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Diözese investiert Geld in die Kleinkindbetreuung

18 Millionen mehr

Deutlich mehr Geld als bisher gibt der Diözesanrat Rottenburg-Stuttgart in den nächsten sechs Jahren für die Kinderbetreuung aus. Das beschloss er auf einer Tagung am Freitag und Samstag im Kloster Untermarchtal.

19.06.2012

Rottenburg. Um in der Betreuung von Kleinkindern präsent zu bleiben, ohne die Kirchengemeinden finanziell überzustrapazieren, beschloss der Diözesanrat Rottenburg-Stuttgart, aus den 2011 nicht ausgeschöpften Haushaltsmitteln einen Fonds zur Kinderkrippenförderung zu bilden. Wie die Pressestelle der Diözese mitteilte steht damit in den Jahren 2012 bis 2018 pro Krippengruppe ein jährlicher Zuschuss von 5000 Euro zur Verfügung.

Die Diözese geht von einem Bedarf von bis zu 560 Krippengruppen aus. Für die Betreuung der Unter-Dreijährigen gilt in der Diözese ein Betreuungsschlüssel von einer Erzieherin pro fünf Kinder. Die Gruppengröße ist auf zehn Kinder beschränkt. Die Kleinkindbetreuung hatte der Diözesanrat bereits im November 2007 mit der diözesanen Konzeption für die Kinderbetreuung in katholischen Einrichtungen, dem „Rottenburger Kindergartenplan“ befürwortet.

Derzeit gibt es in Württemberg 903 katholische Einrichtungen für die Kinderbetreuung, in denen knapp 55 000 Kinder betreut werden. 59 Prozent der Kirchengemeinden sind Träger von Kindergärten und beschäftigen gut 6000 Mitarbeiterinnen.

Professor Marek Fuchs von der Technischen Universität Darmstadt präsentierte dem Diözesanrat und seinem Vorsitzenden Bischof Gebhard Fürst die Ergebnisse einer wissenschaftlichen Befragung des kirchlichen Personals, das für die Kinderbetreuung zuständig ist. Er empfahl, das Konzept weiterzuführen und dabei die regionalen Voraussetzungen zu berücksichtigen.

Als herausragendes Beispiel erwies sich in der wissenschaftlichen Auswertung der Zweckverband Rottenburg, in dem die positiven Effekte des neuen Personalkonzepts – also der personellen Trennung zwischen der Verwaltung und der religiösen Betreuung der Einrichtung – fast durchweg besser abschnitt, als in anderen Regionen. So stellen dort 65 Prozent der Befragten eine Entlastung der Seelsorger und Ehrenamtlichen fest (gegenüber der ländlichen Struktur in Horb und der Gesamtkirchengemeinde Stuttgart mit je rund 45 Prozent). 33 Prozent bestätigten, in den Einrichtungen habe die Neuerung „mehr Zeit für pastorale und pädagogische Belange des Kindergartens“ gebracht.ST

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19.06.2012, 12:00 Uhr

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