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Einhellig für Gohl

38-Jähriger tritt als FDP-Bundestagskandidat an

Die Wahlkreis-FDP nominierte den Politikwissenschaftler Christopher Gohl einstimmig als Bundestagskandidaten. „DDR-Verhältnisse“, rief jemand in den Saal, als das Ergebnis bekanntgegeben wurde.

17.11.2012
  • ran

Tübingen. Auf den gebürtigen Stuttgarter, der keinen Gegenkandidaten hatte, entfielen am Donnerstag im „Casino am Neckar“ alle 21 abgegebenen Stimmen. Christopher Gohl war erst Mitte des Jahres an seinen Studienort Tübingen zurückgekehrt. Er hatte zuletzt als Leiter der Abteilung Politische Planung für die FDP-Generalsekretäre Christian Lindner und Patrick Döring eine Programm-Grundsatzdebatte konzipiert. Gohl ist mit einer Niederländerin verheiratet und hat zwei Kinder. „Ich finde Bürgerbeteiligung faszinierend. Sie war auch Thema meiner Dissertation“, sagte er in seiner Vorstellungsrede.

In den vergangenen Jahren sei es nicht immer gelungen, „die ganze Breite der FDP-Politik“ darzustellen, bedauerte er. Er habe sich zur Kandidatur entschlossen, weil er wolle, „dass der Liberalismus, den Pascal Kober vertritt, Verstärkung bekommt“ – ebenso „aus Verantwortung für die Freiheit“. Bei der Wahl 2013 stehe eine Entscheidung über die Werte und den Kompass des Landes an. Er wolle für die „besten Traditionen der FDP“ antreten: „Wir müssen zeigen, Liberalismus ist viel mehr als Wirtschaftskompetenz.“

Es gehe „um Chancen, Innovation, darum, dass jeder was aus seinem Leben machen kann“. Im Zentrum der FDP-Politik stehe „die Freiheit, eigene Talente zu entfalten und das eigene Leben zu leben“. Das mache die FDP „zu einer menschenfreundlichen Partei“ mit einem „zutiefst menschlichen Programm“.

Allerdings stecke die FDP in der „Vorurteilsfalle“, sagte Gohl. Sie gelte als Klientel- und Egoistenpartei, die für die Bonzen antrete: „Da müssen wir raus.“ Da die Wahrnehmung der Wähler zur Hälfte durch das Fernsehen, zur anderen Hälfte durch Alltagserfahrung geprägt sei, rief er seine Parteifreunde auf, die Arbeit am Imagewandel nicht der Führung zu überlassen, sondern selbst mitzuwirken. Sein gutes Ergebnis bei der Nominierung sei ihm Verpflichtung – „und ihnen hoffentlich auch“, appellierte Christopher Gohl an seine Parteifreunde.

„Wir sind nicht die Partei der Besserverdienenden, sondern eher der Kirchenmäuse“, betonte der Tübinger FDP-Kreisvorsitzende Sascha Schmidt, der die Versammlung leitete. Eingangs sprach der Reutlinger Bundestagsabgeordnete Pascal Kober, von Beruf Pfarrer. Er machte „eine starke Sehnsucht in der Bevölkerung“ nach einer FDP aus, die ihre Positionen stärker begründet und aus ihren Traditionen heraus erklärt. Heute gehe es den Menschen besser als vor drei Jahren. In einem Wahlkampf, der sich stark auf das Thema soziale Gerechtigkeit konzentrieren werde, brauche sich die FDP nicht zu verstecken. Bei der letzten Bundestagswahl stand Kober auf Platz 13 der Landesliste. Dieses Mal strebt er Platz sieben an: „Der Regierungsbezirk Tübingen braucht auf jeden Fall einen FDP-Abgeordneten.“

38-Jähriger tritt als FDP-Bundestagskandidat an
Christopher Gohl

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17.11.2012, 12:00 Uhr

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