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Training statt Urlaub

10 Kilometer, 10 Wochen, 10 Läufer: Jutta Möck startet am Sonntag beim Stadtlauf

Rund 1900 Läuferinnen und Läufer starten am Sonntag beim Tübinger Erbe-Lauf. Eine von ihnen ist Jutta Möck. Sie hat sich beim gemeinsamen Training auf die Zehn-Kilometer-Strecke vorbereitet.

19.09.2014
  • Moritz Siebert

Tübingen. Am Sonntag ist es endlich so weit. Über zehn Wochen hat das Team um Olympiasieger Dieter Baumann Laufeinsteiger und Wiedereinsteiger fit gemacht für den Erbe-Lauf. Die allermeisten sind drangeblieben. Und die allermeisten werden am kommenden Sonntag auch an den Start gehen.

Fit für die zehn Kilometer fühlt sich auch Jutta Möck aus Wendelsheim. Vor zehn Wochen sah das noch anders aus: Im Juli hat sie sich der Trainingsgruppe als Laufanfängerin angeschlossen. Damals habe sie sich kaum vorstellen können, dass sie die Strecke schaffen werde, blickt sie zurück. „Fortschritte sind aber möglich, wenn man dranbleibt.“ Als Physiotherapeutin wisse sie das, versichert Möck. Jeden Tag unterstütze sie schließlich ihre Patienten darin, sich Ziele zu setzen.

„Meine Motivation war es, einen Einstieg in das Laufen zu finden“, sagt die 58-Jährige. Beim gemeinsamen Training habe sie Unterstützung von Gleichgesinnten gefunden und professionelle Betreuung, erinnert sie sich an die ersten Trainingseinheiten. „Das hat prima geklappt. Der Dieter und sein Team sind sehr motivierend gewesen.“ Sie schwärmt von der Organisation und lobt das Trainingsteam vom Sportinstitut für den Aufwand.

Trotz allem – der Anfang war schwer, das hat Jutta Möck nicht vergessen. „Mir ging anfangs schnell die Luft aus“, erzählt sie: „Und dann merkt man halt auch den Unterschied zu Läufern, die etliche Jahre jünger sind.“ Vor allem wenn schnellere Läufer auf der Trainingsstrecke leichtfüßig an ihr vorbeigezogen sind, sei das hart für sie gewesen.

Eigentlich wollte Möck schon im vergangenen Jahr beim Erbe-Lauf starten. Auch beim Vorbereitungstraining hatte sie damals mitgemacht, allerdings nur anfangs. Dann kam der Urlaub dazwischen. Und danach fand sie keinen Einstieg mehr: Der Trainingsrückstand war zu groß. Dieses Jahr sollte alles anders laufen, hatte sich Möck vorgenommen: Der Urlaub musste erstmal warten. Der Stadtlauf hatte Vorrang.

Die 58-Jährige hat sich an Dieter Baumanns Trainingsplan gehalten und ist in den vergangenen zehn Wochen fast jeden Dienstag und jeden Donnerstag zum Training gekommen. Auch wenn sie von ihrem Wohnort Wendelsheim eine etwas längere Anfahrt hatte. An den Wochenenden hat sie für sich trainiert, hat das für die jeweilige Trainingseinheit vorgegebene Pensum immer absolviert und sich an die Anweisungen der Trainer gehalten: Das eigene Tempo laufen. „Das hat geholfen“, ist sie sich sicher.

Mit dem Atmen sei es über die Wochen immer besser gegangen. „Ich habe gemerkt, dass die Beinmuskeln kräftiger wurden“, sagt sie: „Plötzlich konnte ich streckenweise richtig rennen.“ Bald lief Möck locker eine halbe Stunde am Stück. Und von da an war für sie klar: „Ich will dranbleiben, ich will die zehn Kilometer laufen.“

„Dranbleiben“, wiederholt Möck und schmunzelt: „Das ist übrigens Dieters meistverwendetes Wort in seinen Ansprachen.“

10 Kilometer, 10 Wochen, 10 Läufer: Jutta Möck startet am Sonntag beim Stadtlauf
Jutta MöckBild: Siebert

Die Startnummernausgabe für den Erbe-Lauf ist in der Mensa Wilhelmstraße. Die Teilnehmer können ihre Startnummer am Samstag, 20. September, zwischen 10 und 18 Uhr und am Sonntag, 21. September, von 8 Uhr an abholen. Das Startpaket enthält außerdem Sicherheitsnadeln, Läuferchip, Gepäckaufkleber und Running-Shirt. In der Mensa können die Läufer auch ihr Gepäck aufbewahren. Umkleide- und Duschmöglichkeiten gibt es etwa 500 Meter vom Start entfernt, nämlich in der Sporthalle des Instituts für Sportwissenschaft in der Alberstraße 27. Am Sonntag ist auch ein kostenloser Shuttle-Bus eingerichtet, der Besucher zwischen 11 und 20.30 Uhr im Zehn-Minuten-Takt vom Festplatz-Parkplatz zum Hauptbahnhof bringt. Von 11 bis 14 Uhr ist die Zufahrt zum Österberg gesperrt. Anwohner können den Haldenweg nutzen.

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19.09.2014, 12:00 Uhr

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