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Die Tübinger SPD-Landtagsabgeordnete tritt nicht zur Wahl 2016 an

15 Jahre – und Schluss: Rita Haller-Haid hört auf

„Es fällt mir schwer“, sagt Rita Haller-Haid. Doch wenn Ende März 2016 der baden-württembergische Landtag neu gewählt wird, kandidiert die Tübinger SPD-Abgeordnete nicht mehr.

12.01.2015
  • ran

Tübingen. Rita Haller-Haid, 64, teilte ihren schon länger gereiften, über die Feiertage im Freundes- und Familienkreis überdachten Entschluss gestern ihren Genossinnen und Genossen mit. Die ersten, per E-Mail übermittelten Reaktionen drückten Bedauern, aber auch Verständnis aus, berichtete sie uns am Telefon. Auch beim städtischen Neujahrsempfang am Abend war die Rückzugs-Ankündigung Gesprächsthema.

15 Jahre – und Schluss: Rita Haller-Haid hört auf
Die Tübinger Abgeordnete Rita Haller-Haid, 64, ist Mitglied im NSU-Untersuchungsausschuss des Landtags.Archivbild

„Alles hat seine Zeit. Besonders in einer Demokratie, die vom Wechsel lebt. Deshalb sollten politische Ämter eben gerade nicht zu Lebensarbeitszeit-Ämtern werden“, schreibt die Sozialpädagogin, die dem Landtag seit 14 Jahren angehört. Ihr Kreistagsmandat gab sie erst vor kurzem zurück.

„Gerade in einem Wahlkreis, der jünger ist als andere und in dem es auch viele jüngere SPD-Mitglieder gibt, sollte man auch anderen eine Chance geben“, findet die gebürtige Rottweilerin, Mutter zweier erwachsener Kinder. Im Parlament begann sie 2001 im Petitionsausschuss und gehörte auch dem Wissenschaftsausschuss an. Es hat mit dem Regierungswechsel zu Grün-Rot zu tun, dass es ihr besonders schwerfällt, 2016 auszusteigen. Jetzt, „wo wir in der Regierung sind“, sei „dieses Geschäft nochmals interessanter und spannender“ geworden, ihr eigener Einfluss als stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende überdies gewachsen. Bis zur Wahl bleibe noch viel an „harter Arbeit“ zu tun – so im NSU-Untersuchungsausschuss, dem Haller-Haid angehört.

Bevor sie das erste Mal in den Landtag gewählt wurde, war die frühere Erzieherin, SPD-Mitglied seit 1988, fünf Jahre lang Mitarbeiterin des damaligen Abgeordneten Gerd Weimer. Von ihm erhielt sie für den Kampf um den Wahlkreis ein paar Boxhandschuhe. Die will sie jetzt an ihren Nachfolger oder ihre Nachfolgerin übergeben.

Die Wahlkreis-SPD nominiert ihren Kandidaten am 28. Februar in der Weilheimer Rammerthalle. Viele rechnen damit, dass die Kreisvorsitzende Dorothea Kliche-Behnke antritt, bei der Wahl 2011 Ersatzkandidatin. Möglicherweise halten sich weitere Bewerber bereit.


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