel brauchen, um das zu verarbeiten.“ dpa/swp

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17.10.2016, 06:00 Uhr

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