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10.000 BC

Mammuts statt Menschen – mit dieser Formel hätt‘s vielleicht was werden können

Mammuts statt Menschen – mit dieser Formel hätt‘s vielleicht was werden können

10000 BC
USA

Regie: Roland Emmerich
Mit: Steven Strait, Camille Belle, Cliff Curtis

- ab 0 Jahren

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23.11.2015
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Die Steinzeit ruft! Und wer hätte sie filmisch besser in Szene setzen können als der begabte Digitaldesigner Roland Emmerich („Godzilla“), der freilich noch nie einen stimmigen Menschencharakter auf die Leinwand gebracht hat? Mit Mammuts hat der Monumentalist dagegen keine Probleme, und so gibt es anfangs ein paar beeindruckende Bilder von Treibjagden und Stampeden.

Für eine pseudohistorische Reportage war sich das Spielbergle aus Sindelfingen aber natürlich zu schade, ihm schwebte Größeres vor, eine Retro-Vision vom Kampf unterschiedlich zivilisierter Kulturen ausgangs des Neolithikums.

Von dieser kühnen These und ihrer Ausschmückung (gab es damals wirklich schon Silikonbrüste?) mögen sich Frühhistoriker mit Grausen wenden; reizvoll ist die Vorstellung aber schon, dass die einen mit primitivem Gerät den Zottelviechern nachstellten, während die anderen bereits Pyramiden bauten, wofür sie erstere wiederum als Arbeitssklaven brauchten.

Leider geht daraus nur eine läppische Geschichte um Verschleppung und Verfolgung hervor, die sich als jugend- und keimfreies Plagiat von Mel Gibsons „Apocalypto“ entpuppt. Eh man sich versieht, ist die Steinzeit bloß noch ein Steinbruch für ein beliebiges Hollywood-Abenteuerchen mit Herzschmerz, Heldenmut und einer Handvoll Computertricks.

Mixte Gibson aus solchen Zutaten eine grandiose Trash-Oper, so bleibt von „10.000 BC“ nur der Eindruck eines kitschigen Bilderbuchs vom intellektuellen Format eines Australopithecus.

Spielplan

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23.11.2015, 12:00 Uhr | geändert: 07.08.2009, 12:00 Uhr

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26.03.2008

12:00 Uhr

Chris schrieb:

So schlecht wie manche hier über den Film schreiben,war er gar nicht.
Kann den Film nur empfehlen,fand ihn echt ok.



19.03.2008

12:00 Uhr

Bianca schrieb:

Spitzenfilm !
Spannend bis zur letzen Minute.



11.03.2008

12:00 Uhr

EbmB schrieb:

Gurke des Jahres! Und das Jahr dauert noch lange... - Über Geschmack lässt sich ja bekanntlich streiten, über guten jedoch nicht! ;-)
Ansonsten siehe vorherige Kommentare. Mehr gibt es dazu nicht anzumerken. Positivere Aspekte nicht vorhanden. Leider.



07.03.2008

12:00 Uhr

Sebastian Selig schrieb:

