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10 Fragen an den Dalai Lama

Geschwätzig wie ein Haustür-Missionar ist diese US-Doku über den Dalai Lama.

Geschwätzig wie ein Haustür-Missionar ist diese US-Doku über den Dalai Lama.

10 QUESTIONS FOR THE DALAI LAMA
Dokumentarfilm - USA

Regie: Rick Ray


- ab 12 Jahren

Tagblatt-Wertung

Leser-Wertung

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23.11.2015
  • Dorothee Hermann

Was bleibt einem, wenn die Politik „schmutzig“ geworden ist, weil die Menschen dabei nur noch ihren „selbstsüchtigen Motiven“ folgen? Nach dieser bereits im Vorspann angerissenen Frage hat es der US-Filmer Rick Ray lieber spirituell, statt die politische Analyse etwas gründlicher zu betreiben.

Für seine Dalai-Lama-Doku reist er in eine der letzten Weltgegenden, wo empfängliche Gemüter Symbole religiöser Erhabenheit noch geballt vorfinden mögen – in der Natur (Himalaya!) und in der Person des Dalai Lama, des geistigen Oberhaupts der Tibeter. Ein weiterer Akteur droht allerdings, die entsprechende jahrtausendealte Tradition auszulöschen: Es ist China. Dennoch tritt der Dalai Lama strikt für Gewaltlosigkeit ein. „Unser Überleben hängt von uns allen ab. Deshalb ist das Konzept des Kriegs völlig veraltet.“

Abgesehen von einigen solcher Merksätze erfährt man nicht viel, obwohl der Regisseur eine Art Wohnzimmer-Audienz bei „Seiner Heiligkeit“ genießt. Vor allem aber inszeniert der Filmemacher die eigene spirituelle Reise. Mit dem beflissenen Tonfall eines Haustür-Missionars ist er in nahezu jeder Einstellung als Ich-Erzähler präsent. Einmal lässt er einfließen, dass der Dalai Lama jeden unaufrichtigen Besucher sofort abweise. Der Filmemacher wird vorgelassen – und nobilitiert sich somit selbst. Deshalb ist dieser Streifen eher nur für ganz harte Tibet-Fans zuträglich.

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23.11.2015, 12:00 Uhr | geändert: 07.08.2009, 12:00 Uhr

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26.05.2008

12:00 Uhr

Hans schrieb:

Bleibt zu hoffen, daß sich die Zuschauer nicht von der kleingeistigen Kritik von diesem wunderschönen Film abhalten lassen. Politische Analysen gibt es anderswo zur Genüge. Mich hat dieser Film einfach nur inspiriert. Auch wenn ich kein 'Hardcore-Tibet-Fan' bin. Was wäre wenn andere Denkweisen und Wege zur Konfliktbewältigung als die hinlänglich bekannten einmal angewendet werden?



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