Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen
Schwere Unwetter in Baden-Württemberg

38 Verletzte und Millionenschäden

Heftige Gewitter mit Sturmböen und Starkregen haben in weiten Teilen Baden-Württembergs zu Schäden in Höhe von mehreren Millionen Euro und etlichen Verkehrsstörungen geführt - überwiegend durch abgebrochene Äste, umgestürzte Bäume und Masten sowie Überflutungen. Bislang wird die Zahl der Verletzten von der Polizei auf 38 beziffert, elf davon schwer. Das teilte das Innenministerium am Sonntag mit. Rettungsdienste waren seit Samstag um 19 Uhr bei mehreren tausend Einsätzen vor Ort und sind am Sonntag und in den kommenden Tagen weiter mit Aufräum- und Reparaturarbeiten beschäftigt.

01.07.2012
  • tol

Stuttgart. Auch Bundesstraßen und Autobahnen waren vielerorts betroffen und mussten zeitweise gesperrt werden. Zwischen Winnenden und Schwaikheim im Bereich Sulzbach/Murr (Rems-Murr-Kreis), im Kreis Heidenheim und auf der B500 bei Baiersbronn (Kreis Freudenstadt) mussten Autofahrer befreit werden, da Bäume vor und hinter ihren Fahrzeugen auf die Fahrbahn stürzten und sie eingeschlossen hatten.

In einigen Städten und Gemeinden, darunter Reutlingen, Tübingen, Waiblingen, Heidenheim, Schwäbisch Hall, Volkertshausen (Kreis Konstanz), Salem und Frickingen (beide Bodenseekreis), kam es zu Stromausfällen. Im Großraum Stuttgart blieben deshalb S-Bahnen und Züge stehen. Die S3 musste im Rems-Murr-Kreis infolge einer Beschädigung an der Oberleitung evakuiert werden.

Ein Blitz schlug in das Stellwerk Stuttgart-Zuffenhausen ein. Die Zugstrecke Stuttgart-Heilbronn musste daher gesperrt werden. Ein Regionalexpress wurde in Kornwestheim angehalten und konnte die Fahrt zeitweise nicht fortsetzen. Ein weiterer Zug blieb im Schwaikheimer Tunnel auf der Strecke zwischen Waiblingen und Backnang stehen. Rettungskräfte und Notfallmanager der Bahn kümmerten sich um die Passagiere.

Durch die Witterung kam es auch zu einigen Verkehrsunfällen. Auf der A5 bei Weil am Rhein wurde eine Person bei einem Unfall mit Aquaplaning leicht verletzt. Bei Lörrach stürzte ein Baum auf einen Pkw, eine Person wurde leicht verletzt. Auf einer Verbindungsstraße bei Freudenstadt- Kniebis fiel ein Baum auf ein Auto, Fahrer und Beifahrerin wurden leicht verletzt.

Ein Rockfestival mit mehreren Bands am „Härtsfeldsee“ bei Dischingen (Kreis Heidenheim) musste abgebrochen werden. Für die etwa 3000 Zuschauer wurden Versorgungsstationen in Hallen eingerichtet. Mehrere Besucher erlitten Verletzungen und wurden in Krankenhäuser eingeliefert. Bisher wird von drei Schwerverletzten und sieben Leichtverletzten ausgegangen.

In Waiblingen (Rems-Murr-Kreis) fielen bei einem Stadtfest Äste herab und verletzten neun Besucher, vier davon schwer. Bei einem Fest in Holzgerlingen (Kreis Böblingen) wurden Stände und Zelte umgeweht. In Königheim und Bad Mergentheim-Stuppach (beide Main-Tauber-Kreis) mussten Feste beendet werden.

In Sigmaringen wurde ein Open-Air-Konzert wegen des Unwetters unterbrochen, konnte später jedoch ohne nennenswerte Zwischenfälle fortgesetzt werden. Auch das Seefest am Aileswasensee in Neckartailfingen (Kreis Esslingen) musste unwetterbedingt unterbrochen werden.

Auf dem Feldberg wurden 45 Personen vorübergehend aus einer Hütte in Sicherheit gebracht, in die ein Blitz eingeschlagen hatte. Bei Bad Urach wehte der Sturm ein Gartenhaus auf die Bundesstraße 465, die für die Räumung gesperrt werden musste.

Im Stuttgarter Hafen kam bei dem Sturm ein 50-Tonnen-Ladekran in Schräglage. Die Otto-Konz-Brücken mussten im Bereich der Straße „Am Ostkai“ gesperrt werden. Eine Sicherung des Krans war bisher nicht möglich.

Im Ostalbkreis verletzten umstürzende Bäume zwei Personen leicht. Im Rems-Murr-Kreis fielen abgebrochene Äste auf Gäste eines Biergartens. Vier wurden dabei schwer, fünf weitere leicht verletzt. Im Stadtgebiet von Stuttgart fiel ein Ast auf den Unterstand an einer Bushaltestelle. Eine Person wurde leicht verletzt. In Ulm und im Rems-Murr-Kreis wurde je ein Feuerwehrmann im Rettungseinsatz leicht verletzt.

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln.

01.07.2012, 12:00 Uhr

Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag zu erstellen.
Anmelden
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar zu verfassen.
Anmelden
 

 

 
Video-News: Aus Land und Welt
Heute meistgelesenNeueste Artikel
Wirtschaft im Profil
Wirtschaft im Profil

Die aktuelle Ausgabe unseres Business-Magazins Wirtschaft im Profil
Bildergalerien
Videos
Single des Tages
date-click
Video-News: Fußball