Eins vorneweg, ich mag Roland Emmerich-Filme. Ich mag seinen wunderbar cheesy Pathos, das herrliche Anschwellen bombastischer Orchestermusik, die ganz auf ihre emotionale Funktion reduzierten Figuren insbesondere in THE PATRIOT (Mel Gibson der seinen 9-jährigen Sohn anhält: "Shoot the officers first"), THE DAY AFTER TOMORROW ("Wherever you are, I will find you"), INDEPENDENCE DAY (der Hund der vor der Feuerwolke über die Autodächer hüpft)... 10.000 B.C. hat leider von alldem gar nichts mehr. Ja nicht einmal mal mehr beindruckenden Effekte-Bombast.
Das Baby hier ist wirklich der langweiligste und unbeholfenste Mist, der seit verdammt langer Zeit mit großem Aufwand ins Kino geprügelt wurde. Action? Pustekuchen. Wenn überhaupt mal etwas Bewegung in die dröge dahinplättschernde Handlung kommt, dann sieht das aus als wäre es in den frühen 90ern inszeniert worden. Effekte? Geradezu lachhaft unbeholfen. Schlecht animierte CGI-Tiere (insbesondere der Säbelzahntieger mit seinem übergroßen Kopf und ruckeligen Bewegungen sieht ja mal sowas von Scheisse aus) oder große bewegte Matepaintings, bei denen jeder kleiner, reinkopierter Ägypter die gleiche monotone Bewegung vortäuscht.
Dabei ist die lieblose Inszenierung noch gar nicht mal das Schlimmste. Das Ding ist einfach strunzlangweilig. Dazu liegt nahezu über dem kompletten Film eine Märchenonkel Off-Stimme, die einem jede Szene auch noch ankündigt, damit auch wirklich gar keine Spannung mehr aufkommen kann. Es ist es ja nicht mal so, dass der Film besonders viel zu erzählen hätte. Die Handlung ist sowas von unbeholfen langatmig, die Figurenzeichnung einfach nur nervig. Am schlimmsten der kindliche Side-Kick, der dem stets mit Verzögern beschäftigten "Helden" (ein echtes Milchbrötchen) hier an die Seite gestellt wurde. Den haben sie wohl direkt aus einem WILDE KERLE 5-Spinn-Off rausgecastet.
Mal so richtig übel wird das Ganze dann, wenn man die schneebedeckten Berge hinter sich lässt und auf andere Stämme trifft. Mal ganz abgesehen davon, dass hier alles was böse ist einen Turban trägt, so richtig hardcore rassistisch wird es, wenn Emmerich in seiner unbeholfen naiven Art versucht schwarz-afrikanische Geschichte nachzuzeichnen. So überzeichnete "Neger-Stämme" hat man ihm Kino wohl seit den Tarzan-Filmen aus den 50ern nicht mehr vorgesetzt bekommen. Da wird wirklich kein Stereotyp ausgelassen. Puh...
Auch ganz wunderbar: die Ägypter werden hier von Außerirdischen (einmal fällt auch ein Hinweis auf Atlantis) angeführt, die geradewegs aus dem nächsten STARGATE entsprungen zu sein scheinen. Im Finale gibt`s genau für 3 Minuten mal kurz Schmackes wie in alten Zeiten (wenn auch, wie der ganze Film, extrem um Unblutigkeit bemüht) nur um das Ganze dann wieder sowas von blödsinnig mit einer mitten im Kampf auszubremsen. Da kann man wirklich nur noch den Kopf schütteln. Gerade so als wäre hier hinter den Kulissen jemand am Werk gewesen, jeden auch nur leicht aufkommenden Spannungsmoment sofort wieder im Keim zu ersticken.
Ich will jetzt gar nicht von der Babelsberg-haften, wie ich es erlebt habe, unbeholfen "Deutschigkeit" reden, die den Film in wirklich jeder Szene denkbar schlecht aussehen lässt. Wie das schlimmste Klischee von einem der auszog Hollywood nachzuäffen. Brrrr....



06.03.2008

12:00 Uhr

dorfjunge schrieb:

Das Zielpublikum dieses Filmes sind die pubertierenden mänlichen Jugendlichen (ca. 9 bis 13 Jahre).
Wer Eragon gut fand, wird sich auch hier wohl fühlen.
Platte Bearbeitung der Begriffe Vatervorbild und Sehnsucht nach Demselben, Familienzugehörigkeit, Ehre, Freundschaft, wahre Liebe, Aufopferung, Neid, Missgunst, ...
Also nicht der Werbung glauben.
Die Bilder an sich sind tlw. ganz schön. Leider gibt es zu wenig davon!
Das Medien Tam-Tam zu dem Film ist mächtig übertrieben.
Auch die "Spielzeiten" sind fehl am Platz.
Genau die haben mich dazu verleitet, den Film zu sehen...
Man wird die leisen Zweifel nicht los, dass man vom Kinobetreiber - auf gut deutsch gesagt - verarscht wurde.
Wenn ich mit "meinen kleinen Bruder" ins Kino gegangen worden wäre und gewußt hätte, was mich da erwartet, hätte ich mich darauf einstellen können und hätte dem Film womöglich noch was abgewinnen können.
Aber so. Nö!



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