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Die Eutinger Bergbauern

15 „Erntehelfer“ der Eutinger Nabu-Gruppe aktiv

Wie die letzten Eutinger Bergbauern vorgekommen sind sich am Samstag die 15 „Erntehelfer“ der Eutinger Nabu-Gruppe bei ihrem Einsatz am Schmetterlingshang oberhalb des Eingangs zum Eutinger Tal.

25.08.2010
  • Rainer Sattler

Eutingen. Seit Jahren hat der Naturschutzbund die Pflege dieses Halbtrockenhanges übernommen. Durch die intensive Sonneneinstrahlung und die extensive Pflege – nur einmal im Jahr wird gemäht – hat sich nicht nur ein bedeutendes Insekten- und Schmetterlingsvorkommen entwickelt, sondern sich auch eine reiche Wiesenblumenvegetation eingestellt.

Den Blumen und Kräutern wird die Gelegenheit geboten auszureifen und sich durch Selbstaussamung zu vermehren. Der Grasschnitt im Zuge der Landschaftspflege ergibt bei passender Witterung vorzügliches Heu, das dem Nabu für die Ernährung seiner Burenziegen einen höchst willkommenen Vorrat an Winterfutter bietet.

In diesem Jahr hatte man mit dem Wetter ganz besonderes Glück. Am Donnerstag wurde die rund einen Hektar große Hangfläche mit dem Balkenmäher gemäht und dann setzte pure Handarbeit ein. Rechtzeitiges Wenden und die kräftige Sonne führten dazu, dass am Samstag die Heuernte eingefahren werden konnte. Dafür gab es keinen Maschineneinsatz, sondern die Kraft zahlreicher Arbeitskräfte mit der Erkenntnis: Wenn man genug Leute ist, geht es doch ganz flott von der Hand.

Auch wenn es für Einige eine völlig ungewohnte Tätigkeit war, wenn man will, kann man Vieles, wie auf einer Alm in den Bergen wurde da geschafft. So willkommen die starke Sonneneinstrahlung für die Heutrocknung war, machte sie den Arbeitern doch gehörig zu schaffen und man war dankbar, wenn sich mal ein schattenspendendes Wölkle vor die Sonne schob.

Auf Planen zu großen Haufen zusammengerecht, erfolgte der Heutransport von ganz oben hinunter ins Tal auf den Weg per „Rutsche“. Hier kamen vor allem die Naturschutzjugend-Mitglieder der „Crazy Stork Company“ zum Einsatz – den Jungs machte dieser Teil der Arbeit unübersehbar richtig Spaß. Dann half die Technik doch weiter: Der vereinseigene Ladewagen nahm das Heu auf, transportierte es in vier Fuhren zum Ziegenstall, wo das Abladekommando parat stand.

Auch dort ging wieder alles „von Hand“, dies aber nicht als nostalgische Brauchtumsvorführung, sondern der reinen Zweckmäßigkeit willen. Die gute alte Heuzange kam zum Einsatz, sie krallte sich in die Heubündel fest und wurde mit dem „Haspel“ nach oben gezogen, ein ebenso einfaches wie genial funktionierende Aufzuggerät mit Übersetzung, das früher in jeder Scheune üblich war zum Transport von Heu, Getreidegarben und Stroh in die oberen Ebenen.

Man war ganz einfach überzeugt, dass das lose gelagerte Heu eine etwas bessere Qualität erhält, als wenn es zu Ballen gepresst ist. Und die Heuqualität ist hervorragend, wie der Schnuppertest bewies, die vielen Kräuter waren geradezu herauszuriechen. Obschon die Burenziegen von Haus aus recht genügsame Zeitgenossen sind, die auch einen ausgedienten Christbaum bis aufs Holz abnagen – das Winterheu wird ihnen mit Sicherheit besser munden!

15 „Erntehelfer“ der Eutinger Nabu-Gruppe aktiv
Auf der Alm, do gibt‘s koa Sünd – aber jede Menge Arbeit für die Heuernter des Nabu Eutingen. Bild: rs

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25.08.2010, 12:00 Uhr

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