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Brüche im Gesicht

21-jähriger Gomaringer in Untersuchungshaft

Vor der Kirche soll er nachts einem Mann mehrere Frakturen zugefügt habe. Die Polizei suchte ihn per Haftbefehl. Seit Dienstag sitzt ein Gomaringer deshalb in Untersuchungshaft.

01.07.2015

Gomaringen/Tübingen. Eine Nacht im vergangenen Frühjahr: Einige Leute feiern auf dem Vorplatz der Evangelischen Kirche in Gomaringen ein Fest, vermutlich einen Geburtstag. Alle haben Alkohol getrunken. Es gibt Streit. Etwas abseits vom Geschehen schlägt ein 21-Jähriger unvermittelt einen 25-Jährigen zu Boden. Er tritt mehrmals gegen seinen Kopf und Körper. Der Ältere wird ohnmächtig. Er erleidet viele Prellungen und Brüche am Wadenbein und im Gesicht. Bekannte finden den schwer Verletzten, er muss in der Klinik operiert werden. Der mutmaßliche Schläger haut ab.

So hat es sich nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei in der Nacht vom 24. auf den 25. April zugetragen. In der Folge richtet die Kriminalpolizei Tübingen eine fünfköpfige Ermittlungsgruppe ein. Das Geschehen in der Tatnacht lässt sich nur schwer rekonstruieren. Zeugen konnten zunächst keine Aussagen zum Täter machen, sagte Nicolaus Wegele von der Tübinger Staatswanwaltschaft auf TAGBLATT-Nachfrage. Der Geschädigte war nicht imstande, sich richtig zu erinnern. Anfang Mai konnte die Polizei die Identität des Tatverdächtigen ermitteln: Er lebt in Gomaringen – tauchte nach den Ereignissen am Kirchplatz aber ab. Die Polizei durchsuchte mehrmals seine Wohnung. „Wir haben immer wieder seine Anschrift überprüft, aber da war er nicht mehr“, so Polizeisprecher Josef Hönes.

Zum 28. Mai erließ das Amtsgericht Tübingen auf Antrag der Staatsanwaltschaft einen Haftbefehl. Ein Anwalt konnte den Beschuldigten schließlich dazu bewegen, sich zu stellen. Gemeinsam mit seinem Verteidiger erschien der dringend Tatverdächtige vorgestern bei der Polizei. Noch am Dienstagnachmittag wurde er der Haftrichterin beim Amtsgericht Tübingen vorgeführt. Seitdem befindet er sich wegen Verdachts der gefährlichen Körperverletzung in Untersuchungshaft.

Der 21-Jährige ist bereits einschlägig vorbestraft – wegen ähnlicher Delikte. Er saß auch schon im Gefängnis. Wegele rechnet damit, dass nach einer Anklage „auf jeden Fall eine empfindliche Freiheitsstrafe auf ihn zukommt“. kal

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01.07.2015, 12:00 Uhr

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