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Jeden Tag gerne zur Schule

1000 Unterschriften für den Erhalt des Altinger Schulkonzepts

Durchaus freundlich empfing Ammerbuchs Bürgermeister Friedrich von Ow-Wachendorf die 16 Altinger Mütter, die zur Übergabe der Unterschriften ins Entringer Rathaus gekommen waren. So recht verstanden fühlten sie sich hinterher aber nicht.

17.09.2010
  • Stephan Gokeler

Entringen. Die „Initiative Eltern für Altinger Konzept“ fürchtet angesichts sinkender Schülerzahlen um die Zukunft des preisgekrönten Schulmodells in ihrem Ort. Genau 1060 Unterstützerunterschriften für den Erhalt der Altinger Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule (GHWRS) hat die Initiative deshalb in den vergangenen Wochen gesammelt. Vorwiegend bei Bürgerinnen und Bürgern aus Ammerbuch, aber an den Informationsständen und im Bekanntenkreis wurden Unterschriften auch von auswärtigen Unterstützern gerne angenommen. Gestern Vormittag wurden diese an Bürgermeister Friedrich von Ow-Wachendorf übergeben, 16 Frauen aus Altingen und einige Kinder waren dazu im Entringer Rathaus erschienen.

Von Ow hieß die Anwesenden „als Fans und Betroffene“ herzlich willkommen und äußerte Verständnis „für jeden, der sich für sein Anliegen engagiert“. Persönlich sei er „dem Grunde nach“ davon überzeugt, dass Kinder zumindest im Grundschulalter möglichst am Wohnort zur Schule gehen sollten, sagte der Bürgermeister. Wie der Gemeinderat habe er aber die Interessen ganz Ammerbuchs abzuwägen.

An was er dabei denkt, machte er mit einer Aufzählung deutlich: Von Winterschäden betroffene Straßen, viele sanierungsbedürftige Gebäude, die Zukunft des Entringer Freibads und die vorhandenen Hallenkapazitäten müssten finanziell im Zusammenhang mit der Frage künftiger Schulstandorte betrachtet werden.

Gleichwohl versprach er, dass er mit dem Gemeinderat bei den Themen Kinder, Jugendliche und Bildung „rasch einen deutlichen Schritt weiter kommen“ wolle. Vorsorglich appellierte von Ow an seine Besucherinnen, die künftige Schulkonzeption sachlich zu diskutieren und „Emotionen rauszunehmen – anders als bei Stuttgart 21 derzeit“.

Dass ihr Engagement in anderen Teilorten auch als Konkurrenz wahrgenommen wird, haben die Mitglieder der Initiative bei „manch kontroverser Diskussion“ während der Unterschriftensammlung durchaus festgestellt. „Unser Einsatz für das Altinger Modell ist aber nicht gegen andere Schulstandorte in der Gemeinde gerichtet“, betonte Friederike Schilling im Gespräch mit dem TAGBLATT. Das wollen die Eltern auch in der kommenden Woche in zwei offenen Gesprächsrunden mit den Gemeinderäten der GAL sowie der Freien Wähler und Bürgerlichen deutlich machen.

Vor allem um das vorbildliche Miteinander der Schüler aller Altersgruppen, die liebevolle Lernumgebung und dem Konzept eines Lernens mit allen Sinnen gehe es ihnen, wie Friederike Schilling und Charlotte Riegler gegenüber dem TAGBLATT betonten. Dies funktioniere nur, wenn Grund-, Haupt- und Werkrealschule an einem Standort vereint seien und könne auch nicht einfach an einen anderen Standort verpflanzt werden. Der Bürgermeister hingegen sei nur auf eine wohnortnahe Grundschule eingegangen, was für die Altinger Eltern aber gar nicht vorrangig sei. „Wir sind uns nicht zu gut zum Fahren – das müssen viele andere auch“, so Charlotte Riegeler. Und Friederike Schilling ergänzte: „Es geht darum, dass in der Altinger Schule über Jahrzehnte etwas entstanden ist, von dem alle profitieren – die Kleinsten genauso wie die Älteren. Unsere Kinder gehen jeden Tag gerne in die Schule.“

Wir sind uns nicht zu gut zum Fahren.

Charlotte Riegler von der Elterninitiative

1000 Unterschriften für den Erhalt des Altinger Schulkonzepts
Über 1000 Unterschriften hat die Elterninitiative für den Erhalt der Altinger Schule gesammelt. Gestern übergaben Vertreterinnen die Liste an Bürgermeister von Ow-Wachendorf (links). Bild: Mozer

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17.09.2010, 12:00 Uhr

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