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Tübingen: Kunst und Klamauk

14. TSG-Gala begeistert 2800 Zuschauer

2800 Zuschauer kamen – und die haben gestern am Ende stehend applaudiert bei der 14. Sportgala der TSG Tübingen. Nach drei Stunden Kisten-Jonglage, Olympiaturnerinnen und kopflosen Schweizern.

03.11.2012
  • TOBIAS ZUG

Tübingen. Es war die 14. TSG-Sportgala, die Gerold Jericho als Cheforganisator mit seinem Team veranstaltete. Der Mann hat Routine. Dass Breakdancer entweder kurz vor knapp oder unangemeldet kommen, ist fast schon Usus. Diesmal war bei den drei russischen Jungs von „High Energy“ Letzteres der Fall. „Die waren da, haben sich aber nicht gemeldet“, sagte Jericho in seinem Stuhl auf der großen Showfläche hockend, wartend auf die Eröffnung. Und schüttelte etwas den Kopf dabei. Aber sonst: „Alles wunderbar, die Halle rappelvoll!“

Die Show konnte beginnen. Turnende und tanzende TSG-Tübinger- und Tübingerinnen, 19 Mädchen der Esslinger Sportschule, die nicht regelkonform aber ästhetisch schön Neun gegen Neun ein Länderspiel zwischen Italien und Deutschland inklusive Schiedsrichterin tanzten und mimten. Kenianer, die im Mund ein Holzbrett mit einer Sprudelflasche trugen und nebenher die unmöglichsten Bewegungen machten. Draußen warteten derweil die von Nadja Protasova und Natalya Rudakov trainierten Mädchen der Rhythmischen Sportgymnastikgruppe der TSG aufgeregt auf ihren Auftritt. Vorher war aber Gina Althoff dran. Die jonglierte auf einem kleinen Hochsitz liegend alles, was ihr zwischen die Beine kam: Kisten, Kugeln, Kissen, die leuchten, als das Scheinwerferlicht ausgeschaltet wurde.

Die drei russischen Breakdancer drehten auf dem Parkett ihren Ghettoblaster auf, drehten sich und wirbelten zum daraus dröhnenden Musik-Mix von Michael bis Wanda Jackson. Legten einen Spagat in der Luft hin, eine Hand hielt sich auf dem Boden, die andere ein Nackedei-Heft fest. Was auch für Bewegungen auf der oberen Stehtribüne sorgte: Die zuvor sitzenden Jugendlichen rappelten sich nämlich auf, klatschten und johlten mit.

Dann durften die TSG-Mädchen in ihren Glitzerkostümen auf die Bühne. Darunter Marie Protschka, Deutsche Meisterin am Band. Auch die Olympiateilnehmerinnen Sara Radman und Kunstturnerin Kim Bui, beide aus der TSG-Turnabteilung stammend, zeigten ihr Repertoire aus Akrobatik und Athletik. Für beide gab’s von Jericho extra Blumensträuße. „Seit vielen Jahren versuche ich, die Kim hierher zu bekommen, nie hatte es geklappt“, sagte Jericho in der Halle, „dieses Mal sagte sie mir am Telefon, dass sie alles andere absagt und kommt.“ Gefreut hat sich auch Ingeborg Höhne-Mack: Die erhielt von Jericho einen über Sponsoren gespendeten Scheck von 4000 Euro, der an die Lebenshilfe Tübingen geht, bei der Höhne-Mack Erste Vorsitzende ist.

Es folgten Sportakrobatik, Handstand-Übungen von Sergey Timofeev, bei dem man manchmal die Körperglieder nicht mehr richtig sortiert sah. Till Schleinitz, der auf Rollschuhen und auf einer Boardbahn fahrend jonglierte und balancierte. Und: Die Horror-Klamaukshow der Schweizer „D’Holmikers“, die als Zombies und Frankensteins verkleidet die unmöglichsten Übungen am Reck vollführten – exakt getimet zu den Geräuschen, die aus den Boxen dröhnten. Eine Gruselfigur stand plötzlich ohne Kopf da – sein Skalpell hatten die anderen. Die Zuschauer waren begeistert. Und Jericho auch: „Seit fünf Jahren bemühe ich mich um die.“ Die Bemühungen haben sich gelohnt.

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03.11.2012, 12:00 Uhr

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