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Teurer Winter

100 000 überplanmäßige Euro beim Bauhof

Nur in Mitteleuropa war der vergangene Winter ein besonders harter und schneereicher. Der Sulzer Bauhofchef Alexander Beller erklärte dem Ausschuss für Technik und Umwelt, dass so ein Winter aber freilich auch Kosten verursacht. Zusätzliche Kosten von fast 100 000 Euro.

30.09.2010

Sulz. Teuer wird es im Nachhinein vor allem dann, wenn man zuvor in einem so genannten Sparhaushalt die geplanten Kosten für Geräte, Fahrzeugunterhalt oder Streugut im Haushaltsplan absichtlich niedrig hält – in der Hoffnung, es werde schon einen milden Winter geben. Doch das Wetter lässt sich halt nicht planen und so machte der Winter 2009 / 2010 dem Kämmerer einen Strich durch die Rechnung.

Allein für Streugut müssen heuer 25 000 Euro mehr ausgegeben werden als die im Haushaltsplan vorgesehenen 20 000 Euro. Denn nach dem Winter ist für Bauhofchef Alexander Beller vor dem Winter, die Streugutlager sind fast leer und Beller will jetzt noch die Frühbucherrabatte nutzen, um für den vielleicht wieder sehr harten Winter 2010 / 2011 wieder ebenso gut gerüstet zu sein wie für den vergangenen.

Im Gegensatz zu so mancher Nachbargemeinde war in Sulz nämlich das Streugut nicht ausgegangen, sodass Beller drum herum kam, mitten im Winter sündhaft teures Meersalz vom Atlantik importieren zu müssen. Mit 450 Tonnen war der Sulzer Streusalzverbrauch im vergangenen Winter übrigens nicht höher als im Jahr zuvor. Es gab zwar mehr Schnee, aber dafür weniger Nässe mit Glatteis, erklärt Beller.

Auch führten die vermehrten Winterdiensteinsätze zu höheren Personalkosten sowie zu erhöhtem Verschleiß an Material, Geräten und Fahrzeugen. Beller spricht von etwa 40 Prozent Mehraufwand beim Winterdienst in der vergangenen Saison. All das muss natürlich noch dieses Jahr instand gesetzt werden, außerdem müssen zum Jahresende noch die Vergütungen für Fremdunternehmen bezahlt werden. Die überplanmäßigen Ausgaben von 95 000 Euro sollen über einen Haushaltsrest sowie mit Mehreinnahmen beim Gemeindeanteil der Einkommensteuer gedeckt werden.

130 Kilometer Straßen und Wege, 25 Kilometer Gehwege und öffentliche Plätze hat die Stadt Sulz zu räumen. In der Kernstadt erledigt das der Bauhof mit zwei Unimogs, einem 18-Tonner sowie sechs Fahrern. Dazu sind zwei Kleinschlepper auf Gehwegen und Plätzen unterwegs. Selbst leistet die Stadt somit lediglich 33 Prozent des Winterdienstes, die restlichen 67 Prozent vor allem in den Teilorten, werden extern vergeben.

Früher seien es vor allem Landwirte gewesen, so Beller, doch inzwischen müsse man in vielen Ortschaften auf Fremdunternehmen zurückgreifen: In Fischingen, Bergfelden und Holzhausen macht die Firma Bau-Steeb den Winterdienst, vom kommenden Jahr an auch in Mühlheim und Renfrizhausen. In Dürrenmettstetten, Sigmarswangen, Hopfau und Glatt sind derweil noch drei Landwirte beim Räumdienst engagiert. hz

Info: Auf Sulzer Straßen wird werktags von 7 bis 20 Uhr, sonn- und feiertags von 8 bis 20 Uhr geräumt; auf Gehwegen werktags von 8 bis 20 Uhr, sonn- und feiertags von 8.30 bis 20 Uhr. Welche Straßen und Wege zuerst geräumt werden, legt der städtische Bauhof fest. Vorrangig werden Durchgangsstraßen, Busstrecken, Füßgängerüberwege, Steilstrecken oder Brücken geräumt und gegebenenfalls mit Split gestreut. Bei Eisglätte wird aber auch Tausalz verwendet.

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30.09.2010, 12:00 Uhr

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