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Vesperkirche

13 Tage Mahl-Gemeinschaft

Gestern wurde die 9. Horber Vesperkirche eröffnet. Bis zum 5. Februar gibt es im Steinhaus täglich Essen für Bedürftige und Nicht-Bedürftige. .

23.01.2017
  • Willy Bernhardt

Dass Horb eine soziale Stadt nicht nur auf dem Papier ist, sondern dass der Stadt auch tatsächlich viel daran liegt, Menschen zu unterstützen, denen es nicht so gut geht, wurde bei der gestrigen und nunmehr neunten Eröffnung der „Ökumenischen Horber Vesperkirche“ im Steinhaus deutlich. Nach Rolf Maiers großer Sozial-Aktion „Weihnachten schenken in Horb“ am 23. Dezember öffnete die Vesperkirche nunmehr wieder ihre Pforte und diese bleibt bis Sonntag, 5. Februar, jeweils täglich zwischen 11.30 und 14 Uhr für Bedürftige jedweder Herkunft offen.

Oberbürgermeister Peter Rosenberger sprach in seinem kurzen Grußwort sowohl im Namen der Stadtverwaltung Horb wie auch von dessen Gemeinderat, der durch die Gremiumsmitglieder Thomas Mattes und Elisabeth Schneiderhan vertreten war. Die Stadt gehört zu neun weiteren großzügigen Firmen, Einrichtungen und Personen, welche die Vesperkirche überhaupt erst in dieser Form möglich machen, betonte auch Dekanatsreferent Achim Wicker. Das Stadtoberhaupt dankbar an die Adresse der Horber Kirchen: „Wir sagen Danke dafür, dass wir Teil davon sein können, wie Menschen miteinander reden und leben. Bei der Vesperkirche kann man solidarisch sein und gleichzeitig auch Gemeinschaft spüren. Dies ist ein Mehrwert für uns alle.“

Elisabeth Steimle am Flügel

Am Flügel wieder dezent von Elisabeth Steimle unter anderem mit Klassikern aus der Musikgeschichte wie „Summertime“ oder „Amazing Grace“ begleitet, nahm die neunte Horber Vesperkirche einen überaus harmonischen und entspannten Auftakt. Da es sich bei der Vesperkirche um eine ökumenische Aktion handelt, eröffneten Pfarrerin Susanne Veith und Diakon Klaus Konrad die Sozial-Aktion mit einem kurzen gemeinsamen Gottesdienst. Dieser begann mit einem Zitat Veiths aus der Monats-Losung „Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch“, heißt es da im Spruch des Propheten Hesekiel, der gleichzeitig illustriert und bildlich gestaltet wurde von der Mössinger Künstlerin Stefanie Bahlinger und der in Kartenform von Dr. Ursula Nagel an alle Besucher verteilt wurde. Der darauf abgebildete rote Pfeil zielt dabei mitten ins Herz und damit „mitten in unser Leben“ und genau dies wolle auch die 9. Horber Vesperkirche erreichen, so Susanne Veith und Klaus Konrad.

Zunächst jedoch hieß Dekanatsreferent Achim Wicker im Namen aller Träger der Vesperkirche wie das Zentrum des Zuhörens Horb, dem Katholischen Dekanat, der Caritas und Horber Spitalstiftung sowie auch im Namen der evangelischen und katholischen Kirchengemeinde die Gäste willkommen. Er freue sich – wie viele andere auch – nun „auf 13 Tage Mahl-Gemeinschaft“, wobei das Essen in diesem Jahr (und im Gegensatz zu bisher) von einem Caterer täglich angeliefert wird, da die Spital-Küche derzeit umgebaut werde. Für Caritas-Leiter Rüdiger Holderried ist es die erste Vesperkirche, die er in Horb unmittelbar miterlebt, erzählte er in seiner Begrüßung und verwies kurz auf seine bisher – etwa in Freudenstadt – gemachten Erfahrungen. Er dankte schon vorab allen wieder ehrenamtlich Tätigen für ihr Engagement und die zu erwartenden Kuchenspenden und schloss in seinen Dank auch Walter Sdunek vom Hohenberg mit ein, der sich wieder ehrenamtlich als Fahrer zur Verfügung gestellt habe.

Essen dieses Mal vom Caterer

Holderried erinnerte auch daran, dass die Vesperkirche wieder ökumenisch getragen werde „im Geiste der Nächstenliebe“ und verwies auch auf die Kinderbetreuung durch das Familienzentrum am nächsten Samstag und den Auftritt der „MiA-Band“ am kommenden Sonntag. Wenn es zu Beginn nicht ganz so reibungslos laufen sollte wie erhofft, warb der neue Horber Caritas-Leiter um Nachsicht.

Dem Familienzentrum dankte Holderried für die Bereitstellung seiner Kaffeemaschinen und dem Chef der Spitalküche, Heiko Schwabe, dafür, dass dieser der Vesperkirche dennoch mit Rat und Tat zur Seite stehe, wenngleich das Essen heuer (und erstmals) von einem Catering-Service angeliefert wird. Sollte dessen Essen einmal ausgehen, wird – auch durch Schwabes Unterstützung – im Steinhaus selbst noch gekocht.

Niemand soll alleine sein

Dr. Ursula Nagel wies im Namen des von ihr mitverkörperten „Zentrums des Zuhörens“ darauf hin, dass dieses während der gesamten Dauer der neunten Vesperkirche „für Sie da ist, egal ob mit kleinen Sorgen oder einfach dem Wunsch, dass jemand einem zuhört“ In einer abgegrenzten Ecke des Steinhauses sei das „Zentrum des Zuhörens“ täglich vor Ort. Zu erkennen seien die Zuhörerinnen an Namensschildern aus Metall. Ursula Nagel sagte zudem, dass sich die Zuhörerinnen natürlich auch gerne an die verschiedenen Tische setzen würden, „denn niemand soll alleine bleiben“.

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23.01.2017, 01:00 Uhr

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