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Treu dem Altstadt-Flair

20.000 Besucher beim Tübinger Regionalmarkt

Regionale Produkte haben weiter Konjunktur – das bewies am Samstag der Andrang beim 17. Tübinger Regionalmarkt.

08.10.2012
  • Matthias Reichert

Tübingen. Bärlauchpesto und Rosenblütengelee aus Kohlstetten, Rauchfleisch, Bauernbrot und Kartoffeln aus Mehrstetten, Minikuchen aus Wankheim, „Gelbmöstler“ aus Tübinger Streuobst, Obstler und Saft aus Horb, Weinbergschnecken aus Herrenberg.

Regionale Produkte sind gefragt – was der 17. Tübinger Regionalmarkt bewies. „Ich komme bestimmt seit zehn Jahren hierher“, schätzt Anbieter Peter Lissner, der in Kirchheim / Teck ein Holzatelier betreibt. Er ist voll des Lobes über Tübingen: „Das Ambiente ist einzigartig, und ich habe viele Stammkunden. Das ist eine grüne Stadt, und die Bewohner haben etwas für Holzspielzeug übrig.“

Eine Pliezhäuser Familie ist zum dritten Mal auf dem Markt. Ihnen gefällt die Stadt, sie schätzen regionale Produkte. Frank Höwner und Birgit Wesler von der Reutlinger Essig-Manufaktur sind das dritte Jahr als Händler da. „Das Flair ist ganz anders. Die Kundschaft ist probierfreudig, aufgeschlossen, neugierig und qualitätsbewusst“, sagen sie. „Und sie fragen einem Löcher in den Bauch“, ergänzt Höwner.

Zum dritten Mal war während des Regionalmarkts unter den Rathaus-Arkaden ein Schwäbischer Whiskytag mit Infos und Verkostung. Zehn Brenner präsentierten Produkte, 14 Destillerien informierten. Erstmals zu Gast war der Fass-Hersteller Markus Eder aus Bad Dürkheim. „Ich bin hier nur das Rahmenprogramm. Das Geschäft wird nicht auf dem Tübinger Regionalmarkt gemacht.“ Eder hat 30 Mitarbeiter, produziert und vertreibt Fässer weltweit, gerade hat er einen Großauftrag für Mexiko und Martinique an Land gezogen.

Whisky-Fässer sind „zu 99 Prozent aus Eiche“, sagt Eder. „Amerikanische Eiche ist gut für das Mundgefühl“, europäische Stämme erzielten mehr Würze. Besonderes Aroma bieten aufgearbeitete Fässer aus der Wein- und Spirituosenproduktion, in denen früher Rum oder Sherry lagerten. „Süßwein bringt spannende Aromen für Whisky“, weiß Eder. „Jeder hat sein eigenes Rezept.“

Volker Theurer vom „Lamm“ in Unterjesingen verkaufte den sieben Jahre gelagerten Ammertal-Whisky mit 40 Prozent Alkohol. Die Liebhaber-Marke Sankt Johann lagert acht Jahre und ist noch hochprozentiger. Theurer bot diesmal schon am Freitag ein viergängiges Whisky-Menü an – es war ausgebucht. „Das wird jedes Jahr mehr angenommen.“

20.000 Besucher beim Tübinger Regionalmarkt
Lasst Blumen sprechen: Auf dem Tübinger Regionalmarkt herrschte großer Andrang. Bilder: Reichert

20.000 Besucher beim Tübinger Regionalmarkt
Die Kundschaft fragte nach – und kaufte auch.

Der 17. Regionalmarkt versammelte wieder rund hundert Händler aus der Region Neckar-Alb in der Tübinger Innenstadt. Stammgäste fanden alte Bekannte unter den Anbietern. „Wiederkommen wollen alle, aber wir wechseln immer ein bisschen durch“, sagt Veranstalter Hans-Peter Schwarz. Diesmal seien etwa ein Dutzend Händler neu auf dem Markt gewesen. Wie gewohnt, begann der Ansturm gegen Mittag. „Die Stadt war bis abends gut gefüllt. Das war einer unserer besten Märkte.“ Schwarz schätzt den Besuch auf mehr als 20 000 Kunden und Flaneure. Sie kamen bis aus Heilbronn und aus dem Schwarzwald. „Mit dem Wetter haben wir das nötige Quäntchen Glück gehabt. Wir sind total glücklich und zufrieden. Es freut uns, dass das so gut ankommt“, so Schwarz am Sonntag.

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08.10.2012, 12:00 Uhr

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