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Ausgleich zum Alltag

10 Kilometer, 10 Wochen, 10 Läufer: Asha Hannaleck trainiert

Bis zum Startschuss am 21. September stellt das TAGBLATT Läuferinnen und Läufer vor, die sich beim gemeinsamen Training auf den Tübinger Erbe-Lauf vorbereiten.

20.08.2014
  • Moritz SIebert

Tübingen. Sona Hannaleck aus Weiler zählt zu den sogenannten „Glorreichen Sieben“. So hieß das Laufprojekt im Vorfeld des Erbe-Laufs 2012: Olympiasieger Dieter Baumann hatte damals in vier Monaten sieben Laufanfänger für die 10-Kilometer-Strecke fit gemacht. Zwei Jahre später ist Hannaleck immer noch begeisterte Läuferin. Sie bietet längst selbst Laufkurse an – und hat nun ihre Tochter zum Laufen motiviert.

„Ich meine, das kann ja nicht sein“: Asha Hannaleck will nicht von Neid um die Fitness ihrer Mutter sprechen. Es sei eher so gewesen, dass die Mutter die Tochter motiviert habe. Jede Woche habe sie gesehen, wie ihre Mutter mit ihrer Laufgruppe unterwegs ist. „Jetzt muss ich endlich auch wieder fit werden“, habe sie sich gedacht. Asha Hannaleck hat sich daraufhin entschlossen, ebenfalls für den Tübinger Erbe-Lauf zu trainieren und sich dem Vorbereitungstraining mit Dieter Baumann und dem Sportinstitut der Uni Tübingen anzuschließen.

Dass das Stadtlauf-Vorbereitungstraining abends ist, komme ihr zugute, sagt sie. Denn alleine könne sie sich nach einem Uni-Tag wohl nicht mehr zum Training aufraffen. „Laufen ist ein wunderbarer Ausgleich zum Lernen“, findet sie. Die Jura-Studentin hat im Juli ihre Schwerpunktprüfung hinter sich gebracht und startet jetzt in das Vorbereitungsjahr auf das Examen. Das heißt: Jeden Tag sitzt die 25-Jährige bis abends in der Uni und lernt. Hannaleck hat sich auf Völkerrecht spezialisiert.

Gut könne sie sich vorstellen, nach der Uni im Auswärtigen Amt zu arbeiten. „Die Ausdauer, die man beim Sport bekommt, kann man auch beim Lernen gebrauchen“, hat Hannaleck festgestellt. Mit zunehmender körperlicher Fitness sei ihre Ausdauer auch in der Uni besser geworden. Das Examen selbst vergleicht sie mit einem Lauf. Allerdings komme das eher einem Marathon-Lauf gleich. Hannaleck ist keine Laufanfängerin. Im vergangenen Jahr hat sie bei einem Jedermann-Triathlon in Ulm mitgemacht: 800 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren und fünf Kilometer Laufen. Eine Stunde und 40 Minuten hat sie dafür benötigt. Über die Wintermonate habe sie ihre Kondition aber wieder verloren: „Wenn man schon zwei Wochen nicht trainiert, merkt man das sofort.“ Beim Vorbereitungstraining auf den Erbe-Lauf hat sie sich der Gruppe der Wiedereinsteiger angeschlossen. In der dritten Trainingswoche legt die Gruppe bereits eine acht Kilometer lange Strecke durch das Kirnbachtal zurück. Jeder läuft sein eigenes Tempo. Ihre Ausdauer macht Hannaleck an diesem Tag keine Probleme – nur mit einer Blase am Fuß plagt sie sich.

Für den Erbe-Lauf ist sie zuversichtlich. Die 10-Kilometer-Strecke, die am 21. September ansteht, ist allerdings nicht ihr einziges Ziel. Ihr ist es wichtig, danach dranzubleiben und nicht wieder über den Winter die Kondition zu verlieren.

Info: Das gemeinsame Training ist immer dienstags und donnerstags um 18 Uhr bei der Finnenbahn der Universitätssporthalle in der Alberstraße. Auch bei schlechtem Wetter.

10 Kilometer, 10 Wochen, 10 Läufer: Asha Hannaleck trainiert
Asha HannaleckBild: Siebert

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20.08.2014, 12:00 Uhr

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